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Plötzliche Schaumberge an der Nordsee – ein seltenes Phänomen für diese Jahreszeit

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Von: Anne Hund

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Wer an der Nordsee Urlaub macht, kann beim Strandspaziergang auf größere Schaumansammlungen treffen. So wie zuletzt im November auf der Insel Norderney.

Auf der Nordsee-Insel Norderney waren sie für Spaziergänger nicht zu übersehen: die großen Schaumberge, die sich zuletzt im November vielerorts an den Stränden auftürmten. Wo der ganze Schaum denn herkommt, dürfte sich so mancher Urlauber gefragt haben. Auch der damit verbundene Geruch ist nicht gerade angenehm.

Woher kommt der Schaum an der Nordsee? Besucherzentrum Norderney informiert

Experten haben eine Erklärung. „Der Schaum entsteht, wenn die einzellige Alge Phaeocystis globosa abstirbt“, informiert das Besucherzentrum „Watt Welten“ auf Facebook. „Die Gelatineschicht, die den auch als Schaumalge bezeichneten Organismus umhüllt, wird dann – ähnlich dem Eischnee beim Kuchenbacken – durch die Wellenbewegung schaumig geschlagen.“

Schaumberge am Strand lassen daher auf eine vorangegangene Algenblüte schließen, so die Experten. Sie fänden normalerweise im Frühjahr statt, „aber durch die Überdüngung des Wattenmeeres sowie durch sehr sonniges Wetter wie im letzten Oktober, kann es auch im Herbst noch einmal zu einer Algenblüte kommen“.

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Schaumberge an der Nordsee vor allem nach stürmischen Tagen

Daher sehe man die Schaumberge vor allem nach Stürmen oder windigen Tagen, wenn es hohe Wellenbewegungen gebe, berichtet das Reiseportal Travelbook.de anlässlich des für diese Jahreszeit ungewöhnlichen Vorgangs.

Schon in früheren Jahren waren solche durch Algenblüten hervorgerufenen Schaumteppiche an Nordseestränden zu beobachten. Dann allerdings – typischerweise – eher im Frühjahr.

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