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Dieses Kunstwerk werden sie auf Teneriffa nicht zu sehen bekommen - dort ist zum Leidwesen der Kinder Sandburg bauen verboten.

Ins Meer pinkeln & Co.

An diesen Stränden herrschen die zehn skurrilsten Verbote

Ins Meer pinkeln, Steine mitnehmen oder sich auf den Boden setzen: In manchen Mittelmeerländern gibt es die kuriosesten Verbote - mit saftigen Bußgeldern.

Wer in den Urlaub fährt, der will den Kopf abschalten und die Seele baumeln lassen. Doch leider passiert es, dass sich viele nicht von ihrer besten Seite zeigen – und die Sitten oder Gebräuche des Reiseziels bewusst oder unbewusst missachten.

Doch besonders rund ums Mittelmeer gibt es einige Touristenzentren, an denen teils kuriose Verbote gelten. Hier erfahren Sie zehn der skurrilsten "Verbrechen", für die es laut express.de ein saftiges Bußgeld winkt:

Pinkeln im Meer

An den Sandstränden der Gemeinde Lepe im Südwesten Spaniens nimmt man es ganz genau, was das Pinkeln in der Öffentlichkeit gehört. Beziehungsweise im Meer – wer dort hineinpinkelt und dabei erwischt wird, muss mit einer Geldstrafe von bis zu 750 Euro rechnen.

So wolle die Gemeinde angeblich die Touristen dazu animieren, mehr auf die Umwelt zu achten. Die Frage ist allerdings: Wie will sie diese Pinkler im Meer überhaupt ausfindig machen?

Sandburgen bauen

Für viele Kinder gibt es nichts Schöneres, als alleine oder mit den Eltern eine Sandburg am Strand zu bauen. Stundenlang können sie sich damit beschäftigen – und die Eltern können entspannen.

Doch an einigen Stränden auf Teneriffa ist das verboten – angeblich aus "ästhetischen Gründen" - ansonsten droht Bußgeld. Allerdings gilt das Verbot nur bei größeren Sandburgen und Figuren – doch wer entscheidet, wie groß eine große Sandburg ist?

Am nordspanischen Strand von Santander sieht es nicht besser aus – hier darf am besten niemand Spaß haben – oder Sport machen.

So sind Ballspiele, das Surfen sowie Reiten verboten sowie Musik hören oder gar essen.

Am Strand von Rom in Ostia dürfen Sie zwar Sandburgen bauen und essen – allerdings ist das Anlehnen an Ruderboote strengstens verboten.

Skateboards besser verhüllen

Wer mit seinem Fahrrad, seinen Inlineskates oder eine Skateboard zum Strand von Valencia fährt, der sollte am besten auch gleich ein großes Bettlaken mitbringen. Der Grund dafür: Sie müssen, wenn abgestellt, sofort verhüllt werden.

Angeblich soll die Stadt massive Probleme mit Fahrrad- und Skate-Rowdys gehabt haben. Deshalb ist es auch nicht bei der kuriosen Strandverordnung geblieben – auch das Fahren auf Bürgersteigen oder Fußgängerzonen ist ausdrücklich verboten.

Ein Sprecher der Stadt sagt, die Maßnahme sei dringend notwendig, damit es auf den Straßen von Valencia endlich wieder "zivilisiert" zugehe.

Sex am Strand

Wenn die Temperaturen steigen und die Kleidung knapper wird, ist oft kein Halten mehr – und wilde (Sex-)Partys am Strand sind dann keine Seltenheit.

Nicht nur am Ballermann wird kräftig gefeiert und Bußgelder verteilt, auch am Strand des katalanischen Tossa de Mar soll das Treiben zu bunt geworden sein.

Deshalb ist es dort nun strikt untersagt, am Strand Sex zu haben oder Junggesellenpartys zu feiern.

Mit Seife im Meer waschen

Auch in Benidorm an der spanischen Costa Blanca gelten strenge Vorschriften: Hier sind weder Strandtennis oder andere Sportarten gestattet, noch dürfen Touristen am Strand übernachten.

Doch das wohl kurioseste Verbot ist, weder Küchengeräte noch sich selbst im Meer mit Seife oder Shampoo reinigen zu dürfen. Der Umwelt zuliebe, versteht sich.

Liegestuhl reservieren

Besonders die Deutschen dürfte dieses Verbot am Badeort Torrox an der Costa del Sol in Málaga nicht erfreuen: Hier ist es nämlich ausdrücklich untersagt, Dinge am Strand zu reservieren.

Egal, ob Liegestühle, Sonnenschirme oder Handtücher – wer Gegenstände reserviert, dem werden sie weggenommen.

Tempelsteine mitnehmen

Postkarten, Süßigkeiten oder Anhänger: So manche bringen gerne ein kleines Souvenir für die Lieben zuhause mit. Wer aber etwas Besonderes möchte und aus antiken Tempeln Steine klaut, der bekommt Ärger mit der griechischen Polizei.

Allerdings geht deren Liebe zum Gestein sogar so weit, dass Sie am Ende eine Nacht auf Polizeistation verbringen können, wenn Sie nur ein Steinchen vom Wegesrand aufheben.

Erst wenn ein Experte geprüft hat, dass es sich hierbei nicht um etwas archäologisch Relevantes handelt, dürfen Sie wieder gehen.

Stehenbleiben

Wer in Venedig trödelt oder auf den zahlreichen Brücken stehen bleibt, um noch schnell ein Foto von der beeindruckenden Lagunenstadt zu schießen, der kann ganz schnell belangt werden.

Denn es gibt mehrere Schilder, die Touristen darauf hinweisen, auf den kleinen Brücken nicht stehenzubleiben. Ansonsten droht Staugefahr – und das behindert wiederum die Einwohner.

Oben-ohne am Strand

Wer sich im Italien-Urlaub am Strand oben-ohne machen möchte, der sollte besser aufpassen. Denn Italien ist erzkatholisch – nackte Blöße in der Öffentlichkeit zur Schau stellen kommt hier nicht gut an.

Doch nicht nur Frauen müssen sich obenrum bedecken, auch Männer dürfen mit nackter Brust nicht ohne Strafe spazieren gehen oder im Park liegen.

Diese Urlauberin schert sich nicht um Verbote - sie geht lieber nackt auf große Fahrt. Und postet die heißen Fotos auf Instagram.

Sitzen im Stadtzentrum

Wer beim Städtetrip mal schlapp macht und sich beim Sightseeing in Rom oder Florenz zwischendurch mal hinsetzen möchte, sollte sich vorher erst mal umschauen, ob das überhaupt erlaubt ist. Besonders die Brunnen von Rom stehen unter besonderem Schutz der Stadt.

Wer sich zum Beispiel auf den Rand des Trevi-Brunnens setzt, um ein Päuschen zu machen, wird wohl von einem Polizisten schnell verscheucht. Wer sich erdreistet, im Brunnen zu baden, dem droht sogar eine Geldstrafe von bis zu 500 Euro.

Florenz geht da schon subtiler und schlauer vor: Die Stadt lässt die Kirchenplätze im Zentrum zur Mittagszeit einfach nass spritzen – damit sich Touristen ja nicht erlauben, sich hinzusetzen oder gar zu essen.

Falls Sie wissen wollen, welcher Traumstrand für den Sommerurlaub zu Ihnen passt, dann lesen Sie hier weiter.

Auch interessant: Diese 25 Strände machen im Sommerurlaub gute Laune.

jp

Die 25 besten FKK-Strände und -Hotels der Welt

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