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Die Unterwäsche aus New York, das Notebook aus Dubai, die Kamera aus Japan und das Aspirin aus Spanien: Schnäppchenjäger kaufen im Urlaub ein, wo es am günstigsten ist. Wer es übertreibt, ist ein Schmuggler

Illegale Mitbringsel

Jeder Sechste hat schon einmal geschmuggelt

Zigarette, Whiskey oder Designer-Klamotten - gerade im Urlaub macht shoppen richtig Spaß. Besonder Schnäppchenjäger kaufen gerne dort ein, wo es günstig ist. Doch nicht alle Mitbringsel sind erlaubt.

Fast jeder sechste Deutsche (16 Prozent) hat schon einmal unerlaubt Waren aus dem Urlaub nach Hause geschmuggelt.

Für die anstehenden Sommerurlaube planen immerhin bereits 10 Prozent einen Schmuggel ein. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage des Flugbuchungsportals fluege.de.

Besonders beliebte Schmuggelwaren sind Zigaretten (49 Prozent), gefälschte Markenkleidung (27 Prozent), Alkohol (27 Prozent), Schmuck (21 Prozent) und Arzneimittel (12 Prozent).

Beliebtes Mitbringsel aus dem Urlaub sind auch gefälschte Markenuhren oder Sonnenbrillen (10 Prozent).

Teuer wird es, wenn man beim Schmuggeln erwischt wird. Schon das heimliche Einführen von legalen aber zollpflichtigen Gütern erfüllt den Tatbestand der Steuerhinterziehung.

So rechnet der Zoll

Die Berechnung ist kompliziert und hängt von Herkunft, Art, Menge und Wert der Ware ab. Grundsätzlich wird bis zu einem Wert von 700 Euro eine Abgabe von 17,5% fällig.

Vorsicht: Die beschriebenen Reisefreimengen – etwa der Flughafen-Freibetrag von 430 Euro – werden nur angerechnet, wenn die Waren teilbar sind. Ein Computer aus den USA für umgerechnet 500 Euro überschreitet den Freibetrag und muss voll mit 17,5% versteuert werden. Anders bei mehreren Kleidungsstücken: Die Einzelteile werden bis zum Freibetrag addiert, alle weiteren werden pauschal besteuert.

Die Tops und Flops der Reise-Souvenirs

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dpa

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