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Die "Freizeit-Krankheit" ist ein weit verbreitetes Phänomen.

"Leisure Sickness"

Darum werden wir immer im Urlaub krank

Es nervt einfach: Raus aus dem Büro, ran an den Strand - doch kaum angekommen, muss die Sonnencreme mal wieder gegen die Reiseapotheke getauscht werden. Warum werden wir im Urlaub so oft krank?

"Leisure Sickness": Unter diesem Begriff haben holländische Psychologen bereits vor einigen Jahren das weit verbreitete Phänomen der pünktlich zum Ferienstart einsetzenden "Freizeit-Krankheit" beschrieben - und wer kennt das nicht? Frisch aus dem Flieger läuft bereits die Nase, der Kopf schmerzt, der Körper rebelliert - dabei wollte man sich in seiner begrenzten Urlaubszeit doch endlich mal von den stressigen Strapazen des Berufsalltags erholen. Doch genau dort liegt in den allermeisten Fällen auch schon der Haupt-Auslöser für das böse Leiden. Es ist schlicht und einfach: Stress.

Wenn der Körper sich entspannt legen die Viren los

Denn auf den abrupten Wechsel zwischen hektischem Arbeitsleben und vollkommener Entspannung reagiert auch unser Körper: Arbeitet man im Büro auf Hochtouren, macht das auch das Immunsystem. Die Stresshormone Cortisol und Adrenalin unterdrücken eine Immunantwort. Bakterien oder Viren müssen darauf warten, bis der Körper überhaupt Zeit hat, sich mit ihnen zu beschäftigen - aber dann legen sie los. Das Resultat: Niesen, Husten, Schniefen und Co.

Laut der anfangs angesprochenen Studie aus den Niederlanden, in deren Rahmen rund 2000 Personen zu ihren Erfahrungen befragt wurden, leiden insbesondere Perfektionisten regelmäßig unter der "Leisure Sickness". Wer im Büroalltag ständig "on fire" ist und hohe Ansprüche an sich selbst stellt, der kann auch im Urlaub schlecht abschalten. Während sich das bei manch einem oft im Streit mit den Mitreisenden äußert, die sich einfach nur entspannen wollen, wird manch anderer in der einsetzenden Ruhephase indes von seinem Immunsystem übermannt und im wahrsten Sinne des Wortes flachgelegt.

Aber wie kann man sich vor der "Freizeit-Krankheit"schützen? Der britische Stress-Management-Coach Neil Shah rät laut Blick.ch: Am besten schon ein bis zwei Wochen vor Urlaubsstart bewusst einen Gang runterschalten - während das im Job oft leichter gesagt, als getan ist, kann man sich zumindest in der privaten Planung langfristiger organisieren und die Vorbereitungen (Reisepass, Impfungen, Koffer packen etc.) mit genug Vorlaufzeit erledigen.

Flieger, Zug und Co.: Vorsicht bei der Anreise

Doch auch wer diese Tipps gewissenhaft verfolgt, ein gewisses Restrisiko bleibt immer: Denn gegen die allgegenwärtige Gefahr der Keim- und Virenschleuder im Transportmittel kann man oft nur mit einem guten Immunsystem und ein bisschen Glück gewappnet sein - insbesondere im Flugzeug besteht ein erhöhtes Risiko, sich über das Belüftungssystem mit Erregern anzustecken und sich so pünktlich seine kleine Urlaubserkältung abzuholen ...

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