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Vor allem am Gründonnerstag und Ostermontag müssen Autofahrer mit Staus und Behinderungen auf den Autobahnen rechnen. Foto: Julian Stratenschulte/dpa

Verkehrsprognose

Geduldsprobe zu Ostern: Viele Staus auf den Autobahnen

Osterfest und Schulferien - das dürfte am Feiertagswochenende auf Deutschlands Autobahnen zu langen Staus führen, so die Prognose von ADAC und ACE. Zu bestimmten Zeiten und auf einigen Strecken ist die Staugefahr besonders hoch.

Stuttgart (dpa/tmn) - Von Gründonnerstag bis Ostermontag werden die Nerven vieler Autofahrer auf eine harte Probe gestellt. Der Reiseverkehr auf den Fernstraßen dürfte laut Auto Club Europa (ACE) und des ADAC am langen Feiertagswochenende vom 13. bis 17. April für lange Staus sorgen.

Dies wird insbesondere auf den typischen Hauptreiserouten der Fall sein. Der ADAC spricht von "Staustufe Rot". Bis auf Hamburg sind über Ostern alle Bundesländer in den Schulferien.

Gedulden müssen sich Autofahrer vor allem auf dem Weg in Richtung Alpen und zu den Küsten von Nord- und Ostsee. Aber auch rund um die Großräume Rhein-Ruhr und Rhein-Main sowie die Städte Berlin, Hamburg, München und Stuttgart ist mit Behinderungen zu rechnen. Als Tag mit der größten Staugefahr gilt der Gründonnerstag, an dem sich vom frühen Mittag an bis circa 20.00 Uhr die Straßen füllen werden.

Die Verzögerungen dürften am Karfreitag vor allem zwischen 10.00 und 15.00 Uhr weitergehen. Allerdings bringt das Lkw-Fahrverbot etwas Erleichterung im Verkehrsfluss, so der ACE. Die Stoßzeiten am Samstag liegen etwa zwischen 10.00 und 17.00 Uhr. Der Sonntag dürfte etwas ruhiger ausfallen, bevor mit dem Ostermontag der Haupttag für die Rückreise beginnt. Zwischen 11.00 und 20.00 Uhr sollten die Autofahrer dann mit Verzögerungen, Behinderungen und Staus rechnen - vor allem in Richtung Norden und Westen. Die möglichen Staustrecken:

A 1 Lübeck - Hamburg - Bremen - Dortmund - Köln, beide Richtungen
A 2 Dortmund - Hannover - Berlin, beide Richtungen
A 3 Oberhausen - Köln - Frankfurt - Würzburg - Nürnberg - Passau
A 4 Kölner Ring
A 5 Kassel - Frankfurt - Karlsruhe - Basel
A 6 Kaiserslautern - Mannheim - Heilbronn - Nürnberg, beide Richtungen
A 6 Kaiserslautern - Mannheim: Vollsperrung zwischen Ludwigshafen-Nord und Mannheim-Sandhofen in beiden Richtungen vom 14. April (21.00 Uhr) bis 15. April (5:00 Uhr)
A 7 Hamburg - Hannover - Würzburg - Füssen/Reutte
A 8 Karlsruhe - Stuttgart - München - Salzburg
A 9 München - Nürnberg - Berlin, beide Richtungen
A 10 Berliner Ring
A 61 Mönchengladbach - Koblenz - Ludwigshafen
A 81 Heilbronn - Stuttgart - Singen
A 93 Kufstein - Inntaldreieck
A 95 / B2 München - Garmisch-Partenkirchen
A 99 Umfahrung München

Auch in Österreich und in der Schweiz sorgen über Ostern viele Autofahrer auf den Transitrouten, rund um die Ballungsräume und in den Skigebieten für starken Reiseverkehr. Dies gilt bereits vom Donnerstagnachmittag an bis in den Abend hinein und vor allem auch für den Samstag. Am Montag dürfte dann in den Alpenländern starker Rückreiseverkehr in nördliche Richtung aufkommen. Aufgrund von Grenzkontrollen dürfte es an Österreichs Grenze zu Deutschland längere Wartezeiten geben. Die größte Staugefahr sieht der ADAC für die Übergänge Suben (A 3 Linz - Passau), Walserberg (A 8 Salzburg - München) und Kiefersfelden (A 93 Kufstein - Rosenheim).

ACE-Stauprognose

ADAC-Stauprognose

ADAC-Stauprognose als Video

Aussteigen ist nicht erlaubt

Auch wenn es noch so drückt: Im Stau dürfen Autofahrer ihr Fahrzeug grundsätzlich nicht verlassen. Tun sie es dennoch, etwa um kurz auszutreten, droht ein Bußgeld von 10 Euro. Darauf weist der ADAC hin.

Eltern dürfen auch nicht auf dem Standstreifen anhalten oder aussteigen, etwa um ein Kind zu wickeln. Hierbei drohen 30 Euro Verwarnung. In solchen Fällen müssen Autofahrer bis zum nächsten Park- oder Rastplatz weiterfahren. Aussteigen dürfen die Fahrer nur im Notfall, um etwa eine Pannen- oder Unfallstelle abzusichern.

Wenn sich aber etwa bei einer Vollsperrung die Autobahn für längere Zeit staut, liegt es im Ermessen der Polizei, ein kurzes Aussteigen zu dulden und auf eine Anzeige verzichten, so der ADAC. Allerdings dürfen die Autofahrer auch in diesem Fall keine Rettungskräfte behindern.

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