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Schatzsuche, Ritterspiele, wilde Wasser und viele exotische Tiere: Kinderreporter Benni (11) und sein Bruder Julian (7) berichten vom Urlaub im Kufsteinerland.

Kinderreporter

Kufsteinerland: Willkommen im Abenteuerland!

So nah, so gut: Benni Woernzhofer (11) und sein Bruder Julian (7) haben im letzten Herbst mit ihren Eltern das Kufsteinerland und die Stadt Kufstein für uns erkundet.

Hier erzählen sie, was sie dort alles erlebt haben und was ihnen an diesem Urlaubsziel, das nur zwei Autostunden von München entfernt liegt, besonders gefallen hat.

Wer wir sind

Mein Name ist Benni (eigentlich Benjamin), ich bin elf Jahre alt, gehe in die fünfte Klasse des Welfengymnasiums Schongau, spiele Klavier, tanze im Verein Rock'n'Roll, lese gern, kümmere mich um Katze Leia, meine Kaninchen, die Geckos und unsere Fische im Aquarium, spiele mit meinen Freunden (und meinem Smartphone) und liebe Verreisen genauso wie der Rest meiner Familie: Mein Papa Michael ist 42 und Gymnasiumlehrer für Bio und Chemie in Hohenschwangau. Meine Mama Elke ist 41 und Lehrerin an der Grundschule in Peiting, wo mein Bruder Julian (7) die zweite Klasse besucht. In Peiting wohnen wir auch, das ist ein schöner Ort im Pfaffenwinkel. Meine Eltern sagen immer: da, wo andere Urlaub machen.

Wo wir als Familie bisher Urlaub gemacht haben

Wir verreisen sehr oft und gerne und haben zusammen schon in (Nord-)Deutschland, Österreich, Italien, Kroatien, Spanien, Griechenland und Ägypten Urlaub gemacht. Makadi Bay in Ägypten war mit viereinhalb Stunden Flugzeit das bisher weiteste Reiseziel.

Wie wir als Familie bisher Urlaub gemacht haben

Wir nehmen immer ganz viele Dinge mit: Mama packt unsere halben Kleiderschränke ein, Julian und ich Spielsachen und Bücher, Papa seine Fotoausrüstung. Deshalb verreisen wir am liebsten mit dem Auto, wo wir den Kofferraum vollladen können. Meist übernachten wir in Hotels mit Halbpension. Für Städtereisen buchen wir eine Ferienwohnung. An der Nordsee waren wir auf dem Bauernhof, am Bodensee und am Gardasee haben wir Camping ausprobiert. Als wir Jungs noch klein waren, sind meine Eltern mit uns auch in Kinderhotels gegangen. Letzten August waren wir aber auch mal auf einer Selbstversorgerberghütte ohne Strom.

Wieviel Geld wir normalerweise für einen Urlaub ausgeben

Das ist ganz unterschiedlich, sagt Papa, und kommt darauf an, wie lang wir weg sind und wie weit es ist.

Was uns als Familie im Urlaub wichtig ist

Wir wollen viel Zeit miteinander verbringen und neues erkunden. Da sich die ganze Familie für Tiere begeistert, ist fast in jedem Urlaub ein Zoobesuch dabei. Oder wir beobachten Tiere in der Natur. In Kroatien waren wir z.B. auf einer Delfinsafari. Meine Mama geht auch gern schön Essen. Uns Kindern ist wichtig, dass wir auf der Speisekarte etwas finden, das uns schmeckt.

Warum ich mich als Kinderreporter für das Kufsteinerland beworben habe

Ich verreise sehr gerne und in dieser Gegend war ich noch nie. Der Job, der da im letzten Sommer in der Zeitung angeboten wurde, klang total spannend – der Raritätenzoo in Ebbs oder die Schautzsuche mit Fred Bull. Julian wollte unbedingt die Haflinger auf dem Fohlenhof Ebbs besuchen und meine Eltern hatten große Lust auf die angebotenen Wanderungen.

Wie lange wir für die Anreise gebraucht haben

Knapp zwei Stunden, es waren 120 Kilometer nach Thiersee.

Wie wir untergebracht waren

Die ersten vier Nächte waren wir im Hotel FrohNatur in Hinterthiersee, in einem großen Familienapartment. Ich hatte mit meinem Bruder sogar ein eigenes Bad. Es gibt dort Ziegen und Schafe, die wir streicheln und füttern durften. Das kleine braune Schaf hätte ich am liebsten mit nach Hause genommen! Es gibt einen schönen Spielplatz, ein Trampolin und einen riesigen Garten mit Schwimmteich. Das Allerbeste aber war das Hallenbad mit Wasserfall. Meine Eltern waren von der Sauna und dem Dampfbad begeistert. Zum Frühstück gab es ein großes Buffet mit leckeren Bio-Eiern. Ebenso lecker war das Frühstück im Arte Hotel in Kufstein, in das wir dann noch für zwei Nächte gezogen sind. Das war total modern eingerichtet, das fand ich sehr cool. Es liegt mitten im Zentrum, so dass wir zu Fuß nur drei Minuten zur Festung, zum Inn und zu den Restaurants und Geschäften brauchten. Das Auto konnte in der Tiefgarage unter dem Hotel bleiben.

Was wir im Kufsteinerland alles unternommen haben

Wir haben die Tiroler Bienenalm besucht, eine Bioimkerei, wo uns Sandra alles über das Leben eines Volkes erzählt hat. Bei einer Führung durch den Fohlenhof Ebbs haben wir das Pferd Abendstern gestreichelt, einen wunderschönen Zuchthengst, der schon mehrmals Weltmeister geworden ist. Auf dem haflinger Birma durften wir sogar reiten.

Was jedem von uns in dieser Urlaubswoche besonders gefallen hat

Mama Elke: Mein persönliches Highlight war die Wanderung auf den Pendling (600 Höhenmeter), den Kufsteiner Hausberg. Wir gingen auf einem schmalen Pfad, der an einer Höhle vorbeiführte. Vom Gipfel hatten wir eine fantastische Aussicht.

Papa Michael: Mein Favorit war die Wanderung ins Kaisertal. Nach genau 345 Stufen (Benni hat mitgezählt) führte ein gemütlicher Weg zur Antoniuskapelle. Der Ausblick auf die Berge des Zahmen und Wilden Kaisers war grandios. Während Elke und die Jungs von unseren Guides Harald und Dominik viele Geschichten über das Tal erfuhren, machte ich mich auf die Suche nach besonderen Pflanzen und Tieren am Wegesrand, um sie zu fotografieren.

Julian:  Ich fand den Raritätenzoo Ebbs so toll! Da gab es total süße Fischotter, die lustig zusammen im Wasser gespielt haben. Wir durften die Riesenschildkröte und die Varis (das sind Affen) streicheln. Marion, die Zoobesitzerin, hat uns die Haut von einer Vogelspinne in die Hand gegeben. Das Füttern der Schildkröten, Affen, Erdmännchen und Ziegen hat mir am besten gefallen.

Benni:  Am spannendsten fand ich Geocaching mit Fred Bull. Wir sind zusammen den Kaiserlift (Einer-Sessel) zum Brentenjoch hinaufgefahren, und haben dann mit GPS–Geräten Schätze gesucht. Fred Bull hat viele davon (insgesamt über 1000) selber versteckt. Ich habe auf dem Weg bis zur Mittelstation 19 Caches gefunden. Unser Guide hat mir gezeigt, wie man selber einen Earthcache anlegt, so dass man im Kaisergebirge schon bald meinen persönlichen Naturschatz entdecken kann!

Was wir in der Stadt Kufstein alles erlebt haben

Mit einem Kinder-Guide haben wir die riesige Festung besichtigt: Dazu durften wir uns als Habsburger Kaiser und bayerischer Ritter verkleiden und so die Geschichte der Festung – sie war nämlich heiß umkämpft – nachspielen. Lisbeth hat uns auch den 60 Meter tiefen Brunnen gezeigt, den Höhlenbären im Museum, den Felsengang, das Gefängnis im Kaiserturm und den Bürgerturm mit der größten Freiorgel der Welt, auf der am Schluss das berühmte Kufsteinlied erklang. Abends haben wir die Altstadt unterhalb der Festung mit Nachtwächter Harald besichtigt, der uns dabei spannende, lustige und teils gruselige Geschichten erzählt hat. Sehr interessant fanden wir auch den Besuch der Glasbläserei Riedel in Kufstein, wo wir Rohglasstücke, den Grundstoff Quarz und die Hitze der Öfen fühlen konnten und lernten, dass das gleiche Getränk aus verschieden großen Gläsern tatsächlich anders schmecken kann. Das hat mein Bruder gleich beim Mittagessen mit Spezi ausprobiert.

Unsere Restauranttipps

Auch vom Essen her ist das Kufsteinerland spitze: In fast allen Gaststätten bekamen wir Jungs eine eigene Speisekarte, in der Schanz bei Ebbs (weltbeste Pommes!) sogar zum Ausmalen und mit Rätseln. Nach dem Essen gab es oft eine süße Überraschung, beim Oberwirt (auch in Ebbs) sogar ein Eis und ein kleines Spielzeug. Ich probierte viele leckere typische Spezialitäten wie Schlutzkrapfen, Speck- oder Kaspressknödel und Tiroler Gröstl. Am allerbesten schmeckte uns Kindern der Kaiserschmarrn, die Kässpatzen und das Wiener Schnitzel. Neben dem Bistro Blaubart (sehr leckere Flammkuchen!) direkt am Thiersee gab es einen großen Spielplatz mit Wasserbereich und Röhrensystem. Ziegen füttern und streicheln darf man im Gasthaus Schneeberg. Austoben kann man sich auf dem Spielplatz (mit Trampolin) der Kala Alm. Die Aschinger Alm hat für Schlechtwettertage sogar ein großes Spielzimmer im Keller, in das man hineinrutscht. Cool war das Abendessen bei Hans im Glück in Kufstein, wo jeder sich seinen Lieblingsburger zusammenstellen durfte. Wie in alten Zeiten fühlt man sich im Auracher Löchl, wo schon die Ritter speisten und das Kufsteinlied erfunden wurde.

Unser Tipps für Badeurlaub im Kufsteinerland

Der Hechtsee liegt ziemlich versteckt oberhalb von Kufstein. Man muss in Serpentinen ein ganzes Stück lang mit dem Auto fahren. Gleich neben dem Restaurant Seearena (sehr leckere Pizzen und Nudelgerichte) liegt das Strandbad. Hier kann man umrahmt von Felsen im herrlich klaren Wasser schwimmen. Für kleinere Kinder gibt es einen abgetrennten Nichtschwimmerbereich, einen Piraten-Spielplatz und ein bewegliches Floß. Man kann dort Tret- und Ruderboote sowie SUP-Bretter ausleihen. Diesen Sport hab ich am Hechtsee zum ersten Mal ausprobiert. Es hat mir großen Spaß gemacht, und dank der Anleitung des sehr netten Pächters bin ich nicht ein einziges Mal ins Wasser gefallen.

Fazit: Wir haben einstimmig beschlossen, auf jeden Fall bald wieder ins Kufsteinerland zu reisen, auch um Unternehmungen nachzuholen, die wir in der einen Urlaubswoche nicht untergebracht haben, wie z. B. Wanderungen zur Tischofer Höhle und durch die Glemmbachklamm oder den Besuch des Wildparks Wildbichl. Auch einen Skiurlaub würde ich dort gerne einmal verbringen.

REISEZIEL Zur Tourismusregion Kufsteinerland gehören die gleichnamige historische Festungsstadt und die umliegenden Gemeinden Bad Häring, Ebbs, Erl, Lamgkampfen, Niederndorf, Niederndorferberg, Schwoich und Thiersee.

KINDER Für Kinder hat das Kufsteinerland auch in diesem Sommer wieder ein spezielles Ferienprogramm zusammengestellt mit täglich wechselnden Aktivitäten vom 2. Juli bis 7. September. Dazu gehören die GPS-Touren, Almkräutertouren, Abenteuer auf der Festung oder Wanderungen mit Henne Hanna. Zum Teil sind es Aktivitäten, bei denen die Eltern eingebunden sind, zum Teil werden sie nur für die Kinder angeboten. Anmeldung jeweils bis spätestens 16.30 Uhr am Tag vor der Veranstaltung in den örtlichen Infobüros. Fragen dazu in den Infobüros unter Tel. in den Infobüros unter Tel. 0043/5372-62207, www.kufstein.com.

KUFSTEINERLAND-CARD Mit der Karte, die Gäste in ihrem Urlaubsquartier erhalten, nimmt man kostenlos am Sommer-Erlebnisprogramm des Kufsteinerlands teil. Ausgenommen sind die Kosten für Transfers, Verpflegung oder Eintritte. Ohne Karte zahlen Teilneher an Halbtagestouren zehn, an Ganztagestouren 20 Euro.

WOHNEN Unser Kinderreporter und seine Familie wohnte in einem Familienappartement im Hotel Frohnatur in Thiersee sowie in Kufstein im trendigen Hotel Arte Kufstein. Das moderne Ambiente des Arte Hotels steht im spannenden Kontrast zu der Altstadt von Kufstein. Das Hotel Frohnatur gehört zum Zusammenschluss der Familiennest-Betriebe, die speziell auf die Bedürfnisse der Kinder ausgerichtet sind. www.hotel-frohnatur.tirol www.arte-kufstein.at

WEITERE INFOS Tourismusverband Kufsteinerland, Kufstein, Tel. 0043/5372-62207, www.kufstein.com.

Kinderreporter im Kufsteinerland: Impressionen

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