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Weil sie sich auf dem heiligen Berg Kinabalu auf Borneo nackt ausgezogen haben sollen, sind vier westliche Touristen zu drei Tagen Haft und einer Geldbuße von je 5000 Ringgit (knapp 1200 Euro) verurteilt worden.

Malaysia

Nackt auf dem Kinabalu: Touristen müssen Strafe zahlen

Erst entblößten sie sich angeblich, dann bebte die Erde rund um Malaysias heiligen Berg Kinabalu: Prompt sah sich eine Touristengruppe mit dem Vorwurf konfrontiert, die Götter erzürnt zu haben. Nicht nur die Justiz, auch ein Stammesführer war erbost.

Es sollte ein Spaß sein, endete aber vor einem Gericht in Malaysia: Weil sie sich auf dem heiligen Berg Kinabalu auf Borneo nackt ausgezogen haben sollen, sind vier westliche Touristen zu drei Tagen Haft und einer Geldbuße von je 5000 Ringgit (knapp 1200 Euro) verurteilt worden. Die beiden Kanadier - Bruder und Schwester -, der Niederländer und die Britin sollten aber umgehend freikommen und ausgewiesen werden, teilte die Staatsanwaltschaft am Freitag mit. Ihre dreitägige Untersuchungshaft werde nämlich angerechnet.

Die Touristen im Alter von 22, 23 und 24 Jahren waren des unsittlichen Verhaltens angeklagt worden. Medienberichten zufolge hatten sie sich schuldig bekannt, aber der Anklage in einigen Punkten widersprochen. Ihnen drohten bis zu drei Monate Gefängnis, hieß es.

Insgesamt hatten laut Polizei zehn Teilnehmer einer Klettergruppe am 30. Mai auf dem Gipfel des Kinabalu (rund 4095 Meter) die Hüllen ganz oder teilweise fallen lassen - ungeachtet der Proteste einheimischer Bergführer. Wenige Tage nach der Strip-Aktion hatte ein heftiges Erdbeben den Bundesstaat Sabah erschüttert und mindestens 18 Menschen getötet.

Einige Einheimische des südostasiatischen Landes sind überzeugt, dass die Ausländer mit ihrem Verhalten die Geister des heiligen Berges erzürnt und dadurch das Beben ausgelöst haben. Stammesführer Tindarama Aman Sirom Simbuna hatte als Wiedergutmachung zehn Büffel gefordert. „Die Touristen haben den Hüter des Berges wütend gemacht und müssen für ihr Vergehen zahlen“, sagte er laut der Zeitung „The Star“.

dpa

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