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Feuerwehrleute beim Brand im Leonardo Da Vinci Flughafen in Fiumicino, Rom. Die Löscharbeiten dauern an.

Großbrand am Airport

Feueralarm: Flughafen Rom Fiumicino gesperrt

Nach einem Brand im römischen Flughafen Leonardo Da Vinci ist der internationale Flugverkehr unterbrochen worden. Drei Menschen erlitten Rauchvergiftungen.

Das Feuer war in der Nacht in der Küche einer Kaffeebar im Transitteil des Terminals 3 ausgebrochen und konnte erst nach Stunden gelöscht werden. Die italienischen Behörden haben Brandstiftung oder einen Anschlag ausgeschlossen.

Feuerwehr und Polizei rückten zu einem Großeinsatz aus, ein Krisenzentrum wurde eingerichtet. Auf einer Fläche von rund 1000 Quadratmetern wurden laut Feuerwehr viele Läden zerstört. Drei Menschen wurden mit Rauchvergiftungen aus dem Flughafengebäude gebracht. Ein Mitarbeiter der niederländischen Fluggesellschaft KLM sei mit Verdacht auf Schlaganfall ins Krankenhaus gebracht worden. Hunderte Passagiere campierten den Angaben zufolge in Terminal 1.

Wegen dichter Rauchentwicklung wurden auch die Autobahnen in der Region gesperrt. Augenzeugen berichteten, die aufsteigenden Rauchsäulen seien noch kilometerweit entfernt zu sehen gewesen.

Der Brand beeinträchtigt den internationalen Flugbetrieb an dem Airport erheblich. Zunächst wurden nur einige Intercontinentalflüge abgefertigt. Die Verbindungen von und nach Deutschland und andere europäische Staaten sollten nach und nach bis Donnerstag, 14.00 Uhr wieder aufgenommen werden. Mehrere Tausend Passagiere sollen festsitzen. Nur 13 Interkontinentalflüge sind laut der italienischen Nachrichtenagentur Ansa am Donnerstag noch gestartet.

Die Fluggesellschaft Alitalia weißt die Passagiere darauf hin, den Flughafen nicht anzufahren, solange er geschlossen bleibt. Mit Verzögerungen und Flugausfällen ist den ganzen Tag zu rechnen. Betroffene Fluggäste können bis Sonntag, 10. Mai ihren ausgefallenen Flug erneut buchen oder die sich die Kosten erstatten lassen.

Flughafenbrand in Rom

dpa/mil

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