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Nackte Touristen sorgen in Machu Picchu für Ärger. 

Respektlose Urlauber

Machu Picchu: Vier nackte Männer geschnappt

Peru geht gegen den Nacktfoto-Trend von Touristen in Machu Picchu vor. Nun hat die Polizei vier nackte Männer in der Inka-Stadt festgenommen, die vor der historischen Kulisse blank gezogen hatten.

Peru hat die Kontrollen in der Inka-Stadt Machu Picchu verschärft, um Nacktfotos von Touristen zu verhindern. Scheinbar mit Erfolg. Die Polizei nahm am Mittwoch nach eigenen Angaben zwei Australier und zwei Kanadier fest, die sich dort für Aufnahmen entblößten. Die 22 und 24 Jahre alten Australier filmten demnach mit einer Videokamera, die beiden 20-jährigen Kanadier mit einem Mobiltelefon. Nach einigen Stunden seien die Männer wieder freigelassen worden.

Das peruanische Kulturministerium hatte am Dienstag "alle respektlosen Handlungen von Besuchern", die nach Aufmerksamkeit heischten, in Machu Picchu verurteilt. Nachdem Urlauber nackt in Machu Picchu posiert und Fotos davon in diversen Internet-Blogs veröffentlicht hatten, wurden die Überwachungsmaßnahmen verschärft.
Auch das zunehmende Verschandeln der historischen Stätte mit Graffiti bereitet den Behörden Sorgen.

Vergangene Woche war ein historisch bedeutsames Steindenkmal im Inca-Roca-Palast von Machu Picchu laut Polizeiangaben mit Sprühfarbe beschmiert worden. Der mutmaßliche Täter sei schon mehrfach durch Vandalismus an Kulturstätten aufgefallen.

Obwohl es neue Techniken zum Entfernen derartiger Sprühfarbe gebe, könnten auf dem "wichtigsten Stein des Palastes" dauerhafte Spuren zurückbleiben, beklagte ein Sprecher des Kultusministeriums. Der Behörde zufolge kam es alleine seit Jahresbeginn zu vier ähnlichen Graffiti-Attacken. Ein Überwachungsprogramm mit Unterstützung von Universitäten, Schulen und Anwohnern wurde deshalb neu aufgelegt.

Die im 15. Jahrhundert vom Inkaherrscher Pachacútec erbaute Stätte war im Juli 1911 vom US-Archäologen Hiram Bingham für die Wissenschaft entdeckt worden. Heute gehören die Ruinen zu den bekanntesten archäologischen Stätten der Welt. Im Jahr 1983 wurde die auf einem Bergrücken in 2500 Meter Höhe gelegene Inkastadt in das UNESCO-Weltkulturerbe aufgenommen.

Nach peruanischem Recht können die Zerstörung und Veränderung von archäologischen Schätzen ebenso wie deren Verkauf oder Diebstahl mit drei bis acht Jahren Gefängnis geahndet werden.

AFP

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