Online-Buchungsportale im Test

Airbnb, Wimdu und Co.: Was Sie besser wissen sollten 

Berlin - Eine Reise im Internet buchen ist bequem und zeitsparend. Doch Vorsicht: Gerade auf Online-Buchungsportalen lauern einige Fallen! Wie man diese umgehen kann, zeigt Stiftung Warentest.

Ein Hotel, eine Ferienwohnung oder ein Privatzimmer im Internet zu buchen, klappt meist gut. Verbraucher können aber auch in Fallen tappen: Sie werden auf bestimmte Unterkünfte gelenkt, Ihnen werden Versicherungen als „Abofallen“ aufgedrängt, es gibt unerlaubte Klauseln in den Geschäftsbedingungen oder Sie müssen im Fall einer Auseinandersetzung in einem anderen Land klagen, weil das Portal keine Niederlassung in Deutschland hat. Für die September-Ausgabe der Zeitschrift test hat die Stiftung Warentest insgesamt 21 Portale für Hotelzimmer, Ferienwohnungen- und Häuser sowie für Privatunterkünfte getestet.

Bei einem Portal werden nicht die günstigsten oder von den Gästen am besten bewerteten Hotels auf den ersten Plätzen gelistet, sondern diejenigen, die eine höhere Provision bezahlt haben. Bei einem anderen sind die Gesamturteile für die Unterkünfte nicht nachvollziehbar. Wer bei einem dritten bucht, bekommt eine Reiserücktrittsversicherung aufgedrängt, die sich ohne rechtzeitige Kündigung um ein Jahr verlängert und deren Prämie sich im zweiten Jahr fast verdoppelt. Manche Portale haben keine Niederlassung in Deutschland. Bei Auseinandersetzungen müssen die Kunden deshalb in Irland oder den Niederlanden klagen. Bei einem Anbieter gibt es nicht einmal ein Impressum, andere haben mehrere unerlaubte Klauseln in den allgemeinen Geschäftsbedingungen.

Wie umgeht man die Anbieter-Fallen?

Eine Anleitung, worauf man achten muss und wie man die Fallen umgeht, finden sich in der Zeitschrift test und auftest.de. Außerdem wird dargelegt, wie die Rechtslage ist, wenn man als Nutzer von Portalen wie Airbnb, 9flats.com oder Wimdu Probleme mit den Gastgebern hat. 

Ein Beispiel für eine typische Falle: Nach Eingabe von Reiseziel, Termin und Personenzahl erscheint bei den meisten Portalen eine Treffer­liste mit Ferien­unterkünften, deren Reihen­folge nicht immer nach­voll­zieh­bar ist. Nach welchen Kriterien die ersten Angebote ausgewählt sind, die zum Beispiel „Empfehlung“ oder „Bestseller“ heißen, erfährt man kaum. Arglose Verbraucher orientieren sich aber daran. Wer eine Unterkunft sucht, sollte die Treffer­liste immer nach eigenem Gusto neu sortieren. Meist ist das nach Preis, Gästebewertung oder Entfernung möglich.

Ein weiteres Manko der Online-Buchungsportale: die schwache Beratung. Wer Hilfe braucht und eine E-Mail schreibt, den macht die Antwort, wenn er über­haupt eine bekommt, oft nicht schlauer. Um

Bei welchen Portalen ist man auf der sicheren Seite?

Der beste Anbieter für Hotelbuchungen im Internet ist HRS, bei den Portalen für Ferienwohnungen und – häuser liegt Casamundo vorn. Bei den Privatzimmer-Portalen schneidet nur 9flats.com „gut“ ab.

Übrigens: Buchungen übers Internet sind beliebt wie nie: Zwischen 2004 und 2014 stieg die Zahl der online gebuchten Pauschalreisen von 22 auf 37 Prozent. Flüge und Ferienunterkünfte werden noch öfter online gebucht. 

mm

Rubriklistenbild: © dpa (Symbolbild)

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