Um die Verbreitung des Coronavirus über Flugreisen zu vermeiden, gibt die UN-Luftfahrtorganisation Empfehlungen.
+
Um die Verbreitung des Coronavirus über Flugreisen zu vermeiden, gibt die UN-Luftfahrtorganisation Empfehlungen.

UN-Luftfahrtorganisation

Flugreisen in Corona-Zeiten: Muss der Mittelsitz nun freigelassen werden?

  • Franziska Kaindl
    vonFranziska Kaindl
    schließen

Im Juni nehmen einige Airlines wieder den Betrieb auf. Viele Reisewillige fragen sich aber, wie man sich an Bord nun verhalten soll. Das ist bisher bekannt.

  • Ab Juni bieten einige Fluggesellschafen wieder Flüge an.
  • Wie Passagiere sich verhalten sollten, erklärt nun die UN-Luftfahrtbehörde in einem Papier.
  • Muss der Mittelsitz nun freigelassen werden?

Langsam aber sicher scheint wieder Normalität in den Alltag einzukehren: Seit dem Beginn der weltweiten Corona-Pandemie fürchteten viele Deutsche, dass ihr Sommerurlaub ins Wasser fallen muss. Nun gibt es wieder Hoffnung, dass die heißen Tage doch am Strand irgendwo im Süden verbracht werden dürfen. Wer dazu in ein Flugzeug steigen will, steht aber vor der Frage: Mundschutz ja oder nein? Muss der Mittelsitz freigelassen werden? Die UN-Luftfahrtorganisation (International Civil Aviation Organization, ICAO) hat Empfehlungen abgegeben und appelliert damit an Regierungen, Behörden, Fluggesellschafen und Flughafenbetreiber.

Verhalten am Flughafen in Corona-Zeiten

Innerhalb der Flughäfen empfiehlt die IACO das Tragen von Atemschutzmasken und so wenig physischen Kontakt wie möglich - zum Beispiel bei Sicherheitskontrollen. Hier sollen nach Ansicht der Luftfahrtorganisation vermehrt "kontaktlose" Möglichkeiten wie Gesichts- oder Iriserkennung angewendet werden. Zudem sollen Passagiere nur elektronische Tickets benutzen und keine aus Papier. Fluggäste sollen außerdem einen medizinischen Nachweis darüber erbringen, dass sie negativ auf das Coronavirus getestet wurden und sowohl vor als auch nach dem Flug ihre Temperatur messen lassen.

Video: Das sind die schlimmsten Flugpassagiere

Auch interessant: Dieses Verhalten im Flugzeug bringt die Crew auf die Palme.

Corona: Verhalten im Flugzeug

Im Flugzeug selbst plädiert die Luftfahrtorganisation für das Einhalten von mindestens einem Meter Abstand zwischen den Passagieren. Davon, dass der Mittelsitz freigelassen werden soll, ist aber nicht explizit die Rede. Fluggesellschaften hatten sich dagegen ausgesprochen, da es sich als unrentabel erweisen würde. Stattdessen bittet die IACO darum, die Passagiere so gut wie möglich zu verteilen, wenn es die Auslastung zulässt. An Bord sollen sich die Fluggäste am besten nicht vom eigenen Platz fortbewegen und Schlangen vor den Toiletten vermeiden. Die Crew hingegen soll laut IACO mit einer speziellen Schutzausrüstung, bestehend aus medizinischen Masken, Schutzschirmen fürs Gesicht und Handschuhen, ausgestattet werden.

Da es sich bei den Empfehlungen der IACO um keine festen Vorgaben handelt, sind Fluggesellschaften jedoch selbst dafür verantwortlich, wie sie in Zeiten von Corona operieren wollen. Bei der Lufthansa wird zum Beispiel eine Maskenpflicht durchgesetzt und jeder Passagier darf nur noch ein Handgepäckstück mit an Bord bringen. Auch der Bordservice wird eingeschränkt, bei einer Flugdauer von unter 50 Minuten gibt es vorerst keine Getränke mehr auf die Hand, informiert die Airline.

Lesen Sie auch: Ab in den Urlaub: Alles zum Thema Reisen mit Flugzeug, Kreuzfahrtschiff oder im Auto.

Airlines & ihre Flugbegleiterinnen

Airlines & ihre Flugbegleiterinnen

Auch interessant

Kommentare