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Großartige Natur: Das Chongwe River House am unteren Sambesi

Orte zum Staunen

Hotels für besondere Augenblicke

Das Staunen beruht sicher auf Gegenseitigkeit. Staunend beäugt der Elefant, der am Ufer des Chongwe River vorbeischlendert, um seinen Rüssel mit Flusswasser zu füllen...

...die Menschen, die nur wenige Meter entfernt gleich im schneeweißen Tuch riesiger Sessel versinken werden. Staunend beobachten sie, die vielleicht gerade von einer Safari zurückkommen und sich nun zum Sundowner ein kühles Bier genehmigen wollen, das Tier an der Tränke. Und beide sind sie voller Ehrfurcht füreinander, auch angesichts der Nähe, die dieser Ort zulässt: Das Chongwe River House, eine Lodge im Safarigebiet des unteren Sambesi, deren Luxus gerade darin besteht, dass nichts, aber auch gar nichts die Natur stören soll. So hat es der Architekt Neil Rocher gewollt und eine Mischung aus Grotte und afrikanischer Rundhütte konzipiert, die sich, ganz in Naturfarben gehalten, zwischen das Buschwerk integriert, als sei sie längst mit ihm verwachsen.

Gigantische Architektur: Marina Bay Sands mit dem Sky Deck über der 55. Etage.

Die Lodge ist eine von 65 Adressen aus dem großformatigen DuMont-Fotobuch „Hotels zum Staunen“. Viele davon sind Naturoasen wie das Chongwe River House. Das Evason Ma’in Hot Springs in einem Felstal am Toten Meer von Jordanien etwa. Oder das Longitude 131°, das nur aus ein paar Zelten besteht, die am Eingang des australischen Nationalparks Uluru-Kata mit Blick auf den Ayers Rock aufgestellt sind. Ein Nichts von einer Herberge, in ihrer Schlichtheit ein Musterbeispiel des Ökotourismus schlechthin, das doch das Maximum an Luxus bietet, nämlich unberührte, majestätische Natur.

Auf der anderen Seite ist es auch der technische Gigantismus und die architektonische Üppigkeit, die dieser Bildband zeigt: das Emirates Palace von Abu Dhabi, das mit einem Budget von drei Milliarden US-Dollar als der zweitteuerste Hotelbau der Welt gilt. Hier durfte es von allem immer noch ein wenig mehr sein. Oder das gigantische Segel des Burj al Arab von Dubai, ein Stein gewordenes Monument der Maßlosigkeit und mit 321 Metern aktuell das zweithöchste Hotelgebäude der Welt. Oder die durch einen riesigen Schiffskörper in 200 Metern Höhe verbundenen Türme des Marina Bay Sands von Singapur.

Über was wir am Ende mehr Staunen, über die Großartigkeit der Natur oder den Gigantismus der Technik oder den ganz stillen Moment wenn uns ein Elefant bei Sonnenuntergang am Flussufer besucht, das entscheidet am besten jeder für sich selbst.

Christine Hinkofer

DAS BUCH

„Hotels zum Staunen“ ist bei DuMont erschienen

Der 200-seitige Bildband „Hotels zum Staunen“ ist bei DuMont erschienen, ISBN 978-3-7701-8934-2, Preis: 29,99 Euro.

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