Frühlingserwachen im Herzen des Bayerischen Waldes

- Wanderern und Naturliebhabern zeigt sich die Umgebung der Glasstadt Zwiesel im Naturpark Bayerischer Wald jetzt von seiner schönsten Seite: Nach dem langen schneereichen Winter steht im Frühling die Natur im Tal schon in voller Blüte, auf den Bergen dagegen findet man noch Schneereste.

Besondere Kleinode für Naturliebhaber sind die Hochmoore und Schachten entlang der Grenze zu Böhmen. Markierte Wege durch Wälder und Wiesen laden zum Wandern ein, sanft geschwungene Panoramawege um die Dörfer, aber auch anspruchsvolle Steige zu einem der "Tausender" um den Luftkurort. Die Hütten dort oben öffnen ab 1. bzw. 15.Mai, denn vorher hat der Winter die Berge meist noch fest im Griff!

Zwei besonders schöne Wanderstrecken gerade im Frühling führen entlang dem Regen am Flusswanderweg zur gleichnamigen Kreisstadt oder in den Grenzort Bayer.Eisenstein. Auch "Wandern ohne Gepäck" bietet Zwiesel an. Der "Gläserne Steig" führt auf 99 km Strecke von der Nordseite des Arbers über Zwiesel bis nach Grafenau, entlang des Grenzkammes. Für Gepäcktransport und Unterkunft auf dieser 5-Tages-Tour sorgen die Verkehrsämter an der Strecke, ab Mai werden die ersten Termine dieser organisierten Tour angeboten.

Auch Radler, vor allem Mountain-Biker, kommen auf ihre Kosten: Eine Radwanderkarte zeigt alle Strecken der Region am Nationalpark. Die anstrengendsten führen bis auf die Gipfel der Berge, es gibt aber auch familienfreundliche Touren entlang der Flüsse mit nur wenigen Höhenmetern Unterschied. Die ideale Möglichkeit, um sich dann nach einer schweißtreibenden Wanderung zu entspannen, ist dann ein Besuch des neuen Bayerwald-Saunadorfes mit fünf verschiedene Saunen und einem Solebecken im Freien. Gleich nebenan kann man im Erlebnisbad seine Runden ziehen oder sich im warmen Außenbecken mit Strömungskanal entspannen.

Zwiesel ist vor allem Glassammlern und -liebhabern ein Begriff, denn seit fast 600 Jahren - genauer gesagt seit 1421 - wird hier Glas hergestellt und veredelt. Bis 1421 Bis heute wird in drei Glashütten und über zehn kleineren Werkstätten das kunstvolle Handwerk der Glasherstellung und -veredelung ausgeübt. Der Besuch in den Hütten ist ein Erlebnis, denn Schnelligkeit und Kunstfertigkeit der Glasmacher faszinieren. Die Glasabteilung im Waldmuseum oder im "Kleinen Schloß Theresienthal", einem Werksmuseum der gleichnamigen Glashütte, macht mit der großen Glasvergangenheit der Region unterm Arber vertraut. Das Waldmuseum bietet in einer seiner interessanten Abteilungen auch eine Miniaturnachbildung eines Glasmacherdorfes um 1850.

Ein besonderes Schmankerl für Bahnfans: Der "Böhmerwald-Courier" ins tschechische Nachbarland fährt ab Mitte Mai die Gäste ab Zwiesel in die Kleinstadt Klattau/Klatovy: dort kann man in einer original eingerichteten Barockapotheke die kuriosen Heilmittel vergangener Zeiten bestaunen oder sich in den Katakomben unter dem Schwarzen Turm gruseln.

Weitere Höhepunkte eines Urlaubs in der Glasstadt: die Glasnacht Mitte August, die Glasauktion Anfang Juni, das bunte Grenzlandfest im Juli, mit dem Brauereiwagen-Geschicklichkeitsfahren oder auch die Glastage im Herbst, eine Glaskunstausstellung von Betrieben aus dem Bayerischen Wald.

Auch die Preise können sich sehen lassen: Gut ausgestattete Gästezimmer stehen ab 30 Euro pro Nacht bereit, geräumige Ferienwohnungen ab 35 Euro, außerdem zwei Campingplätze.

Informationen:

Kur - und Touristikinformation Zwiesel, Stadtplatz 27, 94227 Zwiesel

Mail: zwiesel.tourist@t-online.de; www.zwiesel-tourismus.de

Tel: 09922 - 8405-23, Fax 09922-8405-28

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