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Ab November sollen die ADAC-Postbusse auf fünf Strecken zwischen 24 Städten rollen. 

Konkurrenz kommt in Fahrt

Post und ADAC erweitern Fernbus-Netz

Nach dem Probebetrieb im Oktober auf der Strecke Köln-München wollen ADAC und Post ihr Fernbusnetz kräftig ausbauen. Ab November sollen die ADAC-Postbusse auf fünf Strecken zwischen 24 Städten rollen. 

ADAC Postbus Toilette

Die Deutsche Post und der ADAC wollen ihr Fernbus-Angebot ab November ausweiten. Nach dem Probebetrieb im Oktober auf der Strecke Köln-München würden die neuen "ADAC-Postbusse" ab kommendem Monat Fahrgäste auf insgesamt fünf Strecken befördern, teilten der Logistik-Konzern und der Automobilclub am Mittwoch mit. Zur bisherigen Verbindung zwischen Köln und München kämen vier weitere Linien zwischen Städten wie Berlin, Hamburg, Hannover, Leipzig und Dresden hinzu.

ADAC-Präsident Peter Meyer erklärte, der Fernbus-Markt sei aus seiner Sicht "ein viel versprechendes Geschäftsfeld mit großen Wachstumschancen". Der ADAC-Postbus solle dabei unter den Fernbus-Angeboten "auf lange Sicht nicht zwingend das billigste, sondern das beste sein". Die Fahrpreise lägen "unterhalb der günstigsten Angebote der Deutschen Bahn", die ebenfalls auf dem Fernbusmarkt aktiv ist.

Postbus innen

ADAC und Post hatten zum 1. Oktober den Probebetrieb im Fernbus-Verkehr aufgenommen mit der Verbindung Köln-München. Ein Bus fährt über Stuttgart, ein anderer über Nürnberg. Der Markteinstieg des Automobilclubs und der Post erfolgt vergleichsweise spät. Der für Jahrzehnte weitgehend der Bahn vorbehaltene Markt für öffentlichen Personenfernverkehr in Deutschland wurde bereits zu Jahresbeginn für Busse geöffnet.

Zum Zeitpunkt der Liberalisierung hatten sich bereits zahlreiche private Fernbus-Anbieter - meist mittelständische Unternehmen - mit eigenen Linienangeboten in Stellung gebracht. Die Ankündigung von Post und ADAC, ebenfalls in das Geschäft einsteigen zu wollen, sorgte in der Branche für Verärgerung.

Der Geschäftsführer des Anbieters MeinFernbus, Torben Greve, bekräftigte am Mittwoch seine Kritik und erklärte, sein Unternehmen blicke dem Markteintritt "gelassen entgegen, solange der teilstaatliche Postkonzern im Zusammenschluss mit dem gemeinnützigen Verein ADAC fair spielt". Es wäre jedoch "nicht hinnehmbar, wenn Überschüsse aus dem Briefmonopol zu einer Quersubventionierung der Post-Fernbussparte genutzt werden sollten".

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Es müsse verhindert werden, dass Post und Bahn mit ihren Fernbusangeboten die mittelständische Konkurrenz aus dem Markt drängten - etwa über billige Tickets. "Wenn dieser aufkommende Verdrängungswettbewerb nicht durch die Politik eingedämmt wird, verfehlt die Fernbus-Liberalisierung ihr Ziel", erklärte Greve.

AFP

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