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Ryanair weist die Vorwürfe hinsichtlich dem kritisierten Beschäftigungsmodell zurück.

Nach Doku zu Billigfliegern

Ryanair weist Behauptungen der ARD-Doku zurück

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Die ARD kritisierte in einer Doku das Geschäftsmodell von Ryanair (wir berichteten). Nun meldet sich die Fluggesellschaft zu Wort und weist die Vorwürfe zurück.

Nach Auswertung der Erkenntnisse in der ARD-Sendung "Profit. Auf Kosten aller? - Der Preiskampf der Billigairlines" vom 20. März 2017 kam viel Kritik am Unternehmenskonzept von Ryanair auf. Die Fluggesellschaft hat diese Anschuldigungen in einer Stellungnahme zurückgewiesen.

Falsche Behauptungen?

"Dieses ARD-Programm entbehrt jeder Grundlage und war lediglich ein Mittel für die gescheiterten Piloten-Gewerkschaften der Lufthansa, um von ihren ständigen Streiks sowie den Lohn- und Arbeitskürzungen abzulenken", so Eddie Wilson, Chief People Officer bei Ryanair.

Auch die Vereinigung Cockpit e.V. kritisiert schon seit Jahren das Beschäftigungsmodell des Billigfliegers. Die Anstellung von Piloten und Kabinenbesatzung erfolge der Vereinigung zufolge über Personaldienstleister, um Kosten zu senken.

In der Reaktion auf die ARD-Sendung bekräftigt Ryanair nun, dass sich das Unternehmen sowohl nach dem europäischen als auch dem irischen Arbeitsrecht korrekt verhalte. 

Beschäftigungspraktiken "alle vollständig legal"

Ryanair nutze laut eigener Aussage eine Mischung aus fest angestellten Mitarbeitern und Vertragspiloten. Dies sei auch einer der Gründe, warum Ryanair eine Warteliste von über 3.000 qualifizierten Piloten habe, die auf Arbeitsplätze warten.

Bei Ryanair könnten Piloten bis zu 170.000 Euro pro Jahr verdienen, bei Flugzeiten von unter 18 Stunden pro Woche und mit Dienstplänen, die nach fünf Arbeitstagen vier freie Tage vorsehen. Zudem gäbe es jährliche Lohnerhöhungen und Arbeitsplatzsicherheit.

Ryanair wehrt sich auch vehement gegen den Vorwurf, ihre Pilot würden unter Druck gesetzt werden zu arbeiten: Jeder Krankheitstag könne demnach einfach mit einem anderen Flugtag innerhalb eines Zeitraums von 365 Tagen ersetzt werden.

Immer genug Treibstoff vorhanden

Ryanair-Piloten stünde auch zu jeder Zeit genügend Treibstoff zur Verfügung. Die Entscheidung, wie viel Treibstoff auf einem Flug mitgenommen werde, könne stets jeder Pilot nach eigenem Ermessen entscheiden. 

Von Simona Asam

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