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Mit der Reiseapotheke sollte man in der Lage sein, sich schnell selbst zu helfen, sodass man gar nicht erst richtig krank wird.

Das muss in Ihre Reise-Apotheke

Erste Hilfe im Urlaub: Ihre Reise-Apotheke

Endlich Urlaub! Die Seele baumeln lassen, ohne Pflichten in den Tag hineinleben, unbekannte Orte entdecken, exotisches Essen ausprobieren und neue Leute kennenlernen. Doch auch an die Reise-Apotheke sollte gedacht sein.

Beim Kofferpacken für die Reise denkt man an alles: Handy- ladekabel, die Flipflops für den Strand und das hübsche Kleid zum Essengehen. Doch damit der Erholung auch wirklich nichts im Weg steht, sollte die Reise- apotheke mit auf die große Fahrt kommen. Der neue Tagesrhythmus, lange Flüge, ungewohntes Essen – das alles kann dazu führen, dass man sich unwohl fühlt oder sogar krank wird. Für die tz hat Barbara Stiglmaier, Inhaberin der Ahorn- Apotheken in Fürstenfeldbruck, die perfekte Reiseapotheke zusammengestellt.

Für uns hat Barbara Stiglmaier, Inhaberin der Ahorn- Apotheken in Fürstenfeldbruck, die perfekte Reiseapotheke zusammengestellt.

Natürlich kann man auch im Ausland zum Arzt oder in die Apotheke gehen, doch Medikamente haben andere Namen, Beipackzettel werden auf Spanisch oder Englisch auch nicht verständlicher, und gegen die meisten Wehwehchen lässt es sich wunderbar vorsorgen. Damit die Reisemedikamente nicht zu teuer werden, rät Barbara Stiglmaier ihren Kunden, Tabletten oder Salben aus der Hausapotheke einzupacken und nur das zu kaufen, was nicht mehr vorrätig ist. Und: Nicht jeder muss für alle Fälle gewappnet sein. Die Expertin rät zur Gelassenheit:. „Viele wissen, wo ihre Schwachpunkte sind: Manche leiden eher an Darmproblemen, andere bekommen leicht Ohrenweh, die Reiseapotheke sollte nach den individuellen Bedürfnissen zusammengestellt werden.“ Man sollte darauf achten, dass die Arzneien möglichst bei Raumtemperatur gelagert werden können. Eine Grundausstattung, mit der man für alle Fälle gewappnet ist, könnte so aussehen:

1. Sonnenschutz (z. B. bei empfindlicher Haut: Eucerin) mit hohem Schutzfaktor, damit man länger in der Sonne bleiben kann. Barbara Stiglmaier: „Braun wird man trotzdem.“

2. Ohrentropfen (z.B. ­Otalgan) gegen Ohrenschmerzen, weil der Wind am Strand so bläst oder die Ohren nach dem Tauchen empfindlich sind.

3. Ein Mittel zur Abwehr von Mücken und anderen Insekten (z. B. Antibrumm).

4. Bei Magen-Darm-Krämpfen nimmt z. B. Buscopan den Schmerz. 50 Ein Schmerzgel (Voltaren) bei Prellungen, Verstauchungen oder Problemen mit den Gelenken.

5. Ein Schmerzgel (Voltaren) bei Prellungen, Verstauchungen oder Problemen mit den Gelenken.

6. Wundheilgel (Fenistil), damit Schürf- und Schnittwunden besser heilen.

7. Schlaftabletten können bei weiten Reisen mit großer Zeitverschiebung nützlich sein.

8. Eine Verstopfung kann man mit Dulcolax beheben. Barbara Stiglmaier: „Verstopfungen sind wirklich eine häufige Reisekrankheit. Dagegen im Urlaub mal eine Tablette zu nehmen, ist völlig in Ordnung. Abführmittel dürfen jedoch auf keinen Fall dauerhaft angewendet werden.“

9. Mit Imodium akut kann man Durchfall stoppen, allerdings ist das Medikament nicht für Kinder unter zwölf Jahren zugelassen.

10. Schmerzmittel, entweder mit dem Wirkstoff Aspirin oder Ibuprofen (je nach Verträglichkeit), dürfen auf keiner Reise fehlen.

11. Ein Gel, das bei Insektenstichen, Sonnenbrand und Allergien die Haut kühlt und beruhigt, z. B. Fenistil.

12. Pflaster sollten immer im Koffer sein.

13. Bei Völlegefühl und Blähungen kann z. B. Iberogast helfen, sodass Durchfall und Verstopfung sich gar nicht erst entwickeln können.

14. Tropfen für die Augen, z. B. Berberil, helfen bei Bindehautentzündung oder Reizung durch den Wind.

15. und 16. Verbandsmaterial, falls mal eine größere Wunde zu versorgen ist, oder für einen Salbenverband mit Voltaren.

17. Mittel zur Handdesinfektion, wenn es z. B. nicht möglich war, sich auf dem WC die Hände gut zu waschen. Verunreinigungen mit E.-Coli-Bakterien sind die häufigste Ursache für Durchfälle auf Reisen.

18. Mittel zur Wunddesinfektion.

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Für Kinder

Kindern wird auf ­Reisen oft übel: z. B. wenn sie auf dem Rücksitz im Auto ­hocken, wenn es im Flugzeug beim Start steil nach oben geht oder wenn auf der Fähre hohe Wellen das Boot schaukeln. Erfahrene Eltern haben eine Spucktüte griffbereit, doch mit Kaugummis gegen Reiseübelkeit, z. B. Superpep, kann das Schlimmste verhindert werden, sodass alle Spaß von Anfang an haben können. Für die ganz kleinen Mitreisenden sollten Zäpfchen gegen Fieber und Schmerzen im Gepäck sein, Nasentropfen helfen bei Ohrendruck im Flieger und natürlich bei Erkältungen.

Für Senioren

Ganz wichtig ist, daran zu denken, sich die üblichen Medikamente z. B. gegen Bluthochdruck (wie Ramipril), den Cholesterinsenker (z. B. Simvastasin) oder das Mittel bei Diabetes (Metformin) in ausreichender Menge verschreiben zu lassen und bei Flugreisen möglichst im Handgepäck zu verstauen, falls der Koffer unterwegs verloren geht. Der Arzt stellt auf Nachfrage eine Bescheinigung für die Kontrollen am Flughafen aus, dass der Reisende die Medikamente benötigt, sodass man sie im Handgepäck mitnehmen darf.

Für Fernreisende

Fernreisende sollten sich rechtzeitig vor dem Start ins große Abenteuer über nötige Impfungen, Vorsichtsmaßnahmen vor Ort und eine eventuelle Malaria-Prophylaxe informieren. Bei langen Flugreisen können Heparin-Spritzen gegen Thrombose nützlich sein. Sterile Einwegspritzen gehören ins Gepäck, falls man doch krank wird und sich im Ausland eine Spritze geben lassen muss. Denn Spritzen sind dort oft Mangelware. Auch Malaria-Prophylaxe, die direkt vor der Reise begonnen wird, kann sinnvoll sein (z. B. Malarone Rp). Doch das sollte in Abstimmung mit einem Arzt überlegt werden. Lesen Sie hier mehr zu Reiseapotheke Tropen.

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