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Der Popocatépetl ist ausgebrochen.

Vulkan behindert Luftfahrt

Popocatépetl ausgebrochen - Flüge gestrichen

Mexiko-Stadt - Der Vulkan Popocatépetl spuckt Asche und Gestein. Das rot glühende Spektakel ist gruselig-schön, aber es stört das Leben in der nahen Mega-Metropole Mexiko-Stadt empfindlich.

Der jüngste Ausbruch des Vulkans Popocatépetl hat die Luftfahrt in Mexiko beeinträchtigt. Vier US-Fluglinien verzichten deshalb vorübergehend auf Flüge von und nach Mexiko-Stadt. Der Vulkan rund 60 Kilometer südöstlich der Hauptstadt hatte erneut Aschewolken und glühendes Gestein ausgestoßen.

Die Behörden hatten in einer Sondersitzung darüber beraten, die Alarmstufe möglicherweise anzuheben, berichtete der Zivilschutzkoordinator Luis Felipe Puente im Kurznachrichtendienst Twitter am Donnerstag (Ortszeit). Letztlich beließen die Behörden die Einstufung jedoch bei einer mittleren Alarmstufe.

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Als Vorsichtsmaßnahme strichen die vier Fluggesellschaften AmericanAir, AlaskaAir, US Airways und Delta Flüge über die mittelamerikanische Metropole. Aschespuren gebe es zwar auf den Start- und Landebahnen nicht, sagte ein Sprecher des Flughafens, man beobachte aber weiterhin die Lage. Der Flughafenbetrieb läuft laut Puente normal weiter.

Die Asche erreichte am Vorabend die südlichen Hauptstadtbezirke Tláhuac, Tlalpan, Venustiano Carranza und Iztapalapa, teilte das Nationale Katastrophenschutzzentrum (Cenapred) am Donnerstag mit. Auch in anderen Ortschaften innerhalb des Bundesstaates México rund um Mexiko-Stadt wurde herabfallendes Vulkanmaterial gesichtet.

Der Popocatépetl (Náhuatl für „Rauchender Berg“) ist nach längerer Ruhe seit 1994 wieder verstärkt aktiv. Rund um den 5452 Meter hohe Vulkan galt in den vergangenen Wochen zwischenzeitlich die vorletzte Alarmstufe vor dem Ausbruch. Die bislang letzte große Eruption ereignete sich im Jahr 2000. Damals mussten Tausende Menschen in Sicherheit gebracht werden.

Binnen 24 Stunden registrierte Cenapred zuletzt knapp 100 Gasausstöße vom Popocatépetl, zwölf vulkanische Beben von mittlerer oder höherer Frequenz sowie vulkanisches Glühen. Obwohl die Kraterspitze wolkenverhangen sei, sei eine Rauchsäule erkennbar, die nach Nordnordwesten ziehe.

dpa

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