„Der Messebesucher will was erleben“

München - Urlaubslaune im Münchner Februar-Grau verspricht die Reise- und Freizeitmesse f.re.e in Riem, die im kommenden Jahr zusammen mit den Münchner Autotagen von Münchner Merkur und tz stattfindet. Wir sprachen mit Reinhard Pfeiffer, Geschäftsführer der Messe München.

-Herr Dr. Pfeiffer, die Münchner Reisemesse f.re.e gibt es jetzt seit drei Jahren unter diesem Namen und dennoch sprechen viele noch immer von der Caravan und Boot. Hätte man es nicht einfach bei CBR belassen können?

Wir wissen natürlich, dass es einige Zeit braucht, bis der Name f.re.e bei allen Besuchern im Kopf ist. Wir haben ja auch gar nichts gegen den traditionellen Begriff CBR. Nur stehen diese drei Buchstaben eben für Caravan, Boot und Reise. Dafür steht zwar auch die Messe f.re.e immer noch, aber eben nicht nur. Es ist einfach sehr viel hinzugekommen.

-Was genau?

Das ganze Thema Wellness und Gesundheit, sowie der aktive Freizeitsport, also Bergsteigen, Klettern, Wandern, Kajak, Kanu oder Radfahren. Das sind alles Themen, die so nicht zu den Begriffen Caravan, Boot oder Reise passen. Daher eben nun der Name f.re.e, die Reise- und Freizeitmesse.

-Am Grundkonzept hat sich also nichts geändert?

Die f.re.e ist nach wie vor eine wichtige Reise- und Urlaubsmesse. Das ist der Kern und ein riesiges Angebot an Reisedestinationen und Urlaubsmöglichkeiten wird in drei von insgesamt sechs Hallen dargestellt. Doch die Menschen sind in den vergangenen Jahren immer aktiver geworden. Man will heute im Urlaub nicht nur am Strand liegen, man möchte auch wandern, radeln oder Wassersport betreiben. Daher passen die f.re.e-Freizeitangebote neben Boot und Caravan bestens zu dem geänderten Urlaubs- und Freizeitverhalten. Und unsere Besucher sind auch aktiv, sie wollen was erleben, sich bewegen. Daher haben wir auch im nächsten Jahr zum Beispiel wieder ein Tauchbecken, eine Kletterwand oder einen Fahrradparcours. Dort kann man gleich sein E-bike bzw. Pedelec ausprobieren. Das ergänzt sich auch hervorragend mit den gleichzeitig stattfindenden Münchner Autotagen. Dort können die Besucher ebenfalls Autos testen, erleben und probefahren. Das passt zum Event-Charakter der Messe.

-Welche Zielgruppe spricht die f.re.e an?

Das geht von älteren, kaufkräftigeren Damen und Herren, über Familien bis hin zu ganz jungen Leuten vor allem aus München und der Region.

-Wie neidisch blicken Sie eigentlich nach Berlin zur Reisemesse ITB mit einem internationalen Millionenpublikum?

Da gibt es keinen Neid. Denn die ITB und die f.re.e sind ganz unterschiedlich aufgestellt. Wir hier in München sind eine Publikumsmesse und sprechen den Endverbraucher vor allem aus dem süddeutschen Raum an. Die ITB hingegen ist eine auf den Fachbesucher ausgerichtete internationale Messe.

-Auf der f.re.e wird traditionell gern gebucht und gekauft. Wie hoch ist denn der Umsatz an diesen fünf Messetagen?

Das können wir nicht beziffern. Aber generell ist es so, dass sich besonders die Produkte gut verkaufen, die preislich überschaubar sind, wie das bei einem Surfboard oder beim Fahrrad der Fall ist. Bei einem Caravan ist man aber schnell bei mehreren zehntausend Euro, das muss man sich dann erst noch gründlich überlegen. Aber auch hier sagen uns viele Aussteller, dass sie durch die Messe an Kunden kommen, die vorher noch gar nicht gedacht haben, dass ein Reisemobil oder Caravan für sie infrage kommt.

-Noch ist ein bisschen hin bis zum Start der f.re.e. Wie viele Anmeldungen sind schon eingegangen?

Insgesamt sind wir sehr zufrieden und haben derzeit sogar mehr Anmeldungen als zum Vorjahreszeitpunkt. Im Tourismusbereich haben wir knapp 500 Anmeldungen, besonders freut es uns, dass wir in unserer Caravanhalle bereits 60 Aussteller haben, die über 4500 Quadratmeter Fläche angemeldet haben. Gerade die Caravan- und Reisemobilhalle ergänzt sich sehr gut mit den Münchner Autotagen.

-Im kommenden Jahr fällt die Messe zeitlich in die Faschingsferien. Könnte das nicht unglücklich laufen und die potenziellen Urlauber sind im Urlaub?

Davon gehen wir nicht aus. Die letzte Messe mit 1400 Ausstellern besuchten rund 95 000 Menschen und die fand nicht in den Ferien statt. Im Jahr zuvor waren Ferien und es kamen noch mehr Besucher. Mehr noch als die Ferien spielt das Wetter eine Rolle. Wenn wir nach einer Schlechtwetterperiode strahlend blauen Himmel haben, dann überlegen es sich die Leute natürlich, ob sie den Tag auf der Messe oder lieber draußen verbringen. Bei der letzten Messe war es bis zum vorletzten Tag sehr schön und die Zahlen dementsprechend unterdurchschnittlich, doch dann kam mit dem letzten Tag der Wetterumschwung und hat mit einem Schlag fast alles ausgeglichen.

Die Münchner Autotage und die Messe f.re.e finden von Mittwoch, 22. bis Sonntag, 26. Februar 2012, zeitgleich auf der Messe München statt. Mit einem Ticket gibt es also zwei Veranstaltungen: Das Tagesticket für Erwachsene kostet 7,50 Euro. Wer online bucht, zahlt 5 Euro. Kinder (sechs bis 14 Jahre) zahlen 3,50 Euro und das Familienticket gibt es für 15 Euro (2 Erwachsene, 2 Kinder).

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