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Post fürs Christkind

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Von: Volker Pfau

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Weihnachtsmann Post Rad
Wunschzettel an den Weihnachtsmann: Jedes Jahr schicken hunderttausende von Kindern Briefe an die Weihnachtspostfilialen. © dpa

Alle Jahre wieder wird der weihnachtliche Wunschzettel geschrieben. Lego und Lillyfee, Playmobil und Playstation, Barbie und Buch stehen da – je nach Alter und Geschlecht – aufgereiht.

Um sicherzugehen, dass auch tatsächlich das Gewünschte am Heiligen Abend ausgepackt werden kann, schicken viele Kinder ihren Wunschzettel gleich ans Christkind, den Weihnachtsmann oder an die Engel im Himmel, die ja bekanntlich beim Einpacken der Geschenke helfen sollen. Aber wo soll dieser wichtigste Brief des Jahres nun hingeschickt werden? Ans Christkind in Himmelpfort, an die Engel in Engelskirchen oder doch lieber an den Nikolaus in St. Nikolaus?

Alle diese Orte gibt es tatsächlich und die Post richtet dort in jedem

DIE POST IN ZAHLEN

Im vergangenen Jahr wurden an die deutschen Weihnachtspostfilialen rund 608 000 Briefe geschickt, davon 277 000 nach Himmelpfort (dort kamen Briefe aus 80 verschiedenen ländern an), 145 000 nach Engelskirchen und 61 500 nach Himmelstadt

Jahr eine Weihnachtspostfiliale ein, an die Weihnachts- Wunschzettel und Briefe ans Christkind geschickt werden können. Laut Post soll jeder Brief, der bis spätestens Mitte Dezember dort eintrifft, beantwortet werden – zwar meist nur mit einem standardisierten Vordruck, aber das ist besser als gar keine Antwort. In den meisten der oft liebevoll gestalteten Briefe geht es um materielle Wünsche für Weihnachten. Aber immer wieder bitten Kinder das Christkind auch um weiße Weihnacht oder auch darum, dass es keinen Streit mehr mit den Geschwistern gibt. Ganz Schlaue stecken Bonbons oder einen Lutscher in den Umschlag in der Hoffnung, dass die Wünsche dann auf jeden Fall erfüllt werden. Ab und zu halten die Mitarbeiter auch sehr rührende Briefe in Händen, in denen Kinder zum Beispiel das Christkind bitten, die Oma zu grüßen, die ja seit kurzem auch im Himmel wohne. Aber auch erwachsene Briefmarkensammler wenden sich oft an die Weihnachtspostämter und lassen sich dort ihre mit Weihnachtsmarken frankierten Briefe mit den weihnachtlichen Motiven der Sonderstempel versehen.

Das älteste Weihnachtspostamt ist das „Himmlische Postamt“ im Hildesheimer Stadtteil Himmelsthür, wo seit 1967 Briefe an den Weihnachtsmann beantwortet werden. Gerade in den letzten Jahren ist die Zahl der Briefe stark angestiegen – elektronischer Kommunikation per SMS und Mail zum Trotz. Im Jahr 2003 registrierte die Deutsche Post in ihren Weihnachtspostfilialen 387 000 beantwortete Zuschriften, im vergangenen Jahr waren es bereits 608 000. Kinderbriefe, die ohne Ortsangabe und Postleitzahl nur an den Weihnachtsmann, den Nikolaus oder das Christkind adressiert, leitet die Post an die nächste Weihnachtspostfiliale weiter. Aber wer seinen Absender vergisst, kann leider keine Antwort erhalten. Hier die Liste der weihnachlichen Postfilialen:

DEUTSCHLAND

INTERNATIONAL

Wer übrigens auch mal dem Osterhasen schreiben will, kann seine Briefe an Hanni Hase, Am Waldrand 12, 27404 Ostereistadt schicken.

V. Pfau

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