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US-Regierung schränkt Reisen nach Kuba ein - Kreuzfahrten.

Änderung der Richtlinien

Diese Kreuzfahrtschiffe dürfen nicht mehr nach Kuba fahren - Karibik-Urlaub eingeschränkt

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Es ist das Ende für US-Kreuzfahrtschiffe in Kuba: Ein Verbot für Kreuzfahrten nach Kuba zwingt Kreuzfahrtunternehmen nun, ihre Reiserouten anzupassen.

Am 4. Juni 2019 ist das Verbot in Kraft getreten: US-Kreuzfahrtschiffe dürfen nicht mehr nach Kuba reisen. Alles, was Sie dazu wissen müssen, erfahren Sie in der Übersicht.

"Dies betrifft fast 800.000 Passagierbuchungen, die derzeit geplant sind oder bereits durchgeführt werden", gibt das Portal CNN eine Aussage der Cruise Lines International Association wieder. Das Unternehmen Carnival Corporation bestätigte, dass das Unternehmen "ab sofort" keine Kreuzfahrtschiff mehr nach Kuba schicken dürfe.

Keine US-Kreuzfahrtschiffe mehr nach Kuba - so reagieren die Kreuzfahrtunternehmen

"Derzeit segelt die Carnival Corporation mit Carnival Cruise Line und Holland America Line nach Kuba, und Seabourn sollte im November nach Kuba segeln. Weitere Einzelheiten zu den derzeit gebuchten Kreuzfahrten werden von den Kreuzfahrtunternehmen mitgeteilt", so das Unternehmen Carnival Corporation in eine Erklärung.

Ein Kreuzfahrtschiff des Unternehmens, das derzeit unterwegs sei, solle statt am Hafen von Havanna nun in Cozumel, Mexiko, anlegen. Die Reederei entschuldigte sich offiziell, wie es heißt, und Passagiere erhielten Gutscheine im Wert von 100 US-Dollar.

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Royal Caribbean gab laut CNN bekannt, dass 2019 Überfahrten mit kubanischen Anlaufhäfen stattdessen alternative Häfen in der Karibik anlaufen werden. Kreuzfahrtgäste könnten jedoch auch aktuelle Buchungen stornieren, um eine vollständige Rückerstattung zu erhalten.

Die Verwirrung über das Verbot sei auf Reise-Websites und bei Passagieren mit Tickets nach Kuba spürbar. Erica Silverstein, Redakteurin bei dem Portal Cruise Critic, erklärte dazu: "Es ist erwähnenswert, dass Kreuzfahrtschiffe in der Lage sind, Reiserouten relativ schnell zu tauschen." Betroffene sollten sich mit ihrem Reisebüro oder dem jeweiligen Kreuzfahrtunternehmen in Verbindung setzen.

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US-Regierung schränkt Reisen nach Kuba ein - Kreuzfahrten gestoppt

Die Regierung von US-Präsident Donald Trump hat Reisen amerikanischer Bürger nach Kuba eingeschränkt und stoppte damit auch Kreuzfahrten in das kommunistisch regierte Land. US-Bürger dürfen künftig nicht mehr mit Kreuzfahrt- oder anderen Passagierschiffen, mit Segeljachten oder mit Privat- oder Firmenflugzeugen nach Kuba reisen, wie das Außenministerium in Washington am Dienstag mitteilte. Linienflüge von den USA nach Kuba gibt es weiterhin.

Die kubanische Regierung kritisierte die Entscheidung. "Sie wollen unsere Wirtschaft beschränken und die Lebensqualität der Kubaner verschlechtern, um uns zu politischen Zugeständnissen zu zwingen", schrieb Außenminister Bruno Rodríguez auf Twitter. "Damit werden sie erneut scheitern."

Lesen Sie hier: Wie versichere ich mich für Kreuzfahrten richtig?

Die US-Regierung teilte mit, auch Gruppen-Bildungsreisen aus den USA nach Kuba seien künftig nicht mehr gestattet. Die US-Regierung hatte bereits im April neue Reiseeinschränkungen für Kuba angekündigt. Tourismusreisen von US-Bürgern nach Kuba sind schon zuvor nur unter bestimmten Bedingungen möglich gewesen - diese Möglichkeiten sind nun weiter begrenzt worden.

Familienbesuche bleiben unter der Neuregelung erlaubt. Auch Reisen beispielsweise aus journalistischen, akademischen oder humanitären Gründen sind weiterhin gestattet. Mit den neuen Einschränkungen soll nach US-Ministeriumsangaben Kubas Militär, Sicherheitskräften und Geheimdiensten eine Finanzierungsquelle entzogen werden.

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Das Ministerium machte die kubanische Regierung verantwortlich für die Unterdrückung des eigenen Volkes und für ihre Einmischung in Venezuela. Dort stützt Kuba Präsident Nicolás Maduro, während die USA dessen Widersacher Juan Guaidó als legitimen Interimspräsidenten anerkannt haben. Mit den neuen Maßnahmen gegen Kuba dreht Trump die Lockerungspolitik seines Vorgängers Barack Obama weiter zurück.

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sca / dpa

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