+
Wer beobachtet, dass ein Mensch über Bord geht, sollte schnell einen Rettungsring hinterher werfen. Er kann die Stelle markieren, an der der Verunglückte zuletzt gesehen wurde.

Unglück auf See

"Mann über Bord": So sollten Sie auf der Kreuzfahrt auf keinen Fall reagieren

Stürzt ein Schiffspassagier ins Meer, ist schnelles Handeln gefragt. Doch wie können Mitreisende helfen? Ein Kreuzfahrtexperte erklärt, worauf es ankommt.

Berlin - Ein Passagier fällt von einem Kreuzfahrtschiff oder einer Fähre ins Meer - wie reagieren? Wer einen Sturz ins Wasser beobachtet, sollte sofort und möglichst laut "Mann über Bord" rufen, sagt Helge Grammerstorf, Direktor des Kreuzfahrtverbandes Clia Deutschland.

"Mann über Bord" auf Kreuzfahrt: So sollten Sie im Notfall reagieren

Dieser Grundsatz gelte auf allen Schiffen. Man kann auch "Person über Bord" rufen, das wird auch verstanden. Wenn kein Mitglied der Crew dies hört, sollte man andere Passagiere auffordern, Bescheid zu geben. Ganz wichtig: Man selbst sollte an Ort und Stelle bleiben - verlassen Sie nicht den Ort, an dem jemand von Bord gefallen ist.

Lesen Sie hier: Drogen, Leichen, Exzesse: Kreuzfahrt-Mitarbeiter enthüllen Skandale auf Schiff.

"Die Person unbedingt im Auge behalten und einen Ring hinterher werfen", sagt Grammerstorf. "Der ist im Zweifel besser im Wasser zu sehen als der Mensch." Gerade am Heck eines Kreuzfahrtschiffes gebe es auf jedem Deck mehrere Rettungsringe. "Wenn da ein Licht dran ist, umso besser." Sinnvoll ist auch, mit dem Arm in die Richtung des von Bord gegangenen zu zeigen. So haben auch andere Passagiere eine Chance, die Person zu sehen.

Lesen Sie hier: Aus diesem Grund sollten Sie nie grüne Socken auf Kreuzfahrt tragen.

Es ist auf See unheimlich schwer, eine Person im Wasser ausfindig zu machen. Wenn ein Schiff mit 15 Knoten fährt, sind das 7,72 Meter pro Sekunde. Menschen, die ins Meer gefallen sind, geraten daher schnell außer Sichtweite. Ein Schiff kann nicht sofort stoppen.

"Die Ratschläge klingen banal, aber sie sind wichtig und können Leben retten", betont Grammerstorf. Für alles andere sei die Crew verantwortlich. Sobald die Brücke informiert ist, kann ein Manöver eingeleitet werden, um zur Unglücksstelle zurückzukehren.

Auch interessant: Auf Kreuzfahrt mit Hund: Was muss ich beachten?

dpa/tmn

Diese Fehler bei der Reiserücktrittsversicherung sollten Sie dringend vermeiden

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

"Wir haben uns verp****": Video sorgt für Empörung - bis man sieht, was dahintersteckt
Eine Frau veröffentlicht ein Video, das den Landeanflug auf die Malediven einfangen will. Was wirklich dahintersteckt, erfahren Sie hier.
"Wir haben uns verp****": Video sorgt für Empörung - bis man sieht, was dahintersteckt
Kreuzfahrt-Stopp bei MSC, Aida & Co.: Reedereien sagen teilweise bis Juli Reisen ab
Wer einen Kreuzfahrt-Urlaub im Frühjahr geplant hat, bangt nun um seine Reise. Immer mehr Reedereien sagen für Reisen ab - manche sogar bis Juli. Wir haben eine …
Kreuzfahrt-Stopp bei MSC, Aida & Co.: Reedereien sagen teilweise bis Juli Reisen ab
Reiseziele in Europa mit kristallklarem Wasser - für die Zeit nach der Corona-Krise
Wer in Urlaub fahren will, hat derzeit das Nachsehen. Doch die Situation wird nicht ewig dauern. Wir haben Reiseziele in Europa für die Zeit nach Corona zusammengestellt.
Reiseziele in Europa mit kristallklarem Wasser - für die Zeit nach der Corona-Krise
Gruselig: Web-Cams an Touristen-Hotspots zeigen gespenstische Bilder
Zahlreiche Touristen-Hotspots sind in diesen Tagen völlig verlassen. Von Spanien bis nach New York: Aufnahmen zeigen die gähnende Leere an beliebten Orten. 
Gruselig: Web-Cams an Touristen-Hotspots zeigen gespenstische Bilder

Kommentare