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Nach Fehlalarmen weiterentwickelt 

Deutschland will mehr Körperscanner einsetzen

Berlin - Anfangs wurden die Geräte als „Nacktscanner“ gebrandmarkt. Doch mittlerweile werden Fluggäste an sechs deutschen Airports mit Körperscannern durchleuchtet - und die Zahl soll weiter steigen.

Die umstrittenen Körperscanner sollen an Deutschlands Flughäfen künftig verstärkt zum Einsatz kommen. „Körperscanner sind nach Bewertung der Bundesregierung das zukünftige Kontrollmittel für die Luftsicherheitskontrolle von Personen“, heißt es in der am Donnerstag bekanntgewordenen Antwort des Innenministeriums auf eine parlamentarische Anfrage der Linken. Derzeit gebe es keine Alternativen, die den gleichen Sicherheitsstandard erreichten. Zudem seien derartige Durchleuchtungsgeräte ab dem 1. September 2015 nach EU-Recht zwingend vorgeschrieben. Die „Berliner Zeitung“ hatte zuerst über die Antworten der Bundesregierung berichtet.

Nach Regierungsangaben sind derzeit insgesamt 14 Körperscanner an sechs deutschen Flughäfen im Einsatz. Im Gegensatz zu Metalldetektoren sind sie in der Lage, auch Pulver, Flüssigkeiten oder andere potenziell gefährliche Gegenstände ohne Metallanteil zu entdecken. Datenschützer äußerten jedoch wiederholt Bedenken gegen die Geräte, die zunächst als „Nacktscanner“ verschrien waren. Zudem gab es in der ersten Testphase vor vier Jahren zahlreiche Fehlalarme.

Linken-Fraktionsvize Jan Korte bezeichnete es deshalb als abenteuerlich, dass der Einsatz der Scanner ausgeweitet werden solle. „Es gab einen Feldversuch, der auf ganzer Linie gescheitert ist - laut Bundesregierung vor allem wegen der hohen Fehlalarmquote und der damit verbundenen langen Abfertigungsdauer“, beklagte Korte in der „Berliner Zeitung“.

Im Schreiben des Innenministeriums heißt es jedoch, die Leistungsfähigkeit der Scanner sei seit damals kontinuierlich verbessert worden. „Die Anzahl der unnötigen Alarme hat sich reduziert.“ Für den menschlichen Körper seien die Geräte gesundheitlich „unbedenklich“. Darüber hinaus bestünden auch keine datenschutzrechtlichen Bedenken mehr, seit auf den Geräten nur noch typisierte Strichmännchen zu sehen seien.

dpa

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