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Gähnende Leere auf dem Bahnsteig: Ein ungewöhnlich hoher Krankenstand in der Urlaubszeit sorgt für ein Fahrplanchaos am Mainzer Hauptbahnhof - und für massiven Ärger bei den Fahrgästen.

Fahrplanchaos bis Ende August

Mainz Hauptbahnhof: Fernzüge fahren vorbei 

Am Mainzer Hauptbahnhof herrscht seit Freitag Chaos - nachts ist die Landeshauptstadt von Fernzügen abgekoppelt. Der Grund: Zu hoher Krankenstand im Urlaub und der wird wohl noch andauern.

Die Zugausfälle am Mainzer Hauptbahnhof wegen des Personalmangels werden höchstwahrscheinlich noch länger dauern.

„Ich gehe davon aus, dass es auch in der nächsten Woche zu Einschränkungen kommen wird“, sagte der Konzernbevollmächtigte der Deutschen Bahn für Rheinland-Pfalz und das Saarland, Jürgen Konz, am Mittwoch in Bad Kreuznach. Ursprünglich sollten die nächtlichen Zugausfälle nur bis Sonntag gehen.

Kaum Züge halten am Mainzer Hauptbahnhof 

Seit Freitag (2. August) ist der Mainzer Hauptbahnhof von Fernzügen in der Nacht nahezu abgekoppelt. Nur einige Schlafwagenzüge und wenige IC-Züge halten laut Bahn. Die DB begründet die Probleme mit einem nicht vorhersehbaren hohen Krankenstand während der Urlaubszeit - das Stellwerk könne nicht ausreichend besetzt werden. Die Bahn spricht von einem Sonderfall. „Ein ähnlicher Vorfall ist mir nicht bekannt“, sagte eine Bahnsprecherin in Frankfurt.

Die Bahn bat für das Chaos in Mainz um Entschuldigung. „Für die derzeitigen Einschränkungen möchte ich mich entschuldigen“, antwortete ein Mitarbeiter am Mittwoch auf Facebook auf Beschwerden einer Nutzerin. Bereits am Dienstag hatte Bahn-Sprecher Achim Stauß im ZDF gesagt: „Wir können uns im Moment bei den Kunden nur entschuldigen und dafür sorgen, dass die Situation sich möglichst schnell ändert.“ Das sieht bisher allerdings nicht so aus.

Sonderfall bis 30. August 2013

Der Zweckverband Schienenpersonennahverkehr Rheinland-Pfalz-Süd teilte unter Berufung auf die Bahntochter DB Netz mit, die Einschränkungen dauerten sogar bis 30. August. Der Bahn-Konzernbevollmächtigte für Rheinland-Pfalz sagte dagegen, wie weitgehend die Einschränkungen sein werden, stehe noch nicht fest.

dpa

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