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Jessicas Aufgabe als Kinder-Kurdirektorin ist es, herauszufinden, was Kinder im Urlaub besonders mögen und wo man diesbezüglich auf Usedom etwas verbessern kann.

Jessica Meyn

So regieren die Kinder auf Usedom

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Schülerin Jessica Meyn "regiert" seit vergangenen Sommer als Kinder-Kurdirektorin im Badeort Karlshagen auf Usedom. Wir haben mit der Zwölfjährigen gesprochen ...

Jessica, wie wird man denn Kurdirektorin für Kinder?

Über eine richtig offizielle Bewerbung, die ich im Mai 2014 abgegeben habe. Ich bin jetzt seit einem halben Jahr im Amt. 2015 ist meine zweite Urlaubssaison.

Hat es das vor Dir auch schon gegeben? 

Ja, ich bin die zweite Kurdirektorin für Kids & Teens. Hannah, meine Vorgängerin, hat sich wegen dem Wechsel aufs Gymnasium gegen eine weitere Amtszeit entschieden.

Wer hatte die Idee dazu?

Das war meine Chefin Silvia- Beate Jasmand, die Kurdirektorin von Karlshagen. Sie sagt, sie braucht das im familienfreundlichen Karlshagen unbedingt. Die Kurdirektorin für Kids & Teens soll helfen, Karlshagen aus Kinderaugen zu sehen. Die Anregungen, Ideen und Tipps, die von meinem Team kommen, werden sehr ernst genommen. Einiges, wie der Lesebaum am Strandvorplatz oder das Karlshagener Spaßblatt, wurde schon umgesetzt.

Was gehört zu Deinen Aufgaben? Wenden sich die kleinen Gäste der Insel Usedom an dich, wenn ihnen was nicht gefällt oder es Probleme gibt? 

Ja, bei meinen Sprechstunden am Strand frage ich die Kinder, was ihnen bei uns in Karlshagen gefällt oder ob sie sich noch etwas wünschen.

Welche Themen oder Probleme waren denn das, mit denen Du als Kinderkurdirektorin schon zu tun hattest?

Die meisten finden Karlshagen super. Sie mögen den Strand, die Veranstaltungen für Kinder und den Spielplatz „Karlchens Zauberwald“. Manchmal wurde gesagt, dass zu viele Zigarettenstummel am Strand rumliegen. Jugendliche sprechen mich öfter an, wo es eine Diskothek gibt oder einen Treffpunkt, wo man andere Jugendliche kennenlernen kann. Das Angebot dafür ist leider nicht so groß.

Konntest Du bisher alle Probleme lösen?

Leider (noch) nicht alle. Aber in Bezug auf die Zigarettenstummel und den Müll, gehen wir am Strand auch mal direkt auf Leute zu und bitten sie freundlich, ob sie das beseitigen können. Oder wir sagen Rauchern, dass es beim Strandkorbvermieter kostenlose Strandaschenbecher gibt.

Wo erreicht man Dich?

Im Sommer in den Ferien in einem Kinderkurdirektorinnen- Strandkorb, per E-Mail unter kinderkurdirektorin@karlshagen.de und auf dem Strandvorplatz gibt es einen bunten Briefkasten für Nachrichten und Bilder der Kids an mich.

Wenn Du Fremdenführerin wärst auf Usedom, welches sind die fünf wichtigsten oder spannendsten Orte, an die Du (Kinder-) Urlauber führen würdest?

Das ist schwer, die Auswahl ist wirklich groß. Auf jeden Fall ein Tipp ist die Phänomenta in Peenemünde. Der Kletterwald in Pudagla macht Riesenspaß, und „Die Welt steht Kopf“ in Trassenheide. Den „Hangar 10“ in Zirchow kann ich empfehlen und natürlich den Strand in Karlshagen mit dem Spielplatz „Karlchens Zauberwald“.

Wie viele Kinder machen denn in etwa in einer Saison Urlaub auf Usedom?

In Karlshagen waren in der letzten Saison von 73 054 Gästen etwa 13 000 Kinder, also jeder Fünfte. Auf Usedom haben insgesamt 967 000 Urlauber Ferien gemacht.

Was sind Deine persönlichen Lieblingsorte auf der Insel?

Am meisten bin ich natürlich in Karlshagen unterwegs. Hier finde ich die Outdoor-Fitnessgeräte an der Promenade klasse und auch im Jugend- und Vereinshaus fühle ich mich mit meinen Freunden sehr wohl. Der Strand ist unser zweites Zuhause, kann man bald sagen. Auf der Insel mag ich auch Ahlbeck und Heringsdorf sehr gern. Hier kann man über die längste (Heringsdorf) und die älteste Seebrücke (Ahlbeck) der Ostseeküste schlendern. Am besten mit einem leckeren Eis in der Hand. Und auf dem Rückweg nachK arlshagen gibt es in Hengstlers Fischräucherei in Kölpinsee am besten noch ein frisches Fischbrötchen.

Interview: Christine Hinkofer

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