1. Startseite
  2. Reise

Trotz Corona: Urlaub in Italien wieder möglich - Zwischenstopp in Österreich nun doch erlaubt?

Erstellt:

Von: Franziska Kaindl

Kommentare

Seit dem 3. Juni sind die italienischen Grenzen endlich wieder geöffnet. Bisher war der Transit durch Österreich jedoch mit Einschränkungen verbunden.

Update vom 05. Juni 2020: Zwischenstopp in Österreich wieder erlaubt

Zunächst hieß es vonseiten der Tiroler Landesregierung, dass Urlauber auf der Durchreise nach Italien keinen Zwischenstopp in Österreich einlegen dürfen - unter Androhung empfindlicher Geldstrafen. Dieses Verbot wurde nun wieder aufgehoben, wie der BR berichtet. Reisende dürfen also bei der Durchfahrt nach Italien in Österreich tanken oder eine Toilettenpause einlegen. Umgekehrt funktioniert das aber nicht: Urlauber, die von Italien zurückkommen, dürfen keinen Halt machen.

Ursprungsmeldung vom 3. Juni 2020: Urlaub in Italien endlich wieder möglich

Nachdem Italiens Grenzen aufgrund strenger Corona-Beschränkungen rund drei Monate geschlossen waren, ist es Urlaubern nun wieder gestattet einzureisen. Das heißt, die 14-tägige Quarantäne entfällt. Die Reisefreiheit gilt für Menschen aus den anderen 26 EU-Ländern sowie den Schengenstaaten oder Großbritannien. Auch die Italiener dürfen nun wieder unbeschränkt zwischen den 20 Regionen Italiens hin- und herfahren.

Urlaub in Italien trotz Corona: Das müssen Sie beim Transit durch Österreich beachten

Wer mit dem Auto oder Bus über Österreich nach Italien fahren will, muss jedoch einiges beachten. Denn Österreich öffnet erst am 15. Juni wieder offiziell seine Grenzen für den Tourismus. Reisende dürfen das Land deshalb erst einmal nur ohne Zwischenstopp durchreisen. Zudem müssen Urlauber an der Grenze eine Bestätigung ausfüllen, dass sie das Land "auf dem schnellsten Wege" wieder verlassen: "Jeder, der an die Grenze nach Österreich kommt, muss sich verpflichten, durch Österreich ohne Zwischenstopp durchzufahren. Also weder mit einer Toilettenpause oder Tankpause", lässt Josef Schreier von der Tiroler Landesregierung laut dem BR berichten. Einen Nachweis über den Aufenthalt in Italien, zum Beispiel eine Buchungsbestätigung durch ein Hotel, sei nicht nötig.

Mit den Regelungen meinen es die Österreicher ernst: Urlauber sollten sich genau überlegen, ob sie die Strecke durch Österreich ohne Stopp schaffen. Wer zum Beispiel bei einer Toilettenpause erwischt wird, muss mit saftigen Bußgeldern rechnen: "Das sind Geldstrafen im Rahmen bis 1.450 Euro - kann aber im Einzelfall auch davon abweichen", erklärt Schreier. Die Bundesverordnung wird durch die Landespolizei mit Unterstützung vom Bundesheer durchgesetzt.

Auch interessant: Söder bemängelt: Abstandsregeln am Ballermann schwer vorstellbar - "Schnell hundert Neuinfektionen".

Urlaub in Italien: Wie verhält es sich mit Reisen im Flugzeug oder Kreuzfahrten?

Flughäfen, Häfen und Bahnhöfe sind in Betrieb. An Flughäfen und Häfen sowie bei der Einreise im Überlandverkehr werden Gesundheitskontrollen mit Temperaturmessungen vorgenommen. Der Betrieb von Personenzügen zwischen Italien und Österreich wurde noch nicht wiederaufgenommen.

Beim Flugverkehr tut sich aber ein bisschen was: Lufthansa, Alitalia und Eurowings bieten Verbindungen an. Der Betrieb von italienischen Passagier- oder Kreuzfahrtschiffen sowie das Anlegen von Schiffen unter ausländischer Flagge ist an italienischen Häfen weiterhin verboten.

Sind die Strände in Italien jetzt geöffnet?

Seit dem 18. Mai dürfen öffentliche Strände in Italien wieder unter Auflagen geöffnet werden. Seither haben nach und nach einige Strände Italiens wieder die Pforten für Besucher geöffnet. Allerdings müssen sich Urlauber an strenge Regeln halten: In ganz Italien gilt ein komplexer Leitfaden, der vorsieht, dass jeder Sonnenschirm einen Platz von zehn Quadratmetern um sich herum haben soll und Sonnenliegen ohne Sonnenschirm 1,5 Meter voneinander entfernt sein müssen. Nach jedem Besitzerwechsel werden diese desinfiziert. Außerdem sollen "Covid-Manager" in Strandbädern auf Hygiene und Distanz achten. Umkleidekabinen dürfen nun mit Familienangehörigen geteilt werden, nicht aber Freunden.

Weltweite Reisewarnung gilt weiterhin bis 14. Juni

Wer jetzt schon nach Italien reisen möchte, sollte zudem im Hinterkopf behalten, dass bis zum 14. Juni noch die weltweite Reisewarnung des Auswärtigen Amtes gilt. Zwar handelt es sich hier nicht um ein Verbot, doch trotzdem kann es rechtliche Folgen nach sich ziehen. Viele Reiseversicherungen verlieren zum Beispiel ihre Gültigkeit, wenn für den Aufenthaltsort eine Reisewarnung gilt.

Lesen Sie auch: Corona-Krise: Wann wird Urlaub in den USA wieder möglich sein?

Auch interessant

Kommentare