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Sonnenschein ist auf Madeira keine Seltenheit - das Klima ist mild.

Schöner Fleck im Atlantik

Madeira: Die glückselige Insel

Kaplilien, afrikanische Liebesblumen... allein die botanische Vielfalt der "Blumeninsel" ist verführerisch. Doch auch die Wanderwege und kulinarischen Spezialitäten locken nach Madeira.

Es sind vor allem Segler bei ihren Atlantiküberquerungen, die Madeira ansteuern. Zudem ist die Insel zu einem wichtigen Stopp für Kreuzfahrtschiffe geworden, die vor allem in den Frühjahrsmonaten in Funchal vor Anker gehen.

Aufregend: Korbschlitten-Fahrt nach Funchal

Viele der Tagesbesucher auf Landgang werden vermutlich Monte besuchen, das oberhalb Funchals liegt – denn zurück geht's aus dem über 600 Meter hoch gelegenen Ort im Korbschlitten, einer der bekanntesten Attraktionen für Touristen. Gute Nerven sind gefragt: Die Tobbogan- Schlitten verfügen weder über eine Bremse noch über eine Lenkung. Das übernehmen die zwei in traditionelle weiße Tracht gekleideten Einheimischen, die jeden Schlitten auf der rund zwei Kilometer langen Fahrt hinunter nach Funchal begleiten.

Die Blumeninsel

Beeindruckend für die Besucher ist die Vielfalt der Flora. Wohl kein Reiseprospekt, der nicht Madeira als Blumeninsel preist – und mit vielen bunten Bildern mit Strelitzien, Kaplilien und Afrikanischen Liebesblumen illustriert ist. 

Sehenswert: die Markthalle von Funchal

Wer sehen will, was die Natur auf Madeira wachsen und gedeihen lässt, sollte unbedingt dem Mercado dos Lavradores, der Markthalle von Funchal, einen Besuch abstatten. Sehenswert sind die großen Blumenstände mit all der farbigen Pracht sowie das Angebot an ungewöhnlichen Obstsorten, wie beispielsweise Madeirabananen oder Monstera, die Früchte des Fensterblatts.

Wanderer genießen spektakuläre Ausblicke

Gäste, die mehrere Tage auf Madeira bleiben und aktiv sein wollen, werden wandern. Dafür ist die Insel schließlich auch bekannt. Zum Baden gibt es nämlich außer den Hotelpools und einigen in die Felsen gehauenen Naturpools oder Felsbadebuchten am Strand kaum Gelegenheit. Sandstrände sind rar, auch wenn in den letzten Jahren einige künstlich aufgeschüttet wurden.

Also machen sich die Aktiv-Urlauber auf und besuchen vor allem den Nordteil der Insel. In diesem wasserreicheren Teil Madeiras wurden vor rund 300 Jahren von Sklaven künstliche Wasserkanäle angelegt, die Levadas, entlang denen man auch heute noch sehr gut wandern kann. Diese Wege werden immer noch sorgfältig gepflegt und bieten den Touristen teilweise spektakuläre Ausblicke auf die Berge und Täler. Die Gegend zwischen Porto da Cruz und Santana wurde darum von der Unesco auf die Liste des Weltnaturerbes aufgenommen.

Kulinarische Spezialitäten

Aber die Insel hat auch ihren Reiz für kulinarischeGenießer. Das mit Zuckerrohrschnaps gemischte Nationalgetränk Poncha erinnert an das 15. Jahrhundert, in dem der auf der Insel gewonnene Zucker in ganz Europa verkauft wurde. Danach wurde auf Madeira Wein angebaut, der heute als mit Weinbrand angereicherte Spezialität beliebt ist. Zudem wird auf seiner Grundlage die bekannte Madeira-Soße zubereitet. Eine weitere Spezialität der Insel ist der Schwarze Degenfisch, der ansonsten nur noch vor der Küste Japans gefangen wird.

Bei diesen vielen Vorzügen wundert es nicht, dass die Wissenschaft der Biogeographie Madeira zusammen mit den Kanaren, den Kapverden und den Azoren zur Gruppe der makaronesischen Inseln zählt – benannt nach dem griechischen Wort für glücklich und gesegnet.

VOLKER PFAU

Reise-Info

Reiseziel: Die etwa 740 Quadratkilometer große portugiesische Insel mit rund 230 000 Einwohnern liegt im Atlantik westlich der marokkanischen Küste. Zu der Inselgruppe gehören noch Porto Sando und die unbewohnten Ilhas Desertas.

Anreise: Von München aus bieten Air Berlin, Condor und Germania mehrmals pro Woche direkte Verbindungen nach Funchal an. Preis ab rund 220 Euro (einfach). Die Entfernung München-Funchal beträgt 2940 Kilometer (Luftlinie)

Wetter: Das Klima auf Madeira ist durchgehend mild, mit maximalen Temperaturen um die 25 Grad.

Sehenswert: Museum Cristiano Ronaldo: Der Fußballstar wurde 1985 in Funchal geboren. Hier eröffnete er im Dezember 2013 ein Museum, das nur einem Einzigen gewidmet ist: CR7. Hotel Reid’s Palace: Der schottische Wein-Baron William Reid eröffnete 1891 das inzwischen legendäre Luxushotel, in dem u.a. George Bernard Shaw, Winston Churchill, Margaret Thatcher und Charlie Chaplin logierten.

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