Polizei über Malina-Gutachten: „Es gibt unterschiedliche Ergebnisse“

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Fluglärm stört und kann sich auch negativ auf die Gesundheit auswirken.

Zu laut?

Neue Fluglärm-Webseite soll aufklären

Kritik und Proteste gegen Fluglärm nehmen hierzulande immer mehr zu. Die deutsche Luftfahrtbranche geht nun in die Offensive. Eine Webseite soll informieren und für Ruhe sorgen.

Die deutsche Luftfahrtbranche geht in der anhaltenden Debatte um hohen Fluglärm in die Offensive. Über einen gemeinsamen Internet-Auftritt wollen Fluggesellschaften, Flughäfen und die Flugsicherung fortan Informationen rund um das Thema Fluglärm anbieten, wie die Initiatoren bei der Präsentation der Webseite www.fluglärm-portal.de am Dienstag in Berlin mitteilten. Damit reagiere die Luftverkehrswirtschaft auf ein gestiegenes Informationsbedürfnis. Steigende Passagierzahlen, Ausbauprojekte an einzelnen Flughäfen, neue Flugrouten und eine breite Berichterstattung über die Proteste gegen Fluglärm hätten diesen zu einem öffentlichen Thema gemacht.

Die Macher der Webseite wollten "sachlich-fundiert" über das Thema berichten, kündigten sie an. Daher dienten als Informationsquellen vor allem die Angaben unabhängiger Dritter wie beispielsweise von Bundesbehörden oder dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt.

Gleichzeitig plädierten Branchenvertreter am Dienstag gegen weitere Zugeständnisse beim Thema Nachtflugverbot. "Die deutschen Flughäfen und Fluggesellschaften brauchen die bestehenden Betriebszeiten", sagte der Präsident des Bundesverbands der Deutschen Luftverkehrswirtschaft (BDL), Klaus-Peter Siegloch, der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" vom Dienstag.

Der Frankfurter Flughafen, an dem es eine Nachtpause von 23.00 Uhr bis 05.00 Uhr gibt, sei das Drehkreuz mit den stärksten Einschränkungen auf der ganzen Welt. Beschneide man die Betriebszahlen weiter, verliere der größte deutsche Flughafen an Attraktivität. "Frankfurt behält dann zwar den Flughafen, der wäre aber kein Drehkreuz mehr", warnte Siegloch vor einer möglichen Verlagerung internationaler Flugverbindungen.

Bisherige Bemühungen der Branche für mehr Lärmschutz machten sich bemerkbar. "Insgesamt sinken die objektiven Lärmmesswerte, und auch die subjektiv empfundene Lärmbelastung nimmt ab", sagte Siegloch der Zeitung. Die deutschen Airlines investierten rund 30 Milliarden Euro in Lärmschutz, in den kommenden Jahren würden 279 leisere Flugzeuge ausgeliefert werden. Im Gegenzug für derartige Investitionen forderte der BDL-Präsident bessere rechtliche Rahmenbedingungen. Konkret verlangte er der Zeitung zufolge die Abschaffung der Luftverkehrssteuer und ein von Bund und Ländern getragenes Luftverkehrskonzept.

AFP

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