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Familie bringt Souvenir aus Urlaub mit – jetzt drohen 10.000 Euro Bußgeld

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Von: Franziska Kaindl

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Diani Strand in Kenia.
Kenia-Urlauber haben unter Artenschutz stehende Muscheln mit nach Deutschland gebracht – mit Folgen. © Christine Nöh/Imago

Eine Familie brachte aus ihrem Kenia-Urlaub ein Souvenir mit. Am Berliner Flughafen wurde es allerdings vom Zoll beschlagnahmt – es droht ein saftiges Bußgeld.

Muscheln sind ein beliebtes Souvenir, das Reisende von ihrem Strandurlaub mit nach Hause bringen wollen – allerdings ist das nicht in jedem Land erlaubt und kann ein Bußgeld nach sich ziehen. Eine Familie, die kürzlich von einer Kenia-Reise zurückkehrte, brachte sogar zwei Schalen der sogenannten Großen Riesenmuschel mit nach Deutschland – dafür droht nun ein Bußgeld von rund 10.000 Euro.

Illegal eingeführt: Muschelschalen stehen unter Artenschutz

Der Zoll am Berliner Flughafen entdeckte die Muschelschalen im Reisegepäck der Familie, wie das Potsdamer Hauptzollamt laut einem Bericht der Deutschen Presse-Agentur am Mittwoch mitteilte. Das Souvenir steht allerdings unter Artenschutz und hätte deshalb beim Zoll angemeldet werden müssen.

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Laut einem Sprecher des Zolls sei es „kein Kavaliersdelikt“ geschützte Tiere nach Deutschland einzuführen. Die Große Riesenmuschel ist mit einem Gewicht von 350 Kilogramm und einem Durchmesser von bis zu 1,40 Meter die größte bekannte Muschelart. Zudem steht sie auf der Liste des Washingtoner Artenschutzübereinkommens, da sie vom Aussterben bedroht ist.

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Die Schalen, die von der Familie mitgeführt wurden, brachten insgesamt stolze 30 Kilogramm auf die Waage. Nun wurden sie allerdings vom Zoll beschlagnahmt. Den Urlaubern droht ein Bußgeld von bis zu 10.000 Euro. (fk)

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