Ergebnis für Corona-Krisenjahr 2020

Lufthansa mit Rekordverlust - knapp sieben Milliarden Euro

  • Sophie Waldner
    vonSophie Waldner
    schließen

Das 2020 lief für die Tourismusbranche nicht besonders gut. So auch die Lufthansa Group, deren Jahresergebnis nun veröffentlicht wurde.

Das Krisenjahr 2020 hinterlässt auch bei der Lufthansa* seine Spuren. Lediglich die Cargo-Geschäfte konnten ein Plus erzielen und damit die Stimmung etwas heben. Das die Bilanz für 2020 nicht rosig ausfallen würde, sollte keine Überraschung sein. Dennoch sind die Verluste bei der Lufthansa auf einem Rekordhoch. Mehr zu dem Jahresergebnis der Lufthansa Group, lesen Sie hier.

Rekordverlust bei der Lufthansa: Jahresergebnis 2020

Immer noch fehlt die Nachfrage nach Nah- und Fernreisen, sodass nach wie vor die meisten Flugzeuge auf dem Boden gehalten werden. Doch so langsam wächst die Hoffnung und die Tourismusbranche kann hoffentlich bald aufatmen. Bis dahin werden Bilanzen gezogen. Darüber, welchen Schaden das letzte Jahr angerichtet hat und welche Erfolge verbucht werden können. Wie reisetopia.de berichtet, beläuft sich der Gesamtverlust der Lufthansa auf 6,7 Milliarden Euro. Zum Vergleich: Im Vorjahr wurde ein Gewinn 1,2 Milliarden Euro erreicht. „Das vergangene Jahr war das herausforderndste in der Geschichte unseres Unternehmens – für unsere Kunden, unsere Mitarbeiter und unsere Aktionäre. Reisebeschränkungen und Quarantäne haben zu einem einzigartigen Nachfrageeinbruch im Luftverkehr geführt“, so wird Carsten Spohr, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Lufthansa AG, auf reisetopia.de zitiert.

Lesen Sie auch: Perfider Plan, um Touristen anzulocken? Bali plant „Grüne Zonen“.

Lufthansa: Trotz Rekordverlust mit geringem Erfolg

Obwohl die Umsätze im Krisenjahr 2020 auf schmächtige 13,6 Milliarden Euro sanken, konnte das Unternehmen einen kleinen Erfolg verbuchen. Immerhin konnte der Mittelabfluss reisetopia.de zufolge, im vierten Quartal auf 300 Millionen Euro reduziert werden. Zulasten der Lufthansa-Mitarbeiter wurden schon zu Beginn der Corona-Pandemie Stellen gestrichen, um Kosten einzusparen. Dies bedeutete neben Kurzarbeit und Stellenstreichungen auch Einigungen mit Sozialpartnern. Laut reisetopia.de sind nach aktuellem Stand (11. März 2021) 110.000 Mitarbeiter bei der Lufthansa beschäftigt. Tatsächlich sind aber weitere Stellenstreichungen in Planung.

Lesen Sie auch: Wird Sommer-Urlaub 2021 auch wieder im Ausland möglich sein? Tourismusbeauftragter trifft Prognose.

So wurde bereits 2020 durch das Unternehmen angekündigt, die gesamte Flotte auf 650 Flugzeuge zu minimieren. Auch diese Reduzierung ist der Pandemie und dem Rückgang an Reiseanfragen geschuldet. Gerade einmal 36,4 Millionen Passagiere beförderte die Lufthansa im Jahr 2020. Doch es gibt einen Lichtblick für das Lufthansa-Unternehmen: Dessen Drehkreuzfunktion konnte 2020 zumindest etwas Stabilität bringen. Darüber hinaus konnte auch die Luftfracht zum geringen Erfolg beitragen. Schließlich erreichte die Lufthansa Cargo einen Rekordgewinn von 772 Millionen Euro. 

(swa) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

Auch interessant: Erstes Urlaubsland will Quarantäne-freie Einreise erlauben – auch für Touristen, die nicht geimpft sind.

Corona-Regeln an deutschen Flughäfen

Abstand halten, Maske tragen: Flugreisende müssen sich in diesem Sommer an Regeln halten, um eine erneute, größere Ausbreitung des Coronavirus zu verhindern. Foto: Marius Becker/dpa/dpa-tmn
Hochgestellte Stühle am Flughafen Tegel im März - auch weiterhin müssen Passagiere an den deutschen Airports mit eingeschränktem Gastronomie-Angebot rechnen. Foto: Michael Kappeler/dpa/dpa-tmn
Hier geht's lang zum Coronatest: Am Frankfurter Flughafen können sich Passagiere künftig vor dem Abflug auf eine Infektion mit dem Virus testen lassen. Foto: Boris Roessler/dpa/dpa-tmn
Passgiere mit Mund-Nasen-Schutz am Hamburger Flughafen: In Corona-Zeiten müssen Sicherheitsregeln beachten werden. Foto: Markus Scholz/dpa/dpa-tmn
Corona-Regeln an deutschen Flughäfen

Rubriklistenbild: © Jochen Eckel/imago

Auch interessant

Mehr zum Thema

Kommentare