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Nur Geimpfte beim Après-Ski erlaubt? Erste Prognosen für Winterurlaub in Österreich

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Von: Franziska Kaindl

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Eine Berghütte im Skigebiet Saalbach-Hinterglemm.
Après-Ski soll es in der kommenden Wintersaison wieder geben. © Imago

Österreichs Kanzler Kurz und der deutsche Tourismusbeauftragte halten Après-Ski in der kommenden Wintersaison wieder für möglich – wenn nötig, nur mit Geimpften.

Der Skiurlaub in Österreich ist aufgrund der Corona-Pandemie im letzten Winter größtenteils ins Wasser gefallen. Pistenfahrten waren aufgrund der strengen Regeln nur für Einheimische möglich, Urlauber aus dem Ausland mussten sich hingegen zuerst in Quarantäne begeben. Das soll in diesem Jahr ganz anders aussehen: Österreichs Kanzler Kurz versprach in einem Interview mit der Funke Mediengruppe vom Samstag eine sichere Skisaison.

„Sicherer Urlaub in Österreich“: Après-Ski soll wieder möglich sein

70 Prozent der über 12-Jährigen in Österreich seien geimpft, genauso wie ein Großteil der Touristen: „Insofern steht einem sicheren Urlaub in Österreich nichts im Wege.“ Sollte sich die Corona-Situation in Österreich weiter verschärfen, würden nur noch Geimpfte Zugang zu den Après-Ski-Lokalen erhalten, so Kurz. Abgesehen davon würde aber die sogenannte 3G-Regel für einen sicheren Winter sorgen.

Der Tourismusbeauftragte der Bundesregierung, Thomas Bareiß, stimmt den Aussagen des österreichischen Kanzlers zu: „Wir wollen wieder unbeschwert Skiurlaub machen“, sagte der CDU-Politiker den Zeitungen der Funke Mediengruppe. „Daher ist es grundsätzlich richtig, bestimmte Veranstaltungen nur für Personengruppen zu öffnen, bei denen die Ansteckungsgefahr gering ist.“ Bei steigenden Infektionen dürfe es keine Schließungen mehr geben, trotzdem müssten Gäste und Gastgeber geschützt werden. „In dem Fall bleibt zu prüfen, ob ein Antigen-Schnelltest noch ausreichend ist“, so Bareiß. Eine Impfung bleibe aber weiterhin das A und O.

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Skiurlaub 2021: SPD-Gesundheitsexperte kritisiert Pläne der österreichischen Regierung

SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach äußerte sich gegenüber den Funke-Zeitungen kritisch zu Kurz‘ Vorschlag: „Wie die nächste Wintersaison aussehen wird, kann zum jetzigen Zeitpunkt niemand seriös vorhersagen – auch nicht der österreichische Bundeskanzler.“ Aus heutiger Sicht würde er eher davon abraten, unter „Ischgl-ähnlichen Bedingungen“ zu feiern.

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Der beliebte Party- und Skiort war im vorangegangenen Jahr zum Corona-Hotspot geworden. Diesbezüglich wurde am Freitag in Wien ein Schadenersatz-Prozess gegen den Staat Österreich verhandelt. Im ersten Verfahren ging es um einen 72-jährigen Österreicher, der nach einem Aufenthalt in Ischgl im März 2020 an einer Corona-Infektion starb. „Man hat zu spät gewarnt, man hat zu spät zum Beispiel Après-Ski-Bars geschlossen und man hat zu spät das ganze Tal geschlossen für den Wintersport. Eine Woche früher schließen, hätte bedeutet, dass Tausende Menschen sich in Ischgl jedenfalls nicht infiziert und in der Folge auch nicht an Covid-19 gelitten hätten“, zitiert die Tagesschau unter anderem Peter Kolba vom Verbraucherschutzverein bei der Verhandlung. Das Urteil soll schriftlich ergehen. (fk)

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