+
Die Hamburg Cruise Days sind manchen ein Dorn im Auge.

Kreuzfahrtparty

Kreuzfahrt-Party: Nicht jeder mag die Cruise Days in Hamburg - Proteste angekündigt

  • schließen

Hamburg feiert die Kreuzfahrtindustrie - und bietet Besuchern ein Spektakel. Umweltverbände kritisieren die Cruise Days als falsches Signal.

An diesem Wochenende (13. bis 15. September 2019) finden in der Hamburger HafenCity die Cruise Days statt. Der Hafen erstrahlt in dieser Zeit in blauem Licht, die Vorbereitungen für die Kreuzfahrtparty laufen seit einigen Tagen auf Hochtouren. Doch von den Feierlichkeiten sind viele auch empört.

Große Party der Kreuzfahrtindustrie: Zum siebten Mal die Hamburg Cruise Days

Zum siebten Mal finden die Cruise Days in Hamburg statt. Lichtkünstler Michael Batz inszeniert seit einigen Jahren das Projekt "Blue Port Hamburg" und lässt die Gebäude und Brücken der Elbmetropole in blauem Licht erstrahlen. Damit will er Bewohner und Touristen auf eine der größten Veranstaltungen Hamburgs einstimmen - und auf eine große Party der Kreuzfahrtindustrie. Von Freitag bis Sonntag steigt die Feierlichkeit, die am Samstag ihren Höhenpunkt erreicht. Zwölf Kreuzfahrtschiffe werden dann vor Ort sein.

Lesen Sie hier: Kreuzfahrten bald ganz anders? Karibische Inseln vereinen sich gegen Kreuzfahrtindustrie.

Video: Tipps für eine sichere Kreuzfahrt

Nicht jeder freut sich auf die Kreuzfahrtparty

Hamburger HafenCity.

Umweltverbände kritisieren die Cruise Days jedoch seit Jahren massiv. So spricht Malte Siegert, Leiter der Abteilung Natur- und Umweltpolitik des NABU Hamburg, von einem "Spaß-Event, das die Hamburger Luft unnötig belastet". In einem Interview mit dem Portal DW kritisierte er, dass Menschen nicht ausreichend über mögliche Gesundheitsrisiken informiert würden. Diese seien den Veranstaltern aber durchaus bewusst. Naturschützer sowie die Linke haben bereits für das Wochenende Proteste rund um das Event angekündigt, wie der NDR berichtete.

Lesen Sie hier: Stehen Kreuzfahrten vor dem Aus? Venedig richtet heftigen Appell an europäische Städte.

Die Organisatoren hingegen argumentieren, dass die erhöhte Umweltverschmutzung überhaupt nicht mit Sicherheit existiere. Deshalb könne man auch niemanden davor warnen, hieß es von Seiten der PR-Agentur, die sich um die Organisation der Cruise Days Hamburg kümmert.

Auch interessant: Kreuzfahrt-Mitarbeiter spricht über "schlimmste Zeit" seines Lebens - Dazu wurde er an Bord gezwungen.

sca

Kreuzfahrten: Wie umweltfreundlich und vertretbar sind sie wirklich?

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

"Unzüchtig" oder normal? Touristin trägt knappen Bikini - und muss deswegen Geldstrafe zahlen
Eine Touristin wurde mit einer Geldstrafe von 2.500 Philippinischen Peso bestraft, weil sie einen laut den Polizeibeamten zu knappen Bikini trug.
"Unzüchtig" oder normal? Touristin trägt knappen Bikini - und muss deswegen Geldstrafe zahlen
Verbotene Insel: Wer sie verließ, durfte nie wieder zurückkehren
Sie liegt nicht einmal 30 Kilometer vor einer der hawaiianischen Hauptinseln, aber sie ist fast unberührt. Der Grund ist eine alte Familienangelegenheit.
Verbotene Insel: Wer sie verließ, durfte nie wieder zurückkehren
Deutsche Thomas Cook zieht Antrag auf Staatshilfe zurück
Nach der Pleite des Touristikkonzerns Thomas Cook kämpfen die deutschen Ableger getrennt ums Überleben. Während der Ferienflieger Condor einen staatlichen …
Deutsche Thomas Cook zieht Antrag auf Staatshilfe zurück
Auswärtiges Amt rät nicht mehr von Ecuador-Reisen ab
Urlauber mit dem Ziel Ecuador können aufatmen: Die Lage in dem Land hat sich wieder beruhigt. Das Auswärtige Amt gibt daher wieder grünes Licht für Reisen in das Land.
Auswärtiges Amt rät nicht mehr von Ecuador-Reisen ab

Kommentare