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Beim "Zwergerlslalom" in Davos lernen Kinder spielend das Skifahren.

Ponylift? Tipps für den Skiurlaub mit Kids

Skikindergarten, Spielhaus und Zwergenslalom - die Skigebiete lassen sich einiges einfallen, um die Kleinen bei Laune zu halten. Hier ein paar Tipps, damit der Ski-Urlaub mit den Kids klappt.

Mit Karacho die schwarze Piste hinabschießen oder im eleganten Schwung durch den Tiefschnee-Hang wedeln - darauf freuen sich Skifahrer das ganze Jahr. Familienväter und -mütter haben dabei nur ein Problem: Wohin mit dem Nachwuchs, während sie sich auf der Abfahrt austoben, die für die Kinder noch zu schwierig ist? Viele Skiregionen bieten deshalb mittlerweile Betreuungsmöglichkeiten an.

Kein falscher Ehrgeiz

Eltern täten ihren Kindern keinen Gefallen damit, sie schon früh auf schwarze Pisten mitzunehmen. Wichtig ist DSV Experte Berner zufolge auch, dass Kindern am Ort noch andere Aktivitäten geboten werden. “Das Schlechteste wäre, wenn man meint, man müsste seine Kinder zum Skifahren zwingen.“

Für jeden Skifahrer mit Familie sei es entscheidend, dass am Urlaubsort bestimmte Betreuungsleistungen angeboten werden, sagt Michael Berner vom Deutschen Skiverband (DSV) in Planegg (Bayern). Welche das sind, hänge vom Alter der Kinder und Können ab: Für Kleinkinder biete sich ein Skikindergarten an, wo sie auf einem Parcours spielerisch mit Gleichaltrigen das Skifahren lernen. 

Beherrschen die Kinder bereits den Umgang mit den Brettern, empfiehlt Berner, den Urlaubsort nach der Art der Pisten auszuwählen. Auf leichten Hängen hätten Kinder weitaus mehr Spaß als auf steilen Pisten.

STUBAITAL IN ÖSTERREICH

Ein Beispiel für eine Region mit guten Kinderbetreuungs-Angeboten ist das Stubaital in Österreich: Im Gamsgarten am Stubaier Gletscher werden Kinder nach Angaben des Tourismusverbands Stubai Tirol täglich von 9.00 bis 16.00 Uhr betreut. Ausgebildete Kindergärtnerinnen und Erzieher spielen und basteln mit den Kleinen ab drei Jahren. Die etwas Älteren können in Kinderskischulen die Schwünge lernen. Im Internet unter www.stubai.at

DAVOS-KLOSTERS IN DER SCHWEIZ

Beim Snowtubing können sich Kinder austoben, die noch zu klein zum Skifahren sind - oder keine Lust darauf haben.

Die Schweizer Wintersportregion Davos-Klosters hält mit einem Erlebnispark mit Tubingbahn, Verkehrsparcours, Riesenslalom- und Speedstrecke am Berg Madrisa dagegen. Im Kinderclub werden Kinder bis sechs Jahre betreut. Und an der Bergstation der Pischabahn können Kinder ab drei Jahren stundenweise betreut am “Ponylift“ skifahren, im Spielhaus malen und basteln oder sich auf einer Snowtubing-Bahn austoben. Am Rinerhorn gibt es darüber hinaus einen Parcours, auf dem die kleinen Skifahrer Zwergenfiguren umkurven können. Mehr Infos unter www.davos.ch/winter/bergbahnen/pischa/familie.html 

MONTAFON IN VORALRBERG

In der Region Montafon in Vorarlberg gibt es ebenfalls Kinderbetreuung, Kindergarten und Kinderskikurse. Wie in den meisten Skigebieten sind sie kostenpflichtig. Eltern, die am Golm in Tschagguns Ski fahren, können jedoch ihren Nachwuchs im Kindergarten in der Bergstation Grüneck eine Stunde lang umsonst betreuen lassen. Mehr Infos unter www.montafon.at

ZUGSPITZE IN DEUTSCHLAND

Viele Eltern schätzen es, zumindest am Nachmittag geimensam etwas mit den Kindern zu unternehmen.

Auch in Deutschlands höchst gelegenem Wintersportgebiet auf der Zugspitze will man Familien mit Betreuungsangeboten entgegenkommen. Das Ziel sind laut Garmisch-Partenkirchen Tourismus “gemeinsame Erlebnisse von Großeltern, Eltern und Kindern“. Ein Beispiel hierfür seien Familien-Snowboardkurse. Die Betreuungsangebote für Kinder würden über die Skischulen abgewickelt, sagt eine Sprecherin. Mehrere Skischulen bieten einen Skikindergarten und Kurse für Kinder an, in denen diese das Skifahren mit Gleichaltrigen lernen können. Mehr Infos im Internet unter www.gapa.de

Felix Rehwald, dpa

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