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Die kleinen Beutel mit Flüssigkeiten sind bald keine Pflicht mehr - doch bei den neuen Kontrollen droht ein Chaos.

Flughäfen warnen vor Chaos beim Einchecken

Berlin - In einem soll das Verbot von Flüssigkeiten fallen. Dann werden Flaschen mit einer speziellen Technik kontrolliert. Doch die Flughäfen warnen schon jetzt: Es wird Chaos bei den Kontrollen geben.

Der für 2013 geplante Wegfall des EU-weiten Flüssigkeitsverbots auf Linienflügen wird nach Ansicht der deutschen Flughäfen in einem Chaos enden. Die Neuregelung sei unausgegoren und so unzulänglich vorbereitet, dass sie zum „Erliegen der Passagierführung im Flughafenterminal führen“ werde, erklärte der Flughafenverband ADV am Mittwoch in Berlin.

Seit 2006 müssen alle Fluggäste in Europa Flüssigkeiten im Handgepäck in einem transparenten Ein-Liter-Plastikbeutel mitführen. Wer das nicht beachtet, muss alle übrigen Flüssigkeiten bei der Sicherheitskontrolle entsorgen. Das führt zu einem täglichen Flüssig- und Flaschenmüllaufkommen von fünf bis sechs Tonnen.

Am 29. April 2013 soll die Regelung fallen. Flüssigkeiten dürfen in größeren Mengen mitgenommen, sollen aber mit großen und teuren Scannern kontrolliert werden. Laut ADV gibt es jedoch „keine Chance, bis dahin alle Kontrollspuren an über 450 Flughäfen in Europa rechtzeitig mit Geräten auszustatten“.

Der Verband sprach von einem „völligen Fehlgriff“: „Die schlimmsten Befürchtungen der deutschen Flughäfen werden noch übertroffen!“ Weder sei die Sicherheitstechnologie verfügbar, noch gebe es Konzepte für Musterkontrollstellen, so dass keine Pläne für bauliche Anpassungen erstellt werden könnten. „Fehlanzeige bei der Schulung des Kontrollpersonals, Probebetrieb unter Praxisbedingungen nicht vorgesehen“, kritisierte der ADV weiter.

dapd

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