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Verlassen und verschüttet

Diese Geisterstadt in Wales ereilte ein tragisches Schicksal

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Fast vergessen: Dieses Städtchen wurde vor mehr als 50 Jahren wegen einer Reihe von Erdrutschen verlassen. Doch die einstige Schönheit ist noch sichtbar.

Die einst blühende Gemeinde, die auf älteren Karten Pantyfynnon genannt wird, ist heute nicht wiederzuerkennen. Der Ort in Wales ist heute verlassen und bei den meisten Menschen vergessen. Doch die, die damals dort lebten, können sich noch gut an die Geschichte erinnern.

Traurige Geisterstadt mit idyllischer Vergangenheit

Vor rund 50 Jahren spielten in den Straßen von Pantyfynnon Kinder auf der Straße, Rauch stieg aus den Schornsteinen der verträumten Häuser und Menschen bepflanzten in der Idylle ihre Gemüsegärten. Heute weisen Stufen durch Lücken in Steinmauern mit verrosteten, schmiedeeisernen Geländern und verfallene Torpfosten daraufhin, dass dieser Ort einst ein malerisches Städtchen war. Das vergessene Dorf war einst Teil der Hauptstraße zwischen der walisischen Stadt Swanseas und dem westlichen Teil des Brecon Nationalparks. Bis zu dem Tag, als ein Erdrutsch alles veränderte.

Rosalyn Davies ist in der Gegend aufgewachsen. Sie kannte die Stadt, noch bevor der "Moving Mountain" sie zerstörte. Gegenüber dem Newsportal Mirror sagt sie: "Hier war eine ganze Gemeinde. Das war mein Zuhause und wird immer mein Zuhause sein. Es müssen insgesamt rund 100 Häuser verschüttet worden sein. Es ist schrecklich; man verliert nicht nur sein Haus, man verliert sein Zuhause." Wenn sie heute spazieren gehe, kämen die Erinnerungen an vergangene Zeiten zurück. Zumindest aber seien es glückliche Erinnerungen. "Wir haben eine Gemeinschaft verloren."

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Gefährlicher Erdrutsch

Heute ist Pantyfynnon ein Geisterdorf. Es sei dort heute ziemlich unheimlich, wie Davies erzählt. "Es war früher eine sehr glückliche Gemeinschaft. Sehr eng verbunden." Aktuell seien auch Nachbarorte von Erdrutschen betroffen: Vier derartige Ereignisse habe es in den letzten zwölf Monaten gegeben. Daraufhin wurden Abrissmaßnahmen eingeleitet, ein Großteil der Immobilien im Nordwesten der Straße seien abgerissen worden. Das Gebiet ist in den letzten 60 Jahren immer wieder in Mitleidenschaft gezogen worden.

Rosalyn Davies kennt das Gefühl nur zu gut, sein Haus räumen zu müssen. Denn ihr und ihrer Familie passierte das gleich zwei Mal: "Als ich acht oder neun Jahre alt war, lebten wir in der Church Road und ich kann mich erinnern, wie auf einmal der Berg ins Rutschen geriet."

Der 69-Jährige fügt hinzu: "Ich kann mich daran erinnern, ein Geräusch zu hören und vor die Haustür zu treten." Sie habe einen Doppeldeckerbus verkehrtherum den Hügel hinunterrutschen sehen, Tonnen von Schlamm trugen ihn.

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Die Familie zog danach in einen Bungalow ein Stück weiter, doch kam es durch die Erdbewegung des Berges zu Rissen in der Straßen und so mussten sie auch dieses neue Zuhause wieder verlassen. "Es brach mir das Herz, aber man konnte immer hören, wie Steine den Berg hinunterrollen."

Der unvermeidliche Erdrutsch, der letztlich zur Schließung der Straße führte, kam 1960. Die Skelette der abgerissenen Gebäude zieren jetzt die Gegend. Gasthäuser, eine kleine Pfingstkirche, die ehemalige Billardhalle des Ortes, eine Metzgerei und weitere Geschäfte sind nur noch Ruinen.

Vor den Reihen der vergessenen Häuser kann Davies noch aufgeregte Schreie längst vergangener Kinderfreunde wahrnehmen. "Ich habe ziemlich viele Schulfreunde verloren, weil sie weggezogen sind. Sie hatten keine Wahl."

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sca

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Rubriklistenbild: © Youtube

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