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Ivan, Stipan, Zlatko, Boban und Darko von der Gruppe Panonika sorgten für gute Stimmung.

Riva Tours

Reiseabend im Pressehaus: Slawonien und die Glücksformel

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Slawonien und seine Menschen haben unseren Lesern an diesem Reiseabend auf ganz eindrucksvolle Art gezeigt, wie wenig es doch braucht für ein bisschen Glück.

„Wer von Ihnen war schon mal in Kroatien?“ Die Meldungen auf diese Frage von Fremdenverkehrschef Romeo Draghicchio aus dem Publikum entsprach in etwa der Zahl der Gäste. 200 Arme waren das sicher, die da hochschnellten. Kaum Reaktion aber bekam der Kroatische Tourismuschef, als er die Frage nach Slawonien nachschickte. Das sollte anders werden. Vergangene Woche lüfteten wir auf unserem Reiseabend Kroatiens schönstes Geheimnis und entführten unsere Gäste in eine Urlaubsregion mit Glücksformel.

Es gibt nicht mehr viele Reiseziele, die so echt sind, unverfälscht und authentisch. Wo die Wälder noch Wälder sind, tief und dicht, ohne Kahlschlag und Rodung, und die Natur noch weit und wild ist. Wo sich in den Flüssen Unmengen von Fischen tümmeln und nicht mühevoll in Laichstationen aufgepäppelt werden müssen. Wo es Siedlungsfunde gibt, älter als die ältesten Städte in Europa. Und wo die Menschen noch mit beiden Beinen am Boden stehen – und völlig entspannt dabei sind.

Die Gäste beim Reiseabend.

Auf unserem Reiseabend über die Region Slawonien hatten wir diese Menschen zu Gast in unserem Pressehaus. Menschen wie Frau Mariza, die im Örtchen Gradiste eine kleine Pension führt. Weil sie als junge Frau ein paar Jahre im Schwarzwald verbrachte, hat sie ganz zauberhaft schwäbisch über ihr Leben in Slawonien erzählt: Wie schön sie es da haben und wie wohl man sich fühlen kann und wie gerne sie kochen und sich Freunde einladen. „Heimat isch Heimat“, sagt Frau Mariza, und Tradition ist für sie ein wichtiger Teil davon. „Heit hätt ma alles fascht vergesse, wies früher amol war“, meint sie. Und als sie dann noch hinzufügt: „I denk, es war irgendwie besser als heut“, kriegt sie von den 230 Gästen im Publikum einen kräftigen Applaus dafür. Und dann singt Frau Mariza mit Ivan, Stipan, Zlatko, Boban und Darko, den Musikern der Kapelle Panonika, die Lieder, in denen es um galoppierende Pferde geht, um Freunde, Lebensfreude und Jugend und alles, was ein gutes Lebensgefühl ausmacht.

Verlags-Geschäftsführer Daniel Schöningh (2.v.li.) mit Selimir Ognjenovic, dem Chef von Riva Tours und den „Reisedamen“ von tz/Münchner Merkur, Birgitt Bach, Christine Hinkofer und Beate Winterer (v.li.).

Die Formel für ein bisschen Glück ist ihnen in die Wiege gelegt und sie wird weitergereicht, von den Großeltern zu den Eltern, und von denen zu ihren Kindern. Genauso wie die Rezepte, für das Paprikasch und die Sauerkrautwickerl, den Strudel oder die Zwetschgenknödel. Ja, deftig und pikant sei sie schon ,die Küche im Osten Kroatiens, erklärt Branco Ognjenovic. Wie gut sie schmeckt, und dass Gerichte wie Mohnnudeln, ein kräftiges Gulasch oder Kulen, die PaprikawurstvomFleischderschwarzen Schweine, einfach die Laune heben, von den guten Weinen ganz zu schweigen, das hat der Starkoch aus Zagreb, der an diesem Reiseabend zusammen mit Assistentin Sabina das Buffet kreierte, eindrucksvoll unter Beweis gestellt

Branco Ognjenovic sorgt mit Elvin und Jörg Stegmüller für gutes Essen.

Romeo Draghicchio, der Chef der kraotischen Tourismuszentrale, lieferte dazu auf der Leinwand das Futter für die Augen: Bilder von weiten Feldern, tiefen Gewölbekellern, lauschigen Flussauen, endlosen Sonnenblumenreihen und magisch schönen Schlössern zogen da an den Augen unserer Gäste vorbei. Natürlich keimte schnell die Frage auf: „Wann fahren wir da hin!?“ Und natürlich hatte Selimir Ognjenovic, der Bruder von Starkoch Branco und Chef des Münchner Kroatien-Spezialisten Riva Tours, die Antwort schon in der Tasche: Die Leserreise vom 9. bis 15. September, die er zusammen mit unserer Zeitung konzipiert hat (siehe Infos). Es ist ein Pilotprojekt. Die Entdeckung einer Urlaubsregion, in der der Landwirtschaft noch mehr Bedeutung beigemessen wird als den Liegestuhlreihen für Sonnenanbeter. In der Slow Food keine kulinarische Modeerscheinung ist sondern Tradition, weil ein guter Fischeintopf einfach seine Zeit braucht. Und in der sie die Formel für das kleine Lebensglück beherrschen. Wir werden sie von ihnen lernen.

von Christine Hinkofer

Impressionen der Urlaubsregion Slawonien

SLAWONIEN: REISE-INFOS & LESERREISE

REISEZIEL Die historische Region Slawonien liegt im Osten Kroatiens zwischen der Grenze zu Südungarn und Bosnien. Mit 12 466 Quadratkilometern ist sie ein gutes Stück kleiner als Oberbayern (17 530 Quadratkilometer). Einen Großteil der Fläche nehmen die Ebenen zwischen den Flüssen Donau, Drau und Save und Naturparks wie Kopacki Rit und Baranja ein. Die größte Stadt ist Osijek mit 115 000 Einwohnern. Slawonien ist berühmt für seine urtümlichen Wälder, in denen schon die k.u.k.-Prominenz auf Jagd ging, den Fischreichtum und seine alten Weingüter in Kutjevo, Ilok und Dakovo, in denen berühmte Weißweine gekeltert werden.

Mariza Jovanivac führt ein Gästehaus in Gradiste.

LESERREISE Zusammen mit dem Münchner Kroatien-Spezialisten Riva Tours haben wir eine naturkundliche und archäologische, kulturelle und kulinarische Kennenlern-Reise in diesen noch sehr ursprünglichen Teil Kroatiens aufgelegt. Wir besuchen Kathedralen, Schlösser und alte Kirchen und verkosten die berühmten slawonischen Weine in uralten Weingütern und Kellern. Mit Übernachtung und Stadtbesichtigung in Zagreb auf der Hinfahrt und in der Biedermeierstadt Varazdin auf der Rückfahrt kostet die Reise vom 9. bis zum 15. September mit Übernachtung in Vier- und Fünf-Sterne-Hotels (einmal drei Sterne), Halbpension plus drei Mittagessen bzw. Lunchpaket und zweimal Weinprobe 695 Euro (im EZ 845 Euro). Info und Buchung bei Riva Tours unter Tel. 089/215482112.

KULINARISCH Die Kroaten nennen die Region im Osten Kroatiens auch ihre Kornkammer und ihren Weinkeller. Denn Slawonien ist landwirtschaftlich geprägt. Für eine kleine Urlaubs-Kostprobe kann man sich auch hier in München eindecken. Brote und Backwaren, die es an unserem Reiseabend am Büffet gab, stammen aus der Bäckerei Mlinar, Marienplatz 16. Weine wie den für Slawonien typischen Grasevina gibt es bei Koledar Feinkost, Hermann-Lingg-Straße 4 in München, Tel. 089/5380691.

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