Lanzarote ist die kleinste der vier großen Kanareninseln. Neben Lavalandschaften gibt es viele Stellen zum Baden, aber auch Aktivurlaubern und Kulturbegeisterten wird einiges geboten. Letztere kommen vor allem wegen des Künstlers César Manrique, der viele Spuren hinterlassen hat. Entsprechend ist das Publikum etwas anders als zum Beispiel auf Fuerteventura. Es gibt zwar auch Familien, der Fokus liegt aber eher auf Paaren. Auch das Preisniveau ist etwas höher als auf den Masseninseln. Außerdem ist die Fluganbindung nicht ganz so gut. Die Insel ist vor allem bei Spaniern sehr beliebt.
Lesen Sie hier: Mallorca öffnet Clubs und Discos - jedoch mit dieser massiven Einschränkung.
Teneriffa ist die größte der Kanarischen Inseln und gilt vielen auch als die abwechslungsreichste. Im Grunde ist die Insel zweigeteilt: in Nord und Süd. Das zeigt sich zum Beispiel beim Klima, bei der Landschaft, aber auch beim Publikum. Im Süden ist vor allem klassischer Badeurlaub angesagt. Im deutlich grüneren Norden gibt es kaum Sandstrände, dort ist Wandern angesagt. Neben Wandern und Sonnenbaden bietet Teneriffa noch vieles mehr, etwa mit Santa Cruz eine spannende Hauptstadt und Golfplätze. Überragt wird die Insel vom Teide, Spaniens höchstem Berg. Er ist für viele allein schon ein Grund, auf die Insel zu kommen - im Nationalpark rund um den Berg kann man gut wandern. Die Anreise nach Teneriffa ist problemlos. Die Insel verfügt über zwei Flughäfen, wobei fast alle internationalen Flüge zum Flughafen im Süden führen. Die Straße in den Norden ist gut ausgebaut.
Lesen Sie hier: So können Sie jetzt zuhause Urlaub machen - und sich nicht unterkriegen lassen.
Bei Urlaubern aus Deutschland ist Gran Canaria die beliebteste Kanareninsel. Ähnlich wie Teneriffa ist auch Gran Canaria in Nord und Süd unterteilt. Der Norden ist kühler und feuchter, hat dafür aber auch eine größere Vegetation. Der Süden ist trockener, wärmer und sonniger. Den deutschen Urlauber zieht es ganz klar in den Süden, wegen der dortigen Strände, allen voran bei Maspalomas. Dank zahlreicher Apartments ist der Süden der Insel vor allem bei Familien sehr beliebt. Daneben zieht die Insel ein junges Partypublikum an, seit Jahren kommen auch Schwule und Lesben gerne hierher zum Urlaub. Der Norden dient meist nur für einen Ausflug - zum Beispiel in die Inselhauptstadt Las Palmas. Im Inneren der Insel gibt es viel Natur, unter anderem 33 Naturschutzgebiete.
Lesen Sie hier: Reiseziele in Europa mit kristallklarem Wasser - für die Zeit nach der Corona-Krise.
Wer keine Lust auf Massentourismus hat und nicht die ganze Zeit am Strand liegen möchte, kommt nach La Palma. Wanderer lieben La Palma. Es gibt nur einige wenige größere Hotels, die Unterbringung erfolgt meist in kleinen Anlagen. Ein Tipp ist das Observatorium am Roque de los Muchachos. Aufgrund der klaren Luft und des stabilen Wetters lassen sich von hier besonders gut die Sterne beobachten.
Anders als La Palma hat Gomera keinen internationalen Flughafen. Die Insel profitiert aber von ihrer Nähe zu Teneriffa. Von dort aus fahren Boote. Deshalb buchen einige Urlauber auch eine Kombination der beiden Inseln. La Gomera hat tolle Golfplätze.
El Hierro ist die kleinste und ursprünglichste der Kanareninseln - und sicher auch die speziellste. Die Seele baumeln lassen und wandern: Das geht gut auf El Hierro. Im Gegensatz zu La Palma sind die Berge jedoch deutlich niedriger. Auch Taucher kommen auf El Hierro auf ihre Kosten. (dpa / sca) - *Merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Redaktionsnetzwerks.
Auch interessant: Strand-Geheimtipps: Atemberaubende und einsame Orte weltweit.