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Bald Vergangenheit? Die Suche nach dem richtigen Ticket am Fahrkartenautomat.

Grube verrät die Projekte des Unternehmens

Deutsche Bahn plant spektakuläre Ticket-Neuerung

Berlin - Spektakulärer Plan bei der Deutschen Bahn: Rüdiger Grube kündigt ein neues Ticket-Projekt an, an dem "gerade mit Hochdruck" gearbeitet werde.

Bahn-Chef Rüdiger Grube ließ die Bombe in einem Interview mit der "Wirtschaftswoche" platzen und verriet, dass die Bahn an einem brandneuen Deutschland-Ticket für alle Verkehrsmittel arbeite. Damit sollen die Kunden nicht nur sämtliche Züge in ganz Deutschland nutzen können, sondern auch Bus fahren, Fahrräder und Autos ausleihen und sogar Taxis bestellen können. „Wir sagen, dass wir eine übergreifende nationale Mobilitätskarte brauchen, mit der der Kunde alles machen kann", so Grube. „Daran arbeiten wir gerade mit Hochdruck.“

Bezahlt werden solle dann am Ende des Monats, ähnlich wie bei einer Telefonrechnung. Der Kunde habe die Garantie, dass das System immer den günstigsten Tarif abrechne, so Grube. In trockenen Tüchern ist das Deutschland-Ticket aber noch lange nicht, da in Deutschland die Kommunen und Länder für den Regionbalverkehr zuständig sind. Diese fragmentierte Zuständigkeit bezeichnete Grube in dem Interview als Hindernis auf dem Weg zur Umsetzung.

Automatisiertes Fahren "ein großes Projekt bei der Bahn"

In dem Interview sprach Grube über eine weitere Vision: Automatisiertes Fahren sei "ein großes Projekt bei der Bahn", sagte Grube. Dazu gehöre, dass auch die Bahn "mit Sicherheit in Zukunft Flotten mit fahrerlosen Autos betreiben" werde. Die Deutsche Bahn werbe mit dem Spruch "Diese Zeit gehört Dir" - "das heißt, wir verkaufen Reisezeit als Qualitätszeit", sagte der Konzernchef. Wenn der Betreiber autonom fahrender Autos Gleiches über seine Dienstleistung sagen könne, müsse auch die Bahn autonom fahrende Autos mit in ihr Angebot aufnehmen.

Die Digitalisierung bei der Deutschen Bahn könnte den Job des klassischen Lokomotivführers in naher Zukunft überflüssig machen. "Die Aufgaben des Lokführers und des Fahrdienstleiters werden in Zukunft immer mehr verschmelzen", so Grube. In ein bis zwei Jahrzehnten könnten Züge aus der Betriebszentrale gesteuert werden.

Für eine andere Neuerung ernetet die Deutsche Bahn auch Kritik: Mit ihrer Streckenagent-App geht sie nicht besonders sensibel mit Kundendaten um.

smu/AFP

 

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