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Vor 5.500 Jahren wurde der Mann in der Nähe von Stonehenge begraben.

Druiden und Touristen

Stonehenge: Eine Villa für den Steinzeitmann

Er ist ein guter Typ. Sieht irgendwie aus wie Schauspieler Christopher Lambert, wenn man sich mal den Vollbart wegdenkt.

Das neue Museum von Stonehenge.

Und er hat ein schickes neues Haus, alles nur vom Feinsten, in bester Ortsrandlage. Immerhin hat der Nobelschuppen mit dem futuristischen Interieur und dem Lichtdesign 32 Millionen Euro Baukosten verschlungen. Wäre an und für sich also eine gute Partie, der Kerl. Wenn nur das Alter nicht wäre. 5500 Jahre, mindestens, hat der Steinzeitmann, der als Rekonstruktion in das neue Besucherzentrum im südenglischen Stonehenge eingezogen ist, nämlich auf dem Buckel.

Das prähistorische Steinmonument Stonehenge in Südengland.

Neben der täuschend echten Nachbildung des Mannes, dessen Skelett nahe der Steinkreise von Stonehenge gefunden wurde, sind in dem Museum der prähistorischen Stätte zwei Manuskripte aus dem 14. Jahrhundert mit früheren Darstellungen des Monuments sowie römische Münzen und Schmuck zu besichtigen. Insgesamt zeigt das Museum 250 teils noch nie vorher ausgestellte Stücke. Und auch mit dem Verkehrslärm hat der Steinzeitmann in seinem neuen Domizil richtig Glück: Eine in der Nähe verlaufende Straße wurde für den Museumsneubau stillgelegt.

Stonehenge

Die Anlage in der Nähe von Amesbury im südenglischen Wiltshire besteht aus einem Graben und mehreren, kreisförmig angeordneten Megalithen (Riesenquadern). Sie entstand in der Jungsteinzeit um 3100 vor Christus und wurde mindestens bis in die Bronzezeit genutzt, vermutlich für religiöse Zeremonien. Stonehenge zieht jedes Jahr mehr als eine Million Besucher an.

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tz

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