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Priorisierung bei PCR-Tests: Was bedeutet das für Reisen?

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Von: Franziska Kaindl

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Schlange an einem Covid-19 Testzentrum am Frankfurter Flughafen
PCR-Tests sollen künftig Risikogruppen und Personal des Gesundheitswesens vorbehalten sein. © Hannes P. Albert/Imago

Wegen knapper Laborkapazitäten sollen PCR-Tests in Deutschland bald nur noch priorisierten Gruppen zur Verfügung stehen. Aber was heißt das für Reisen?

Die Omikron-Variante sorgt in ganz Deutschland für steigende Corona-Fallzahlen* – was die Labore an die Grenzen ihrer Kapazitäten bringt. Daher haben Bund und Länder sich bei der Ministerpräsidentenkonferenz (MPK) darauf geeinigt, PCR-Tests künftig nur noch bestimmten Gruppen zugänglich zu machen: unter anderem Vorerkrankten, Älteren oder Personal im Gesundheitswesen. Gleichzeitig sind PCR-Tests aber auch Voraussetzung für die Einreise in manche Länder: Was bedeuten die Pläne also für Reisende?

Wer muss sich um den PCR-Test kümmern: Reisende oder der Reiseveranstalter?

Ob zum Skifahren oder für einen Städtetrip: Österreich ist auch in Pandemie-Zeiten, in denen Reisende ihren Urlaub lieber in der Nähe der Heimat verbringen, eine beliebte Destination unter Deutschen. Allerdings hat die österreichische Regierung erst vor Kurzem die Einreise-Regeln verschärft: Wer nicht geboostert ist, braucht seither als Geimpfter und Genesener einen negativen PCR-Test. Auch in anderen Ländern wie Kuba braucht es einen PCR-Test für die Einreise – Schnelltests sind nicht ausreichend.

Lesen Sie auch: Impfpflicht in Österreich: Gilt sie auch für Urlauber?

Und wie es aussieht, sind Reisende selbst dafür verantwortlich, die nötigen PCR-Tests heranzuschaffen: „Ist am Zielort für die Einreise ein PCR-Test notwendig, müssen sich Reisende um die Organisation kümmern“, erklärt Reiserechtsanwalt Paul Degott laut dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND). „Das Risiko rechtzeitig einen Test vorzuweisen liegt somit beim Reisenden – nicht der Reiseveranstalter.“ Auch auf eine kostenlose Stornierung wegen eines fehlenden PCR-Tests können Reisende seiner Meinung nach nicht hoffen – der Reiseveranstalter habe „das Risiko nicht zu tragen und auch nicht mitzutragen. Das ist mein erster Impuls.“ Die Lage sei aber noch nicht abschließend geklärt, so der Experte.

Auch interessant: Digitale Einreiseanmeldung für Deutschland: So füllen Sie das Formular aus.

Wo Reisende noch PCR-Tests machen können

Eventuell haben Reisende aber Glück, dass der Reiseveranstalter selbst Test-Kapazitäten zur Verfügung hat. So nutzt DER Touristik die erweiterte Teststruktur eines freien Labors und vermittelt sie an Jahn Reisen, ITS und Meiers Weltreisen weiter, wie der RND berichtet. Anders als kassenärztliche Testlabore seien diese weniger überlastet. Zudem können Reisende die Testangebote an Flughäfen nutzen, die meist vom allgemeinen Infektionsgeschehen unberührt bleiben. Am besten kümmern sich Urlauber rechtzeitig um einen Termin, um vor Abreise nicht mit leeren Händen dazustehen. Abgesehen davon können Urlauber aber auch aus Sicht der Veranstalter nicht mit einer kostenlosen Stornierung rechnen: „Grundsätzlich bieten wir in solchen Fällen Umbuchungen beziehungsweise Stornierungen gemäß unseren AGBs an – gegebenenfalls werden Einzelfälle geprüft“, so FTI. (fk) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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