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Fernbus

Preiswahnsinn rund um die Feiertage

Fernbusse zu Weihnachten mehr als 100 Prozent teurer 

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München - An Weihnachten wird viel gereist. Das haben auch die Fernbusunternehmer von FlixBus gemerkt-  und verlangen zu den Feiertagen teilweise ein vielfaches des Original-Preises.

Nicht nur die Deutsche Bahn profitiert vom erhöhten Reiseaufkommen in der Adventsszeit. Auch die Fernbus-Anbieter wittern ihre Chance, am Weihnachtsgeschäft kräftig mitverdienen zu können. Je näher es auf die Feiertage zugeht, desto höher werden die Preise. Am 23. Dezember wird schließlich teilweise mehr als das Doppelte des Normal-Preises verlangt.

FlixBus als der große Gewinner

Vor allem der Anbieter Flixbus profitiert von der Preisexplosion. Nachdem sich nach und nach fast alle großen Fernbus-Unternehmen, nach kurzer Zeit, wieder aus der Branche zurückgezogen hatten, schloss sich Flixbus im Jahr 2015 mit dem letzten wirklich großen Konkurrenten MeinFernbus zusammen. Seit 2016 fahren die Busse nur noch unter dem Namen Flixbus, die MeinFernbus-Seite im Internet ist allerdings immer noch für Buchungen aktiv. So schlägt der Preis-Hammer, den Flixbus betreibt, gleich an zwei Stellen zu. Dasselbe gilt für alle Linien des grenzüberschreitend agierenden Billig-Anbieters Megabus, dessen gesamtes Europa-Reisen-Angebot am 1. Juli 2016 ebenfalls von FlixBus übernommen wurde sowie für das Liniennetz des ebenfalls aufgekauften Konkurrenten Postbus.

Über 100 Prozent Aufschlag

Wer also beispielsweise am 15. Dezember von Köln nach Hamburg fahren will, muss dafür am 15. Dezember 19 Euro Euro zahlen (Stand 1.12.) - am 23. Dezember dagegen steigen die Preise von 39,90 Euro auf bis zu verrückte 87,50 Euro. Ebenso sieht es bei einem Vergleich Hannover/ Frankfurt (19 Euro/ ab 39,50 Euro - mindestens 113 Prozent Aufschlag) und Berlin/ München (19 Euro/ ab 39, 50 Euro - mindestens 108 Prozent Aufschlag) aus.

Aus den  unschlagbar preisgünstigen Megabus-Angeboten schlägt Flixbus das größte Kapital. Kostet die Strecke Hannover-Nürnberg an manchen Tagen nur einen einzigen Euro, muss man am 23.12. ganze 39,50 Euro bezahlen. Dies bedeutet einen Anstieg um das 38-fache des Original-Preises.

FlixBus dementiert

Auf Bild.de weist eine Flixbus-Sprecherin die Vorwürfe allerdings vehement zurück.  „Die Preisspanne ist dieselbe wie immer, aber viele Kunden haben einfach schon früh gebucht. Wer früher bucht, bekommt die günstigsten Tickets, aber die Preise sind die selben wie immer. Ehrlich!“ Komisch nur, dass Fahrten, die zeitlich noch vor Weihnachten liegen, dennoch günstiger sind. 

Die Fernbusse profitieren trotz des starken Preisanstiegs davon, dass sie dennoch noch immer weit hinter den Preisen der Deutschen Bahn zurückbleiben. Doch dafür muss man Geduld mitbringen. Wer nämlich die günstigste Hannover-Nürnberg-Fahrt für 39,50 Euro im Fernbus bucht, muss laut Fahrplan mit mindestens 7:15 Stunden Fahrzeit rechnen - etwaige Staus noch nicht eingeplant. Mit der Bahn hingegen kann man bereits nach drei Stunden am Ziel sein.

kah

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