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Viele Deutsche haben vom schlechten Wetter die Nase voll und flüchten in die Sonne.

Ab in den Süden

Deutsche flüchten vor Regenwetter

Frankfurt - Nichts wie weg: Viele Bundesbürger haben genug vom Novemberwetter mitten im Mai. Die Reiseveranstalter profitieren von der Flucht in den Süden.

Genervt von Dauerregen und Kälte flüchten die Bundesbürger in die Sonne - die Reiseveranstalter freut es. „Keine Frage, das schlechte Wetter treibt die Deutschen momentan in die Urlaubsflieger. Wir sind mit dem aktuellen Geschäft sehr zufrieden“, sagt eine Tui-Sprecherin. Kurzfristig gebuchte Reisen boomen. „Allein in den letzten zwei Wochen wurden 30 Prozent mehr Pauschalreisen als im vergangenen Jahr gebucht“, berichtet der Chef des Last-Minute-Anbieters L'Tur, Markus Orth. Insbesondere Ziele rund um das Mittelmeer, allen voran Spanien und Griechenland, profitierten vom schlechten Wetter hierzulande.

Wenig Freude bereitet der November mitten im Mai dagegen Hoteliers und Gastronomen in Deutschland. Besonders hart trifft es Ausflugslokale und Biergärten. „Das Jahr hat 365 Tage und abgerechnet wird zum Schluss“, gibt sich ein Sprecher des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbands (Dehoga) dennoch zuversichtlich. Die Prognose für das Gesamtjahr hat die Branche allerdings schon gesenkt. Nach dem strengen Winter und dem verregneten Frühjahr rechnen Hoteliers und Gastronomen nur noch mit einem Umsatzzuwachs von 1,0 Prozent. Ursprünglich hatte die Branche ein Plus von 1,8 Prozent in diesem Jahr erwartet.

Immerhin: Die meisten Urlauber haben die schönsten Wochen des Jahres an Nord- und Ostsee oder in den Alpen lange im Voraus gebucht. Das Deutschland-Geschäft laufe gut, sagt ein Sprecher des Reisekonzerns Thomas Cook. Von der Spontanflucht Sonnenhungriger profitieren die Ziele allerdings nicht. So liegen die Deutschland-Buchungen bei L'Tur in den letzten Wochen weit unter dem Vorjahr. „Wer will jetzt schon an die Nord- und Ostsee“, sagt der Chef von Europas größtem Last-Minute-Anbieter.

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„Am häufigsten zieht es die Sonnenhungrigen derzeit nach Mallorca, an die Türkische Riviera und nach Kreta“, berichtet der zu Thomas Cook gehörende Last-Minute-Anbieter Bucher. Wie stark das Wetter das Buchungsverhalten beeinflussen kann, hat der Deutsche Reiseverband DRV vor einigen Jahren gemeinsam mit den Konsumforschern von der GfK untersucht. Das Ergebnis: Die Buchungen für Sonnenziele stiegen in den regnerisch kühlen Wochen von Ende Mai bis Anfang Juni 2006 um bis zu 23 Prozent.

„Die Buchungszahlen sind im Mai im Vergleich zum Vorjahr stark gestiegen und das trotz vieler Feiertage und damit fehlender Buchungstage“ heißt es bei den Veranstaltern ITS, Jahn Reisen und Tjaereborg, die zu DER Touristik gehören. Für die Hauptreiseziele am Mittelmeer wie Türkei und Spanien gebe es angesichts der starken Nachfrage bereits zu Jahresanfang nur noch wenige Kapazitäten.

Außerhalb der Ferienzeit seien noch genügend Plätze frei für Traumziele und Flugkombinationen nach Wunsch, beruhigt die TUI-Sprecherin. Wer sich jetzt für eine Reise in den Sommerferien entscheide, müsse dagegen flexibler sein.

dpa

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