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Diese idyllische Insel bei Neapel soll laut Einheimischen verflucht sein.

Lange Kette von Unglücken

Unfälle und Mord: Liegt auf dieser Insel wirklich ein Fluch?

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Auf den ersten Blick ist sie eine wahre Trauminsel: Auf der kleinen Felseninsel La Gaiola bei Neapel soll aber laut Einheimischen ein Fluch lasten.

Um diese Insel ranken sich düstere Legenden: Die kleine Insel La Gaiola bei Neapel soll verflucht sein. Das glauben zumindest viele Einheimische. Schließlich war fast jeder Bewohner der Insel von Unglück und Leid verfolgt.

Einheimische glauben an Fluch, der auf der Insel lastet

Nur wenige Schwimmzüge vom Festland braucht man zur kleinen Insel La Gaiola, die unter Einheimischen auch "isola maledetta", also "verdammte Insel" genannt wird. Nur eine alte Villa thront auf dem Eiland, eine Treppe führt von einer Anlegestelle hinauf auf das Plateau der Insel. Ende des 19. Jahrhunderts soll ein italienischer Politiker die Villa erbaut haben, die heute leer steht, wie das Portal Travelbook berichtet.

La Gaiola ist eine Doppelinsel: Von der Seite mit der Villa führt ein Brückenbogen über das Meer auf den anderen Teil. Die Insel mutet idyllisch an, ein Paradies für einen entspannten Italienurlaub, so scheint es.

Vorfälle auf der "isola maledetta": Pleiten, Unfälle, Mord

Doch soll jedem, der auf der Insel lebte, etwas Schreckliches widerfahren sein. Und tatsächlich häufen sich die unglücklichen Vorfälle der Bewohner: Im späten 19. Jahrhundert lebte beispielsweise Luigi de Negri auf der Insel. Er soll kurze Zeit, nachdem er auf die Insel gezogen war, finanziell ruiniert gewesen sein, nachdem sein Fischerei-Unternehmen pleite ging, wie die Berliner Zeitung berichtet.

Den Besitzern Nummer zwei und drei, Hans Braun und Otto Grumbach, erging es in den 1920er Jahren deutlich schlechter: Erster soll tot aufgefunden worden sein - in einen Teppich gewickelt. Daraufhin hatte sich angeblich die Witwe ins Meer gestürzt. Letzterer starb Gerüchten zufolge an einem Herzinfarkt auf der Insel - andere wiederum vermuten, dass es Selbstmord war.

Später dann, in den 1950er Jahren, bezog Berichten zufolge ein Schriftsteller aus der Schweiz die Insel. Maurice-Yves Sandoz soll nur kurze Zeit später in einer psychiatrischen Klinik gelandet sein - in der er sich 1958 das Leben nahm.

Und wieder wechselte La Gaiola den Besitzer: Es folgte ein Deutscher namens Langheim, der auf der Insel gelebt haben soll. Sein ungezügelter Lebensstil soll ihn schon bald in die Pleite getrieben haben.

1978 zog Gianpascale Grappone auf die Insel. Auch er ging bankrott. Und nicht nur das: Grappone soll zudem wegen hoher Schulden im Gefängnis gelandet sein. Die Insel wurde daraufhin angeblich zwangsversteigert. Grappones Frau verunglückte am Tag der Versteigerung tödlich bei einem Autounfall.

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La Gaiola im Besitz der Region Kampanien

Auch als die Insel schließlich in den Besitz der Region Kampanien überging, riss die mysteriöse Unglücksserie um die Insel nicht ab. Gegenüber, im Stadtteil Posillipo von Neapel, kam im Jahr 2009 ein Ehepaar ums Leben. Wie das italienische Newsportal La Repubblica berichtete, wurden der Unternehmer und Millionär Francesco Ambrosio und seine Frau ermordet aufgefunden. Sofort wurde in den Medien der Bezug zu der verfluchten Insel hergestellt. Später wurden drei Rumänen festgenommen und wegen Raubmordes angeklagt - einer davon soll der Gärtner von Ambrosio gewesen sein.

Diese mysteriösen Geschichten rund um La Gaiola machten die Insel zum "verfluchten Eiland". Um La Gaiola mit eigenen Augen zu sehen, lohnt sich eine Reise nach Neapel: Neben der Grusel-Insel warten auf Besucher eine bezaubernde Unterwasserwelt und zahlreiche sehenswerte Ruinen rund um die Insel. 

Auch interessant: Spukt es auf diese Karibikinsel wirklich? Und: Darum darf diese Insel (fast) niemand betreten.

sca

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