Reiseveranstalter nicht für Affenbiss verantwortlich

Köln - Wenn man in Afrika mit einer Banane in der Hand herumläuft, darf man sich nicht wundern, wenn man vom wilden Affen gebissen wird. So beurteilte das Kölner Amtsgericht die Klage eines Urlaubers.

Diese Ansicht vertrat am Dienstag das Kölner Amtsgericht. Der Richter traf zwar noch keine endgültige Entscheidung, deutete aber bereits an, dass er die Klage eines Urlaubers gegen einen Reiseveranstalter abweisen werde. Er verwies auf den “gesunden Menschenverstand“. Der Kenia-Tourist klagt auf Schadenersatz. Er war auf dem Hotelgelände von einem wilden Affen angefallen und in den Zeigefinger gebissen worden.

Der Affe hatte es wohl auf eine Banane abgesehen, die der Mann vom Hotelfrühstück mit nach draußen genommen hatte. Die Wunde entzündete sich später und musste behandelt werden. Der Urlauber argumentiert, dass ihn der Reiseveranstalter hätte warnen müssen. Dieser sagt jedoch, dass sich im Eingang des Hotel-Restaurants durchaus Schilder mit dem Hinweis befunden hätten, dass man kein Essen mit nach draußen nehmen dürfe.

Englischsprachige Schilder hätten auch das Füttern von Affen verboten. “Wo wilde Affen leben, läuft man nicht mit einer Banane herum“, sagte der Anwalt des Reiseveranstalters. Der Richter erklärte: “Es ist ja nicht so, dass das Hotel nichts gemacht hat.“ (Az:138 C 379/10)

dpa

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Yosemite-Tal nach dreiwöchiger Schließung wieder geöffnet
Das Yosemite-Tal zählt zu den beliebtesten Natur-Highlights Kaliforniens. Doch wegen eines Waldbrands mussten Urlauber in den vergangenen Wochen auf einen Besuch …
Yosemite-Tal nach dreiwöchiger Schließung wieder geöffnet
Auf der Kreuzfahrt Landausflüge ohne Reederei machen
Wer auf Kreuzfahrt einen Landausflug machen will, bucht diesen in aller Regel direkt bei der Reederei. Doch die Ausflüge sind oft teuer. Unabhängige Agenturen wollen …
Auf der Kreuzfahrt Landausflüge ohne Reederei machen
Rettung durch Polizei: Riesiges Einhorn bringt Frauen in Seenot
Dumm gelaufen: Vier Frauen beweisen eindrücklich, wie tückisch das Reiten auf einem rieseigen Regenbogen-Einhorn sein kann. Die Polizei musste sie retten.
Rettung durch Polizei: Riesiges Einhorn bringt Frauen in Seenot
Diese Gefahren beim Wandern unterschätzen die meisten
Wer schon mal unter erschwerten Bedingungen beim Wandern war, weiß: Das ist kein Spaziergang. Da Schwierigkeiten immer auftreten können, sollten Sie vorbereitet sein.
Diese Gefahren beim Wandern unterschätzen die meisten

Kommentare