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Traumhafte Landschaften: Neuseeland

Ab nach Neuseeland

Nach Rosamunde Pilchers Cornwall und Inga Lindströms Schweden hat das ZDF ein neues Traumziel für sonntägliche Romantik-Fernseh­abende gefunden: Neuseeland.

Das Paradies am Ende der Welt hat auch die Welt der Schauspieler auf den Kopf gestellt.

Auckland, im April 2009. Natürlich: Es geht um Schicksale, um Liebe und Lebensgeschichten, um Menschen, die sich verloren und gefunden haben. Aber das Besondere an den beiden Filmen „Sehnsucht nach Neuseeland“ und „Das Paradies am Ende der Welt“, die das ZDF am 3. und 10. Mai 2009 (jeweils 20.15 Uhr) zeigt, sei das Land selbst, sagt Regisseur Michael Keusch. „Es kam mir vor wie Kalifornien und Kanada in einem. Hoffentlich haben wir es geschafft, mit unserem Film die Faszination zu vermitteln.“

Neuseeland ist großartig. So großartig, dass Schauspieler Christoph Kottenkamp ständig fürchtete, von der Natur an die Wand gespielt zu werden: „Es gab Tage, an denen ich ans Set kam, mir der Atem stockte und ich dachte: Wie soll ich den Konflikt spielen vor so einer Kulisse!“ Gedreht wurde zwischen Januar und März, zunächst auf der Nordinsel, die geprägt ist von dichten Wäldern, von heißen Quellen, die aus der Erde strömen, und von einer Unmenge von Schafen.

Die zweite Geschichte spielt auf der Südinsel, am Strand von Dunedin, dem Rückzugsgebiet des vom Aussterben bedrohten Gelbaugen-Pinguins. Auch er spielt eine Rolle in der Lovestory um Meeresbiologin Julia (gespielt von Elisabeth Lanz) und Ranger Matthew (Jörg Schüttauf). Damit die echten Tiere durch die Dreharbeiten nicht gestört wurden, ließ man von der Firma Weta einen ferngesteuerten Pinguin-Dummy nachbauen. Bei Weta kennt man sich aus mit solchen Tricks. Das Team war schon beim Dreh für „Der Herr der Ringe“ dabei – und hatte einen Oscar abgeräumt.

Suzan Anbeh und Christoph Kottenkamp

Neuseeland, das „Land der langen weißen Wolke“, wie es in der Sprache der Ureinwohner, der Maori heißt, ist kein Tropenparadies. Es gibt dort Sommer und Winter (wenn auch in umgekehrter Reihenfolge zu Europa), Sonne und manchmal auch Schnee. Und vor allem gibt es, bedingt durch starke Westwinde, die dem Breitengrad zufolge „Die brüllenden Vierziger“ heißen, blitzschnelle Wetterwechsel. Dass sie zumindest in den ersten Wochen der Dreharbeiten dennoch nur „gnadenlos schönes Wetter“ hatten, schreibt Regisseur Michael Keusch dem Segen des Maori-Häuptings zu. „Die Maori-Götter müssen auf unserer Seite gewesen sein.“

Wie sehr die Neuseeländer auch sonst Anteil an den Dreharbeiten des deutschen Teams nahmen, zeigt die Uhren-Anekdote von Te Aroha: Das Städtchen auf der Nordinsel war Drehort für den ersten Film, und für ein Treffen mit Grundbesitzerin Paige Duvall (Suzan Anbeh) und Schafzüchter Adam (Christoph Kottenkamp) musste die Uhr an der großen Straßenkreuzung umgestellt werden. Kein Problem für die Bewohner. Sie passten ihren Lebensrhythmus einfach der Filmzeit an.

Neuseeland ist mit 268.000 Quadratmetern fast so groß wie Deutschland, hat aber gerade mal so viele Einwohner wie Berlin. „Das führt dazu, dass einem die Menschen weniger gestresst und viel neugieriger begegnen“, sagt Schauspieler Christoph Kottenkamp. „Ihre freundliche Aufgeschlossenheit ist schon besonders.“ Gerne erinnert er sich an die Abende auf der Terrasse vor dem Holzhäuschen in Auckland, das er sich mit seinem Kollegen Max Gertsch geteilt hatte. „Dort sitzt man gemütlich, trinkt ein Glas Wein und wenn jemand vorbeikommt, hält man ein Schwätzchen.“

Neuseeland liegt am anderen Ende der Welt, oder wie Christoph Kottenkamp sagt: „Weiter können wir nicht reisen, wenn wir auf diesem Planeten bleiben wollen.“ 20 Flugstunden und noch mehr: „Als Reiseziel wäre mir das nie eingefallen“, gibt Suzan Anbeh zu. Umso mehr empfindet sie es als Glücksfall, die Rolle angeboten bekommen zu haben. „Es war wie eine Abenteuerreise.“

Christine Hinkofer

Reise-Infos zu Neuseeland

REISEZIEL

Neuseeland ist ein geografisch isolierter Inselstaat im südlichen Pazifik. Die nächsten Gebiete sind Australien im Westen, Neukaledonien, Tonga und Fidschi im Norden (jeweils ca. 2000 Kilometer entfernt) und Antarktika im Süden (3000 Kilometer). Teile Neuseelands befinden sich auf der Erdkugel genau entgegengesetzt von Spanien, sind also dessen Antipoden. Neuseeland besteht im Wesentlichen aus der Nord- und der Südinsel, die durch die 23 Kilometer breite Cookstraße voneinander getrennt sind. In der Nord-Süd-Achse sind sie zusammen 1600 Kilometer lang.

ANREISE

Air New Zealand startet zweimal täglich ab London Heathrow über Los Angeles und über Hongkong nach Auckland in Neuseeland (Zubringer ab sieben deutschen Flughäfen mit Lufthansa). Preis ab/bis Deutschland ab 1036 Euro (auch als Round-the-World-Ticket). Innerhalb Neuseelands fliegt die Airline 27 Städte an und verfügt damit über das umfangreichste Streckennetz in ihrem Heimatland. Buchung unter www.airnewzealand.de oder unter der gebührenfreien Nummer 0800/1817778.

REISETYP

Vulkane, Wälder, Tiere und einsame Strände: Neuseeland ist das Land der Naturwunder. Viel zu schade, um an einem Ort zu bleiben. Die ideale Form, das Land zu bereisen, ist ein Wohnmobil-Urlaub.

VERANSTALTER

Spezialist für Neuseeland ist z. B. Canusa Touristik. Büro München: Tel. 089/8980780, im Internet: www.canusa.de

NEUSEELAND IM FILM

Gedreht wurden die ZDF-Filme nach den Romanen der amerikanischen Bestsellerautorin Emilie Richards in Auckland, Te Aroha und Rotorua sowie am Strand von Dunedin auf der Süd­insel. Ein Star wurde der ferne Inselstaat schon 2001 durch die Romanverfilmungen von „Der Herr der Ringe“.

WEITERE INFO

Tourism New Zea­land, Büro für Europa in London, Tel. 0044/207-09301 62, im Internet: www.newzealand.com

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