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Die Bräuche an Silvester sind auf der ganzen Welt verschieden.

Jahreswechsel

Gelbe Unterwäsche und Linsensuppe? Skurrile Silvesterbräuche weltweit

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Bleigießen war gestern: Wer die Silvesternacht in fernen Ländern verbringt, ist überrascht, wie unterschiedlich die Nationen den Jahreswechsel verbringen.

Während die Mallorquiner beispielsweise auf Trauben als Glücksbringer setzen, verzichten die Sarden ungern auf einen Teller Linsen. Die Kolumbianer rennen gar in der gelben Unterhose um den Block, damit das neue Jahr Segen bringt.

Das sind die ulkigsten Neujahrsbräuche anderer Länder der Welt:

Argentinien: Schneeflocken in Südamerika

Schnee in Argentinien gibt es nur an Silvester, denn die Argentinier beenden ihr Jahr in konsequenter Manier. Sie reißen alle nicht mehr benötigten Unterlagen in kleine Fetzen und werfen diese aus dem Fenster. Dies sorgt für einen weißen Teppich auf den Straßen, der trotz sommerlicher Temperaturen aussieht wie Schnee. Der Brauch soll von Altlasten des alten Jahres befreien und Platz machen für schöne neue Dinge, die das kommende Jahr bringen wird. 

Griechenland: Glück im Spiel, Glück im neuen Jahr

Glücksspiele wie Kartenspiele oder die Lotterie sind an Silvester in Griechenland nicht nur populäre Vergnügen, es geht teilweise dabei um viel Geld oder sogar Grundbesitz. Der Abend des 31. Dezember läutet eine faszinierende Nacht voll Spiel, Spaß und Glück ein. Oft spielen die Griechen bis in den frühen Morgen des Neujahrstages hinein. Und wer verliert, kann bekanntlich immer noch auf eines hoffen, und zwar Glück in der Liebe.

Lesen Sie hier: Weihnachten mal anders - Traditionen aus aller Welt.

Island: Feuerwerk für den guten Zweck

Auf Island beginnt der Abend mit einem Essen im Familien- und Freundeskreis. Danach steht der Besuch eines der vielen großen Neujahrsfeuerwerke an. Diese beginnen bereits vor Mitternacht, damit sie passend zum Jahreswechsel ihren Höhepunkt erreichen.

Dass die Isländer viel Geld für Feuerwerkskörper ausgeben, hat auch Vorteile: Die Mehrzahl der Raketen verkaufen die isländischen Such- und Rettungsteams. Der Erlös kommt gemeinnützigen Zwecken zugute. Im Anschluss an das Feuerwerk schaut die ganze Insel den amüsanten Jahresrückblick "Áramótaskaupið".

Italien: Linsen bringen Geldsegen

In Bella Italia steht der Silvesterabend ganz im Zeichen der Kulinarik. Die Italiener genießen im Restaurant oder privat in großer Gesellschaft einen Gang nach dem anderen. Im Mittelpunkt stehen Fleisch, Fisch und Meeresfrüchte.

Einer weiteren Tradition folgen viele Italiener, nämlich der des Verzehrs eines Tellers Linsensuppe. Denn die Linsen bescheren der Sage nach großen Reichtum. Auch der Prosecco ist ein Muss am Silvesterabend – jedoch nicht nur zum Trinken. Italiener tupfen ihn sich gerne ans Ohrläppchen, das bringt Glück.

Kolumbien: In gelber Unterwäsche und dem Koffer in der Hand ums Haus

Allerorts eröffnen in der letzten Woche des Jahres in Kolumbien ganz besondere Verkaufsstände: an ihnen gibt es ausschließlich gelbe Unterhosen. Alle, die sie in der Silvesternacht tragen, haben im nächsten Jahr viel Glück und keine Geldsorgen. Wer dazu auch noch mit dem Koffer um den Block läuft, sieht einem Jahr mit vielen Reisen entgegen.

Lesen Sie hier: Die besten Städtetrips für Silvester.

Niederlande: Mit dem Nachtwächter in das neue Jahr

Punkt Mitternacht beginnt auf dem Markt im niederländischen Ootmarsum das neue Jahr mit einem Spaziergang der besonderen Art. Gäste und Einwohner ziehen mit dem Nachtwächter seine traditionelle Runde. Die Gruppe stoppt an 13 Plätzen im Stadtkern, um gemeinsam das Neujahrslied zu singen.  

Österreich: Walzer und Glücksfische in Wien

 Um Mitternacht tanzen die Wiener schwungvoll zu den Klängen des Donauwalzers in das neue Jahr. Ein weiteres Highlight auf jeder Party sind die Fischbiskotten. Die Löffelbisquits in Form eines Fisches sind wie vierblättrige Kleeblätter und Schornsteinfeger ein Glücksbringer für das neue Jahr. Die Frage ob diese vom Kopf oder von der Schwanzflosse her zu essen sind, ist leicht beantwortet: um das Glück am Wegschwimmen zu hindern, kommt die Flosse zuerst.

Spanien: Mallorquinisches Trauben-Verschlingen

Zur Pflichtausstattung für Silvester gehören bei jedem Mallorquiner genau zwölf Weintrauben. Punkt Mitternacht essen Alt und Jung mit jedem der zwölf Campanadas, den Glockenschlägen, eine Traube. Dabei bleibt nicht viel Zeit zum Kauen und Schlucken, denn nur wer es pünktlich schafft und sich dabei etwas wünscht, hat Glück im neuen Jahr. Erst nach dem Verschlingen der Glückstrauben fallen sich alle in die Arme und stoßen mit Sekt an.

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sca

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Quelle: evaneos.de

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