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Zahlreiche Heuschrecken sind über die Urlaubsinsel Sardinien hergefallen.

Urlaub in Gefahr?

Schock: Sardinien kämpft mit schwerster Heuschreckenplage seit 60 Jahren

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Eine schwere Heuschreckenplage setzt den Landwirten auf der italienischen Mittelmeerinsel Sardinien zu. Das müssen Urlauber dazu nun wissen.

Der italienische Bauernverband Coldiretti erklärte am Montag, die Insekten hätten bereits Saatgut auf 2000 Hektar Land zerstört.

Heuschreckenplage auf Sardinien die schlimmste seit Jahrzehnten

Der Insektenkundler Ignazio Floris von der sardinischen Universität Sassari bezeichnete die Plage gegenüber der Zeitung "La Stampa" als die verheerendste seit 60 Jahren. Er erklärte laut Nachrichtenagentur AGI, es sei jedoch bereits der Höhepunkt des Phänomens erreicht. "Es ist ausgeschlossen, dass es zu so einer schlimmen Invasion wie vor den 40er Jahre kommt, als Hunderttausende Hektar befallen waren." Berichte von einem "biblischen Ausmaß" seien übertrieben.

Es handle sich aber um einen echten Notfall, so der italienische Bauernverband. "Es gibt Zonen, in denen man auf einem Teppich aus Heuschrecken geht." Der Schaden gehe in die Millionenhöhe. Die Heuschrecken dringen demnach in Bauernhäuser ein und zerstören Weideland. Rund 20 Agrarbetriebe seien betroffen, Touristen dagegen nicht, sagte ein Sprecher des Verbandes auf Sardinien der Deutschen Presse-Agentur am Dienstag.

Lesen Sie hier: Warnung an Touristen: Wer hier Sand mitnimmt, muss bis zu 3.000 Strafe zahlen.

Video: Heuschreckenplage auf Sardinien

Felder in Nuoro, Ottana und Orani im Zentrum der Insel seien regelrecht mit den Insekten übersät, erklärte Coldiretti. Die Heuschreckenplage hängt demnach mit einem plötzlichen Temperaturanstieg auf Sardinien zusammen, der auf einen relativen kalten Mai folgte. Die Heuschrecken seien daraufhin massenhaft aus ihren Eiern geschlüpft. Eine Lösung im Kampf gegen die Plage ist dem Verband zufolge derzeit nicht in Sicht.

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AFP / dpa / sca

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