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Check-in im Hotel: Manager verrät die anstrengendste Angewohnheit von Gästen

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Von: Franziska Kaindl

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In ihrer Urlaubsunterkunft sollen Reisende sich wie zu Hause fühlen – allerdings gibt es ein paar Regeln und Gepflogenheiten, die beachtet werden sollten.

Wer ein Hotelzimmer bucht, tut dies mit gewissen Erwartungen: Die Unterbringung soll sauber, die versprochene Ausstattung vorhanden und der Service freundlich sein. Umgekehrt haben aber auch die Hotelmitarbeiter die ein oder andere Erwartung an ihre Gäste. Was die häufigsten – und nervigsten – Fehler von Reisenden sind, hat ein Hotelmanager nun dem Portal Well + Good verraten.

Hotelaufenthalt: Ohne Vorankündigung zu früh zum Check-in erscheinen

Hotels geben in der Regel immer eine Uhrzeit an, ab wann der Check-in möglich ist – doch nicht alle Gäste achten darauf, wie Kevin Gilbert, der Hotelmanager des Boutique Hotels Senna House in Scottsdale im US-Bundesstaat Arizona, sagt. Ein früheres Erscheinen bringt den Zimmerservice nämlich in Bedrängnis, da die Reinigung der Räume womöglich noch nicht abgeschlossen ist. Daher gilt unabhängig davon, ob Reisende eine frühere Ankunft planen oder sich die Anfahrt als kürzer als gedacht herausstellt: Gäste sollten dem Hotel so früh wie möglich Bescheid geben – am besten noch am Tag vor der Ankunft –, wenn sie früher einchecken wollen. Dasselbe gilt auch für ein späteres Auschecken.

Eine Frau checkt an der Hotelrezeption ein und nimmt den Zimmerschlüssel entgegen.
Wer früher einchecken möchte als geplant, sollte dem Hotel rechtzeitig Bescheid geben. © Imago/ingimage

Hotels würden immer ihr Bestes geben, um den Gästen entgegenzukommen. „Im schlimmsten Fall können wir anbieten, das Gepäck bis zum Einchecken oder nach dem Auschecken aufzubewahren“, so Gilbert. In diesem Fall erhoffen die Hotelmitarbeiter sich ein wenig Verständnis von den Gästen. Nicht immer sei das aber der Fall: „Manche Leute, die früh auftauchen, erwarten, dass sie das Zimmer um 11 Uhr morgens bekommen und nicht zur vereinbarten Zeit.“

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Was Hotelmitarbeiter nervt: Die magischen Wörter „Bitte“ und „Danke“ vergessen

In den allermeisten Bereichen des Lebens kann Wertschätzung wahre Wunder bewirken – auch in der Hotelbranche. Kleine Gesten und Worte würden beim Personal eine große Wirkung haben, wie Gilbert meint: „Die Mitarbeiter freuen sich, wenn sie ‚Bitte‘, ‚Danke‘ oder ‚das haben Sie toll gemacht‘ hören. Wenn die Leute höflich sind, läuft alles ein bisschen besser.“

Auch mit etwas Trinkgeld könnten sich Hotelgäste erkenntlich zeigen, so der Hotelmanager. Ein einheitliches Trinkgeld würde es nicht geben, doch in den USA erhalten Barkeeper und Bedienungen in der Regel 20 Prozent. Dem Zimmermädchen gibt Gilbert 2 Dollar pro Tag und hinterlegt das Geld in einem Umschlag an der Rezeption, damit es auch beim Personal ankommt. Auch in Deutschland sind 2 Euro pro Übernachtung angemessen, wie das Online-Portal Reisereporter berichtet. Eine pauschale Empfehlung gibt es laut dem Deutschen Hotel- und Gaststättenverband e.V. (Dehoga) jedoch nicht.

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Lautstärke während der Ruhezeit

In vielen Hotels gilt laut Gilbert eine Ruhezeit – meistens von 22 Uhr bis 7 Uhr. Zwar sei ein gewisses Maß an Lautstärke zu erwarten, doch in Gemeinschaftsbereichen wie dem Aufzug oder auf dem Zimmer sollte auf laute Musik oder Partys verzichtet werden. Wenn Ruhezeiten nicht eingehalten werden, müssen es meistens die Hotelangestellten ausbaden – zu ihnen kommen spätabends nämlich lärmgeplagte Gäste, um sich zu beschweren. Generell sei es laut dem Hotelmanager eine Frage der Höflichkeit, auf andere Reisende während des Aufenthalts im Hotel Rücksicht zu nehmen.

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