Die Strände der Plaja de Palma warten auf Urlauber.
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Eine Reisewarnung ist kein Reiseverbot.

Was erlaubt ist

Reisewarnung in Corona-Zeiten: Ist Reisen komplett untersagt?

  • Franziska Kaindl
    vonFranziska Kaindl
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Seit einem Jahr stehen Reisewarnungen auf der Tagesordnung. Aber was genau bedeutet das und sind damit Reisen komplett untersagt?

Mit Beginn der Corona-Pandemie haben Reisewarnungen vonseiten des Auswärtigen Amts weltweit enorm zugenommen. Auch die Bundesregierung betont mit jedem neuen Beschluss, dass Bürger auf Reisen im In- und Ausland verzichten sollten. Dabei sollte aber beachtet werden, dass Reisewarnungen kein generelles Reiseverbot darstellen. Bei ihnen handelt es sich lediglich um Empfehlungen*, wie der Reiserechtler Paul Degott bereits vor einiger Zeit gegenüber der Deutschen Presse-Agentur erklärte. Dasselbe gilt auch für die Appelle der Bundesregierung. Heißt: Reisen sind grundsätzlich weiterhin erlaubt.

Reisewarnungen des Auswärtigen Amts: Das steckt dahinter

Das Auswärtige Amt erklärt auf seiner Webseite, was es mit den Reisewarnungen auf sich hat. Sie können ausgesprochen werden, wenn davon ausgegangen werden muss, dass „jedem Reisenden eine konkrete Gefahr für Leib und Leben droht“. Es ist auch möglich, nur vor Reisen in bestimmte Regionen eines Landes zu warnen – eine sogenannte Teilreisewarnung. Deutsche, die in einem solchen Gebiet leben, können zusätzlich zur Ausreise aufgefordert werden. Reisewarnungen können aber auch zum Schutz der Reisenden oder der Bevölkerung bei „abstrakten Gefährdungen“ ausgesprochen werden, wie das Auswärtige Amt informiert. Darunter fallen auch die Reisewarnungen anlässlich der Corona-Pandemie. Dabei weist die Behörde auch explizit darauf hin: „Reisewarnungen stellen kein juristisches Ausreiseverbot dar, z.B. im Sinne beschränkender Maßnahmen nach passrechtlichen Vorschriften.“

Urlauber sollten aber im Hinterkopf behalten, dass die Reisekrankenversicherung bei einer bestehenden Reisewarnung nicht mehr selbsverständlich greift. Manche Anbieter schließen einen Versicherungsschutz im Pandemiefall sogar komplett aus.

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Appell der Bundesregierung: Auf Reisen in Deutschland verzichten

Auch wenn Reisen grundsätzlich erlaubt sind, ist Urlaub während der Corona-Pandemie kaum möglich oder mit sehr vielen Hürden verbunden. Besonders bei Urlaubsplänen in Deutschland zeigt sich das: Das Beherbergungsverbot untersagt touristische Übernachtungen in Hotels, Ferienhäusern oder anderen Unterkünften dieser Art. Genauso dürfen Campingplätze, Wohnmobilstellplätze und private Anbieter von Wohnmobilplätzen keine Besucher aufnehmen. Somit entfallen schon einmal Reisen, die über mehrere Tage gehen. Übrig bleibt also nur noch ein Tagesausflug mit dem Auto oder auf dem Fahrrad. Zu beachten ist aber auch hier, dass Bund und Länder von überregionalen, tagestouristischen Ausflügen abraten.

Was Auslandsreisen betrifft, so gibt es aktuell (Stand: 23. März) nur 37 Länder weltweit für die vonseiten des Auswärtigen Amts keine Reisewarnung besteht. Von Reisen in diese Länder wird aber dennoch abgeraten, weil für Urlauber Quarantäne- oder Einreiseverbote bestehen. Jeder, der nach Deutschland einreist, muss sich über die digitale Einreiseanmeldung registrieren. Bei Einreisen aus einem Risikogebiet muss spätestens innerhalb von 48 Stunden ein negativer Corona-Test vorgelegt werden. Wer aus einem Hochinzidenzgebiet oder einem Virusvarianten-Gebiet kommt, muss schon vor der Einreise ein negatives Testergebnis vorzeigen, das maximal 48 Stunden alt ist. Darüber hinaus müssen sich Betroffene für zehn Tage in eine Quarantäne begeben. Beim Bund-Länder-Gipfel vom 22. März haben sich Kanzlerin und Minister zudem darauf geeinigt, eine generelle Testpflicht für alle Reiserückkehrer einzuführen – egal, ob sie aus einem Corona-Risikogebiet einreisen oder nicht. (fk) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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