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Ein Traumurlaub kann sich schnell in einen Alptraum verwandeln. Ein neues Warnsystem soll für mehr Sicherheit sorgen. 

Higtech-Krisenwarnsystem für Urlauber

Berlin - Hurrikan, eine Flutwelle oder Unruhen - vor diesen Sitationen können Veranstalter Urlauber in Zukunft Urlauber warnen. Ein neues System namens „Global Monitoring“ soll dabei helfen.

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"Bombenstimmung" am Urlaubsort - was tun?

Der Deutsche Reise-Verband hat auf der Reisemesse ITB ein neues Krisenwarnsystem vorgestellt, das die Sicherheit von Urlaubern verbessern soll. Das „Global Monitoring“ schlägt beim Veranstalter automatisch Alarm, sobald zum Beispiel Gefahr durch eine Naturkatastrophe oder politische Unruhen droht. Dadurch könnten Veranstalter „so schnell wie nie zuvor auf sich anbahnende kritische Situationen reagieren“, erklärte DRV-Hauptgeschäftsführer Hans-Gustav Koch am Mittwoch bei der Messe in Berlin (noch bis 11. März). Der Veranstalter soll dabei auf einen Blick sehen können, wo sich gerade wie viele seiner Gäste aufhalten. „Das ermöglicht ein noch zielgenaueres Reagieren im Ernstfall.“

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Urlauber ließen sich außerdem umgehend per SMS und E-Mail vor Gefahren warnen. Dazu müssen sie beim Buchen allerdings ihre Handynummer und E-Mail-Adresse angeben. Seine Testphase hat das „Global Monitoring“ bereits im vergangenen Jahr bestanden. So haben es Reiseveranstalter etwa während der Flut in Bangkok im Oktober im Live-Betrieb ausprobiert. Neu ist, dass große Veranstalter wie TUI, Thomas Cook, die Rewe Touristik und FTI es einsetzen. „Weitere werden folgen“, ist sich Koch sicher.

Die Warnmeldungen stammen aus mehr als 30 Quellen und werden von einem Redaktionsteam geprüft, erläuterte Marcel Brandt vom Entwickler A3M, der bereits ein Tsunami-Frühwarnsystem betreibt. Die Informationen werden in einem Ereignis-Ticker und auf Karten angezeigt.

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Anhand dieser Daten könnten Veranstalter beispielsweise bei Unruhen in Kairo schneller einschätzen, ob Gäste dadurch gefährdet sind, erläuterte Marcel Brandt vom Entwickler A3M. „In Ägypten sind ja viele Urlaubsregionen gar nicht betroffen gewesen.“ Auch lasse sich etwa die Entwicklung eines Hurrikans laufend auf der Karte verfolgen. So könnten Urlauber frühzeitig gewarnt werden.

Erkennbar soll auch sein, ob Urlauber gerade unterwegs auf einem Ausflug sind. Dadurch könne sofort reagiert werden, wenn etwa eine Gruppe in Ägypten auf dem Weg nach Kairo ist und dort Unruhen ausbrechen. So lasse sich in so einem Fall der Reiseleiter im Bus kontaktieren, damit er den Ausflug abbläst und die Gäste informiert. In anderen Fällen könnten Urlauber bei Problemen im Hotel kontaktiert werden, wenn ersichtlich ist, dass sie noch nicht ausgecheckt haben.

dpa

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