Überraschende Wende? Bericht über erste GroKo-Gespräche 

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Mehdi Nebbou ist der Trivago-Mann. Mit seinem französischen Akzent macht er sich allerdings nicht nur Freunde.

User sind empört

Darum nervt uns die Trivago Werbung 2017 so sehr

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Es gibt Werbung, die uns im Gedächtnis bleibt – positiv wie negativ. Die Trivago-Werbung nervt einige. Wieso spricht der Darsteller mit französischem Akzent?

Damit sich Werbung bei vielen einprägt, ist es wichtig, dass Sie gewisse Faktoren erfüllt. Sie muss entweder emotional berühren, witzig sein oder überraschen. Die aktuelle Trivago-Fernsehwerbung vereint keines dieser Attribute – dennoch ist sie gerade in aller Munde. Besonders der Hauptdarsteller steht dabei im Fokus – und die Frage: Warum spricht der Schauspieler mit französischem Akzent, während er die Vorzüge und Reiseangebote des Online-Reiseportals aufzählt?

Trivago-Werbung erhitzt die Gemüter der Deutschen

Wer sie nicht kennt: Trivago ist eine Hotelvergleichsseite und eine der bekanntesten Reise-Webseiten in Deutschland. Urlauber können hier Hotels checken und sich über Bed&Breakfast-Angebote informieren sowie Preise vergleichen. In TV-Werbespots präsentiert Trivago bereits seit Jahren sein Angebot – doch der jetzige kommt gar nicht gut an.

Viele Deutsche stoßt er sauer auf – und sie beschweren sich in diversen Foren oder sozialen Netzwerken über den Darsteller. Es gibt sogar eine eigene Facebook-Gruppe mit ein paar hundert Mitgliedern, die da heißt: Trivago Werbung nervt. Doch wieso regen sich die deutschen Fernsehzuschauer nur so darüber auf?

Trivago-Werbung nervt: Weil sie keiner versteht?

Der französische Akzent des Schauspielers irritiert viele, weil er dadurch nuschelt und man ihn kaum versteht. Und weil die Trivago-Webseite doch von einem deutschen Unternehmen aus Düsseldorf geführt wird. Man kann es also auch andersherum sagen: Warum bemüht eine deutsche Reisewebseite für ihre TV-Werbung offenkundig einen Franzosen, der dann auch noch auf Deutsch lispelt?

Für viele Deutsche anscheinend ein No-Go – und damit ein offensichtliches Aufreger-Thema. Manche bezeichnen den Reise-Werbespot sogar als schlechteste TV-Werbung, die Sie seit langem gesehen haben. Andere schalten sofort entnervt weg, wenn der Trivago-Mann auf ihrem TV-Bildschirm erscheint.

Für sie ist es nervtötend, dem Darsteller minutenlang dabei zuzuhören, wie er kaum verständlich versucht, den Zuschauern die Trivago-Webseite zu erklären. Unter anderem auch, dass die Hotel-Suchmaschine nach eigenen Angaben Preise von mehr als eine Million Hotels weltweit aus über 250 Buchungsseiten vergleicht.

Was hat sich Trivago bei der Besetzung gedacht?

Vielleicht liegt hier aber auch schon die Antwort auf die Frage, warum es ausgerechnet dieser Darsteller ist und kein Deutscher, der da spricht. Es könnte sein, dass das Online-Reiseportal so zeigen möchte, wie international es ist. Daher auch der fremdsprachige Akzent – da das Unternehmen Menschen aus der ganzen Welt über seine Reisewebseite miteinander verbindet.

Vielleicht soll er aber auch nur charmant wirken – schließlich sieht der Schauspieler gut aus und könnte das ein oder andere weibliche Zuschauerherz zum Schmelzen bringen. Ein User aus einem Internetforum mit dem Thread-Titel "Werbung, die mich ankotzt" hat eine andere Idee. E r glaubt an einen Werbetrick: "Dadurch, dass der Typ 'auswärts nuschelt', muss der Verbraucher genauer hinhören, wobei mehr im Oberstübchen hängenbleibt", spottet der User.

Was er damit wohl sagen möchte: Weil wir uns so sehr anstrengen, den Darsteller verstehen zu wollen, hören wir aktiv zu, was er uns über Trivago erzählt. Dadurch prägen wir uns die Werbebotschaft besser ein, als wenn wir uns von ihm nur berieseln lassen.

Das ist der Mann hinter Mr. Trivago

Doch wer ist überhaupt dieser Typ aus der Trivago-Werbung, der für so viel Aufregung sorgt? Bei Mr. Trivago handelt es sich um Mehdi Nebbou. Er ist Schauspieler und wurde 1971 in Frankreich geboren. Er ist der Sohn einer Deutschen und eines Algeriers und lebte zudem länger in Italien. Deshalb spricht Nebbou auch fließend Französisch, Deutsch, Englisch und Italienisch – und das wohl nicht immer ganz akzentfrei.

Er spielte unter anderem in dem indischen Kino-Film "Englisch für Anfänger" (2012) eine Hauptrolle. Zudem trat er 2015 in drei Episoden der preisgekrönten US-Serie "Homeland" auf. In Deutschland war er bereits in mehreren Folgen der Krimi-Reihe "Tatort" zu sehen. Seit 2016 ist er der Trivago-Mann - und sorgt sogar auf Youtube für Lacher:

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